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Alliance

Mein Augenstern, meine Schneeschnuppe, mein liebes Mädchen

2003 – 23.09.2017

Alliance konnte mein Herz lesen. Wir waren so tief verbunden.

Als ich sie das erste Mal auf dem Foto des französischen Tierheims sah, wusste ich sofort, sie gehört zu uns. Es gab wirklich keinen Zweifel. Ich spürte eine starke Herzverbindung und ein tiefes Wissen und warf alle Bedenken über Bord und sagte zu, dass sie zu uns kommen kann.

Alliance war in der Tötung und brauchte dringend einen Platz, denn mit 9 Jahren und in ihrem Gesamtzustand war sie in Frankreich nahezu unvermittelbar. Sie kam aus einer Beschlagnahmung und lebte vorher in einem engen Verschlag.

Sie hatte ein Blutohr, in beiden Ohren Wucherungen, war sehr dünn und total verstört und ängstlich.
Mir war das alles irgendwie egal, denn ich wusste wir kriegen das hin, sie gehörte ja zu uns.

Als ich sie dann endlich an einer Autobahnraststätte im Kofferraum der Helferin des Tierschutzvereins sah, hab ich ihr in die Augen geschaut und es war als würde ich sie schon sehr lang kennen. Ich war sehr glücklich, dass sie endlich da war.

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Alliance im Tierheim in Frankreich

Am 22.12.2012 kam sie dann richtig bei uns an.

Rantanplan mein lieber Hundefreund war erst nicht so begeistert, aber dann hat er sie schnell in sein großes Herz genommen und ihr mit all seiner Ruhe und Erfahrung unsere Welt gezeigt.

Es war wirklich keine leichte Zeit am Anfang, denn Alli konnte und kannte fast nichts; das hatte ich wirklich unterschätzt und nicht bedacht. Sie reagierte auf fast alles, was sie irritierte mit panischer Flucht.

Sie war kein klassischer Angsthund; sie hatte schon auch Angst, aber vor allem war sie überfordert mit Dingen, die sie nie kennengelernt hatte. Es wirkte wie ein Kasper Hauser Syndrom. Jedenfalls warf ich nach und nach alles über Bord was bei meinem ersten Hund gut funktioniert hat und fand mit ihr ganz neue Wege des Vertrauens und des Miteinanders.

Ich habe vieles mit ihr bewältigt, was ich nie für möglich gehalten hätte.
Wir sind wunderbar zusammengewachsen und ich sie wurde eine tolle Hündin, die immer mehr ihr Herz öffnete und mich mit ihrer lieben Art und ihrem Wesen beschenkt hat.

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Alliance und Rantanplan 2013

Es kam dann eine schwere Zeit. Ab 2015 ging es meinem Rantanplan immer schlechter.
Er hatte zwei mal das Vestibularsyndrom und konnte dann immer schlechter laufen.

Alliance war da, stark und präsent und doch sich zurücknehmend. Sie war ganz selbstverständlich da und ich habe es genossen mit ihr allein meine Runden im Wald zu drehen, wenn Ranti nicht mehr mit konnte. Es war eine andere Zeit gekommen und Rantanplan machte sich schon langsam auf den Weg, während ich mit Alliance nochmal sehr intensiv und eng zusammenwachsen konnte. Aber es war auch eine traurige Zeit.

Bei Alliance wuchs ein Mammatumor.
Sie war ja schon 12 mittlerweile und ich hatte Angst vor einer Operation.
Sie war sowieso so angeschlagen, immer die Ohren und eine Pankreasinsuffizienz.

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Alliance im Winter 2015

Im Januar 2017 konnte mein Rantanplan nicht mehr aufstehen und am 4.1.2017 habe ich ihn mit 15 Jahren gehen lassen. Ich habe sehr getrauert. Alliance war stark an meiner Seite und das war so schön und wohltuend.

Sie war nun schon 14 Jahre alt und ihr Tumor war im Frühjahr 2017 so groß geworden, dass eine Operation unumgänglich geworden war. Ich hatte große Angst davor, aber alles ging gut, und endlich war ihr Bauch wieder frei und man konnte ihr ansehen, wie leicht sie sich fühlte.

