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Daisy

(Gänseblümchen)

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Es war der 18. September 1999, als ein kleiner Schäferhund-Mischling in das Dortmunder Tierschutzzentrum gebracht wurde. Dieser Hund lebte bis dahin auf einem riesigen eingezäunten Grundstück am Rande der Stadt.

Soweit bekannt, wuchs dieser Hund ohne menschliche oder soziale Kontakte zu Artgenossen auf. Also ein fast verwilderter Haushund, auch wenn der Hund gefüttert wurde - indem wohl der ehemalige Besitzer das Futter über den Zaun schmiss. Dies wurde so beobachtet.

Nachdem diese Zustände jahrelang geduldet wurden, ergriffen aufmerksame Bürger endlich die Initiative und
verständigten die Polizei und das Tierheim.

Da war sie nun, geschätzt auf gut 3 Jahre, enorm scheu und ängstlich.

Der Zwinger 7 wurde fortan ihr neues Zuhause.
In den ersten Monaten bekamen Besucher des Tierheims sie kaum zu Gesicht.

Anfang Januar 2000 nahm ich mit ihr den ersten Kontakt auf. Ich nannte sie Daisy.

Tag für Tag besuchte ich sie.
Nach einer Woche konnte ich Daisy endlich an die Leine nehmen und aus ihrem Zwinger führen.

Sie kroch auf allen Vieren!
Türen, Treppen, stehende Autos, lärmende Kinder, alles für sie der blanke Horror.

Vier Wochen später konnte ich sie zum ersten Mal bürsten und pflegen.

In den folgenden Wochen gelang es auch, dass fremde Personen ihr ein Leckerli geben konnten.
Ebenso kam sie jetzt freiwillig in den vorderen Bereich des Zwingers, so dass Besucher sie auch sehen durften.

Ein gutes Zuhause würde ihr wohl jeder gern anbieten, nach Bekanntgabe ihres Vorlebens jedoch nahmen viele Abstand von der Vermittlung.

Das ideale Zuhause für Daisy wäre:
Eine verständnisvolle Frau mit viel Zeit und Hundeerfahrung.

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In dem folgenden halben Jahr mussten wir noch viel trainieren.

Ende Juni interessierte und fand sich eine alleinstehende Frau; sie nahm in meinem Beisein Kontakt zu Daisy auf. Nach vielen Gesprächen und Besuchen beschlossen wir, Daisy nun in ein neues Zuhause zu geben.
Es war der Monat Juli im Jahr 2000.

Nach einem Jahr erreicht mich die Hiobsbotschaft

Daisy muss sofort zurück ins Tierheim!!!

Frau M. teilt mir weinend mit, dass sie es aus persönlichen Gründen nicht mehr schaffen würde, diesen Hund zu halten und zu versorgen. Also holte ich Daisy ab, nahm sie erst einmal zu mir, um sie vor dem Tierheim zu bewahren.

Wie man schon erahnen kann: Daisy lebte fortan bei mir, meinem Hund Tim und Kater Flo.

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Zwischenzeitlich trainierten wir jeden Tag das Einmaleins des Alltagslebens.
Daisy entwickelte sich zum Traumhund. Sie blieb mittlerweile schon knapp 4 Stunden allein, sie verlor ihre Scheu vor fremden Menschen, lediglich große Männer waren für sie immer noch ein Greuel.
Mit viel Geduld konnte ich sie auch davon ablenken.

Sie machte große Fortschritte, so dass ich sie und Tim mit ins Büro nehmen konnte.

Eines Tages bekam ich von der Heimleitung eines be- nachbartem Seniorenheim die Anfrage, ob ich es mir vorstellen könnte, dass meine Hunde als Besucher- hunde für etwas Abwechslung bei den Bewohner sorgen würden.

Es war ein Versuch wert und siehe da es klappte auf Anhieb, Daisy und Tim wurden fortan zu Besuchshunden.

Somit wurden wir drei jeden Donnerstag schon sehnsüchtig empfangen.
Es gab Leckerchen in großen Mengen, selbst (O Weh) belgische Pralinen kamen zum Einsatz.

Zu beobachten für mich war jedoch nach den Besuchsstunden das Daisy und Tim richtig geschafft waren. Ich stellte mir oft die Frage, ob es nicht zu anstrengend wurde für meine Fellnasen?

Nach einem guten Jahr zog ich die Reissleine und wir quittierten unseren Besuchsdienst.

Meine Bitte an alle, die sich einen Hund aus dem Tierschutz/Tierheim zulegen möchten: Informieren Sie sich vorher, was es bedeutet, einen Hund zu halten, zu pflegen und zu versorgen - bis ins hohe Alter.

Es ist wahrlich nicht immer leicht, aber es lohnt sich für alle Daisys auf dieser Welt.

Meine Daisy, übersetzt "GÄNSEBLÜMCHEN" verstarb am 04. Januar 2010.

Wir durften mit ihr unser Leben 9 Jahre teilen.

14.12.2018

.12.2018


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Oder einen Gutschein über einen Tierheimbesuch im neuen Jahr!

Niemals ein Tier verschenken, ohne zuvor gefragt zu haben, ob es erwünscht ist!!
Eltern sollten sich immer bewußt sein, daß SIE die letztendliche Verantwortung für ein Tier haben und nicht das Kind - Egal ob Hund, Katze oder Meerschweinchen und egal, was man vorher sagt!!

Alles für Euer Tier! 

  

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