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Face - Unsere irre Irin

Face wurde wohl irgendwann im Sommer 2003 in Irland geboren. Wo - keine Ahnung, denn im Dezember 2003 saß sie bereits in einem sog. Pound und wurde dort von Tierschützern herausgeholt. Ohne diese Tierschützer hätte sie nur noch wenige Tage zu leben gehabt und wäre dann, wie es in Irland üblich ist, eingeschläfert worden.

Sie kam über die Wexford Pethelpers zu Beatrix Urban und ihrer Uiseneach Border Collie Rescue. Bea ist ein Deutsche, die sich in Irland dem Leid vieler Hunde, besonders Border Collies, aber auch Lurcher, Windhunde usw. angenommen hat und diese Tiere auf gute Plätze nach Deutschland vermittelt.
 
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Eigentlich waren wir gar nicht zwingend auf der Suche nach einem Zweithund, eigentlich hatte ich einen Wurf einer mir befreundeten Neuzüchterin ins Auge gefasst. Und dann kam alles anders.

Ich war im Internet auf der Suche nach einem Hund von dem ich vermutete, dass er ausgesetzt worden sein könnte und bin so auf die Seite von Bea gelangt, wo eine Hündin saß, deren Beschreibung in etwa auf die Hündin passte, die ich suchte. Dass ich in Irland gelandet war, hatte ich damals noch gar nicht bemerkt.

Ich nahm Kontakt mit Bea auf, frug sie dann recht spontan, ob diese Hündin nicht etwas für uns sein könnte. Bea verneinte dies. Die Hündin sei ein kleiner Couchpotatoe und passe nicht wirklich in unser Leben. Aber sie hätte 2 Hunde, die sie mir empfehlen kann, einen Rüden und eine Hündin. Da wir eh nur eine Hündin wollten, war das wohl der richtige Weg. Das Foto von Face war dann der Punkt, wo das Ja da war. Sie war obendrein auch noch braun - meine Traumfarbe. Wir ließen sie für uns reservieren.

6 Wochen warten waren nun angesagt. Callie (so hieß sie damals noch) wurde noch kastriert in Irland. Wir hatten einen regen Mailaustausch mit Bea und mit jeder Mail wusste ich mehr, dass die Entscheidung richtig sein musste. Bis - ja bis wenige Tag vor der Übergabe die von mir so heiß ersehnten Fotos von vorne kamen und ich einfach nur "entsetzt" war.

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Ich hatte bis dato gedacht, Face hätte einfach eine breite Blesse - aber auf dem Foto blickte mich ein Hund an, wie ich ihn gar nicht erwartet hätte. Auch Sven sagte spontan "der ist aber hässlich". Ich überlegte eine lange schlaflose Nacht, ob das Aussehen für mich wirklich eine Rolle spielt und entschied dann: Nein - dieser Hund hat das Wesen, was ich mir erträume, dieser Hund ist mein Hund, und so mussten wir nur noch wenige Tage warten, bis wir sie endlich zu uns nehmen konnten. Später erfuhr ich übrigens, das dieses Bild beim Tierarzt gemacht wurde, kurz vor der Kastration wohl - da hätte ich auch nicht anders aus der Wäsche geschaut.

Am Valentinstag 2004 war es dann soweit. Der lang ersehnte Transporter aus Irland mit den vermittelten Hunden traf ein. Wir fuhren völlig nervös mit Pebbles im Auto zu der Übergabe an die holländische Grenze. So viele Zweifel, so viele Ängste. Konnte das wirklich gut gehen, einen Hund aus dem Internet zu "bestellen"? War das wirklich der Hund, den wir uns erhofften?
 
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Wir waren natürlich die ersten, die an der Übergabestelle eintrafen, wurden freundlich begrüßt und die Hunde waren auch schon alle im Garten des Hauses.

Wir gingen in den kleinen Innenhof und da sah ich sie durch eine Glastüre - meine Callie, meine Face, wie wir aufgrund ihrer Zeichnung beschlossen hatten - und so gar nicht hässlich. Nein im Gegenteil. Es tobte dort ein charmanter kleiner Kobold durch den Garten, witzig durch das Stehohr, puschelig, quietschrot und einfach nur gut gelaunt.

Für Pebbles brach eine Welt zusammen. Sie ist eh nie der Freund von großen Hundegruppen gewesen, stellte sich auf eine Gartenbank und zickte alles weg, was sich näherte. Schon waren sie wieder da die Zweifel. Konnte das wirklich gut gehen?

Und da war er - der erste Kontakt. Callie-Face ging in Richtung Pebbles, ich war schon zum Sprung bereit und was geschah? Ein freundliches Wedeln auf beiden Seiten, ein kurzes Abschnüffeln, eine leichte Beschwichtigung - jeder andere Hund hätte in dem Augenblick schon die Zähne gezeigt bekommen. Ich war erleichtert.

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Wir unterschrieben noch den Schutzvertrag, telefonierten noch einmal mit Bea in Irland um ihr zu sagen, dass wir gut zufrieden und glücklich sind, sackten unseren roten Teufel ein und fuhren heim.

Dort gab es direkt die nächste Aufregung. Als ich die Heckklappe des Autos öffnen wollte, sah ich in das plan gebleckte Gebiss dieses roten Teufels. Ich zögerte, aber schnell wurde mir klar, dass die Maus grinste. Ich kannte dieses Grinsen von der Hündin eines Bekannten und konnte es so einsortieren - dieses Grinsen hat sie sich bis heute bewahrt in Situationen, in denen sie unsicher oder einfach überdreht fröhlich ist.

Der erste Spaziergang war sehr aufregend für die Kleene - es war Karneval hier im Ort und überall standen Karnevalswagen, an denen noch die Reste fertig gebaut wurden, laute Musik, viele Menschen - und der kleene Teufel nahm das alles wie selbstverständlich hin. Wir konnten sie direkt ableinen, sie blieb brav bei uns, schloss direkt mit Pebbles Freundschaft. Ich war so froh! Und schon am ersten Abend schlief sie Seite an Seite mit unserer Pebbles!

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Die ersten Tage mit ihr waren noch ein rechtes Abenteuer. Sie wollte nicht stubenrein werden, hatte eine fürchterliche Futterallergie mit fürchterlich stinkendem Durchfall und war über ängstlich uns gegenüber. Sie hütete ihre eigenen Schatten, verschleppte alles, was in der Wohnung nicht fest genug befestigt war, klaute Essen, wo immer sie ran kam. Es war schon ein wirkliches Abenteuer.

Aber bereits in diesen ersten Tagen war klar, dass dieser Hund einfach nur ein Traum ist, wir haben schon damals viel mit ihr und über sie lachen dürfen. Pebbles und sie wurden schnell die besten Freundinnen und gehen bis heute durch dick und dünn. Es gab in den jetzt fast 3 Jahren noch nicht einen einzigen ernsthaften Streit zwischen den beiden.

Wir haben unseren Traum gefunden - im Internet, per Zufall und mit so vielen Zweifeln und Ängsten im Gepäck. Klauen wie ein Rabe tut sie übrigens bis heute noch - alles, egal was, hauptsache haben *g*

Und die beiden heute:

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© Silvia
 

09.12.2006

11.12.2006


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Oder einen Gutschein über einen Tierheimbesuch im neuen Jahr!

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Alles für Euer Tier! 

  

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