Doch trotz aller Hoffnung auf ein bisschen unbeschwerte Zeit wurde sie nicht wieder gesund. Nach 2 Monaten immer wieder Blutungen aus der Operationsnaht bzw. Narbe bekam sie einen dicken Bauch, fraß nicht und ich wusste tief in mir, sie wird sich nicht wieder erholen. Sie hat etwas ganz Schlimmes und sie wird gehen, das wusste ich.

Ein Teil von mir konnte das nicht annehmen und so habe ich am Ende sehr lang noch an der Hoffnung festgehalten, dass sie wieder gesund wird und wir nochmal ans Meer fahren können.


Es kam eine sehr schlimme Nacht und ein Vormittag, an dem ich sie ins Auto getragen habe und zum Tierarzt gefahren bin. Sie hatte einen großen Lebertumor und ich habe sie beim Tierarzt am 23.09.2017 gehen lassen müssen, weil es ihr so schlecht ging.

Ich konnte das lange nicht fassen und ich konnte lang nicht richtig trauern. Ich hatte das Gefühl ihr ging es ähnlich, sie konnte schlecht loslassen, weil ich es nicht gut konnte. Jetzt ist es in Ordnung für mich, dass sie gegangen ist, auch wenn ich es mir friedlicher gewünscht hätte.

Ich bin sehr dankbar dafür, dass sie da war und so war wie sie war, mein katzenkackefressendes Unkentier, welches lachen konnte und so ganz meine beste Freundin war, wie man es sich nur wünschen konnte.

Sie hat mir beigebracht, dass Herzkraft, Liebe und Vertrauen viel wichtiger sind, als vieles andere.

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Alliance im Spätsommer 2017

Ich liebe Dich, meine Alli, und ich danke Dir so sehr für Dein Dasein und Vertrauen in mich und 5 aufregende Jahre mit Dir. Ich werde Dich nie vergessen!

Die Zeit ohne sie und ohne Hunde war eine komische und auch traurige Zeit. Zwei Katzen haben mich dabei begleitet.

Sie kamen auf einmal und waren da, auf meiner Terrasse. Sie haben mich beruhigt mit ihrer Anwesenheit, jede Nacht waren sie hier. Es kam mir vor, als wollten sie mir helfen in meiner Trauer und mit ihnen habe ich mich weniger allein gefühlt. Jetzt sind sie immer noch da und heißen Max und Frieda, die Terrasse ist immer noch ihr Schlafplatz, denn sie wollen Streuner bleiben, aber eine Hütte und lecker Futter finden sie toll.

Und noch was gibt es zu erzählen, ich bin natürlich nicht ohne Hund geblieben und dazu gibt es eine Vorgeschichte:

In der Nacht vom 20.9.2017 auf den 21.9.2017 habe ich von einem schwarzen Hund geträumt und am nächsten Tag rief mich eine Freundin an, ihre Mutter hat zwei Welpen in der Türkei gefunden. Den Rüden, einen Schwarzen, möchte sie vermitteln, ob ich interessiert bin.

Am 23.09.2017, 2 Tage später, starb meine Alliance.

Als sie starb und ich mit ihrem Körper heimfuhr, um sie zu beerdigen, war ich sehr traurig, aber der schwarze Hund hat mir Hoffnung gemacht. Jetzt konnte er kommen.

Am 23.05.2018 zog Janosch bei mir ein, der schwarze Hund aus der Türkei, obwohl ich fast schon gar nicht mehr daran glaubte, ihn jemals kennenzulernen und dachte, ich würde mich nicht wieder trauen, einen Hund in mein Leben zu lassen.

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Janosch und ich, Claudia, im Sommer 2018

Es ist manchmal als wäre er schon ewig bei mir. Er wird mir neue Dinge beibringen und mein Leben reich machen. Er ist wunderbar!

Ich bin dankbar dafür, sehr!

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21.12.2018

23.12.2018


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Oder einen Gutschein über einen Tierheimbesuch im neuen Jahr!

Niemals ein Tier verschenken, ohne zuvor gefragt zu haben, ob es erwünscht ist!!
Eltern sollten sich immer bewußt sein, daß SIE die letztendliche Verantwortung für ein Tier haben und nicht das Kind - Egal ob Hund, Katze oder Meerschweinchen und egal, was man vorher sagt!!

Alles für Euer Tier! 

  

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