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Balena

Eigentlich wollte ich keinen weiteren Hund aufnehmen, ich war mit meinen dreien ausgelastet.

Dann kam der Notruf des Vereins, von dem ich schon mehrere Hunde hatte:

Die Zusammenarbeit mit einem Canile endete, und für alle Hunde, die bis zum Stichtag nicht heraus wären, würde sich die Tür vielleicht für immer schließen. Also bot ich einen Pflegeplatz für einen älteren Hund an, und die Vermittlerin ergriff die Gelegenheit, eine kleine dicke Hündin unterzubringen, deren Vermittlungschancen sicher nicht die besten waren.

Eine fröhliche und menschenfreundliche Hündin, aber keine ausgesprochene Schönheit.

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Man konnte davon ausgehen, dass sie durchsetzungsfähig ist, denn sie hatte von ihren 8 Lebensjahren 6 im Canile gesessen, und da wird oder bleibt ein Hund normalerweise nicht dick. Dieses Gewicht musste sie sich auf Kosten ihrer Zwingergenossen angefuttert haben, die ihre Rationen bestimmt nicht freiwillig teilten.

Als sie hier ankam, war sie nicht mehr ganz so dick wie auf dem obigen Bild, aber immer noch sehr füllig.

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Ich nannte sie Balena, und ich fütterte sie zunächst vorsichtshalber getrennt, da ich mit Futterneid rechnete und sie ja direkt auf Diät kam. Ich hatte aber bald den Eindruck, es könnte gut gehen, sie gemeinsam mit den anderen zu füttern, wenn ich ein Auge drauf hätte.

Und so war es auch.

Obwohl sie sich ja nie wirklich satt essen durfte, versuchte sie von Anfang an nicht, den anderen ihr Futter streitig zu machen. Erst wenn ein Napf vom jeweiligen Hund freigegeben ist, geht sie hin und schaut nach, ob evtl. noch etwas drin ist, und leckt ihn sicherheitshalber nochmal sauber.

Balena fügte sich völlig problemlos hier ein.
Sie nahm Haus und Garten mit großer Selbstverständlichkeit in Besitz und ging mit den anderen Hunden und auch mit dem Kater ebenso selbstverständlich um.

Sie war vom ersten Tag an stubenrein, sie war leinenführig und freundlich, kurz, ein Glücksgriff.

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Dieses Glück währte eine Woche.

Dann beschloss sie, mich nicht mehr mit den anderen Hunden zu teilen.

Mehrfach ging sie in der Folgezeit die anderen Hunde an, wenn diese zu mir zum schmusen kamen, und setzte dabei ohne Zögern die Zähne ein. Nicht immer, aber immer mal wieder. Und meine Hunde ließen es ihr mehr oder weniger durchgehen und trugen es ihr zum Glück nicht nach, gingen im Alltag weiterhin ganz normal mit ihr um.

Dennoch war das für mich eine unschöne Situation, denn natürlich wollte ich nicht akzeptieren, dass meine eigenen Hunde gegenüber dem Pflegehund zurückstecken und nicht mehr jederzeit zu mir kommen können, wenn sie wollen.

Also versuchte ich ihr klar zu machen, dass sie davon keinen Vorteil hat, sondern eher Nachteile.
Z.B. dass sie selbst von mir weg „geparkt“ wurde, wenn sie einen meiner Hunde nicht zu mir lassen wollte und angriff.

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Und nach einiger Zeit sah sie das anscheinend auch ein und arrangierte sich damit, dass jeder das gleiche Recht auf Schmusestunde hat, und gesellt sich einfach dazu, wenn ein anderer gekrault wird, und „will auch“.

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Wobei Balena die anderen Hunde nicht wirklich braucht. Sie wäre, glaube ich, nach wie vor lieber Einzelprinzessin, wenn sie die Wahl hätte.

Sie ist gern immer und überall dabei, und wenn ich ohne sie weg gehe, dann wartet sie an der Tür, bis ich wieder komme. Entweder am Gartentörchen oder, wenn sie im Haus bleiben muss, an der Katzenklappe.

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Zu ihrer Gewichtsreduzierung gehört außer einer Diät natürlich auch die entsprechende Bewegung.

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Hier mussten wir klein anfangen.
Jahrelang ohne jeglichen Ausgang eingesperrt, dazu das Übergewicht, da hieß es zunächst in kleinen Schritten Kondition aufbauen.

Nach einer etwas schleppenden Anfangszeit ging es dann aber steil bergauf mit der Kondition, und zwar nicht ganz so steil, aber doch sichtlich abwärts mit dem Gewicht. Inzwischen ist sie, wenn auch noch nicht wirklich schlank, ein unternehmungslustiger Hund, lauffreudig und fast immer vorneweg, sich von Zeit zu Zeit ungeduldig umschauend, wo wir bleiben.

Balena ist aufgeweckt und liebenswert, fröhlich und freundlich.

Und sie sucht immer noch ihr endgültiges Zuhause. Vielleicht bei Ihnen?

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Sie ist u.a. auch hier auf Couch gesucht eingestellt, unter ihrem Vereinsnamen Martina Bianca.
Hier geht es zu ihrem Vermittlungstext.

09.12.2018

11.12.2018


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Oder einen Gutschein über einen Tierheimbesuch im neuen Jahr!

Niemals ein Tier verschenken, ohne zuvor gefragt zu haben, ob es erwünscht ist!!
Eltern sollten sich immer bewußt sein, daß SIE die letztendliche Verantwortung für ein Tier haben und nicht das Kind - Egal ob Hund, Katze oder Meerschweinchen und egal, was man vorher sagt!!

Alles für Euer Tier! 

  

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