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Fee & Merlin

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Den Anfang dieser Geschichte kennen wir nicht, wir können nur vermuten, wie es dazu kam, dass ein junges, gut erzogenes und hübsches Husky-Pärchen ein Streuner- und Vagabunden-Dasein führte.

Da weder Alter, noch Krankheit, Behinderung oder Verhaltensauffälligkeiten bei den beiden festzustellen war, was doch leider immer wieder den einen oder anderen Besitzer dazu veranlasst sich seines "geliebten Kameraden" zu entledigen, bleibt als einziger Anhaltspunkt der Auffindezeitpunkt August - der böse Gedanke drängt sich auf, dass die beiden wohl dem Urlaub im Wege standen.
 
Der Juli war heiß gewesen, der August begann verregnet, nicht gerade ideales Wetter, um als ungeübter Jäger gute Beute zu machen und so waren die beiden herumziehenden, schon recht ausgezehrten Huskys froh, als eine Fremde sich für sie interessierte.

Ohne größere Schwierigkeiten zu bereiten, ließen sie sich einfangen und hatten auch nichts dagegen einzuwenden, die Fremde erst einmal nach Hause zu begleiten.

Dort konnte man ihnen zwar nicht das Wohnzimmer anbieten, da noch andere Tiere im Haus waren, aber mit einem Nebenraum und einer anständigen Mahlzeit waren die beiden mehr als nur zufrieden gestellt.

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Gesättigt dösend warteten sie in aller Ruhe ab, was die Nachforschungen der Fremden ergaben - doch niemand wollte die beiden wunder- schönen Tiere vermissen, die daraufhin Fee und Merlin genannt wurden.

So blieb also nur die Abgabe im Tierheim und in vielen Fällen endet die Geschichte an dieser Stelle - diese natürlich nicht, sonst wäre es ja keine Adventskalendergeschichte.
 
Die Fremde kam mehrfach die Woche ins Tierheim, manchmal in Begleitung und führte die beiden spazieren, bürstete sie, streichelte sie, beobachtete sie. Rasch war klar, dass die beiden sehr aneinander hängen, es schon ein große Nervosität auslösender Vorgang war, die beiden getrennt über eine Straße zu führen - vom Verlust des gegenseitigen Sichtkontakts erst gar nicht zu reden.

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So beschloss die Fremde, es irgendwie möglich zu machen, dass beide gemeinsam eine Chance irgendwo erhalten würden und sie machte sich auf die Suche nach Möglichkeiten, Fee und Merlin diese Chance zu verschaffen.

Im Internet stieß sie auf rassebezogene Hilfsorganisationen und nahm Kontakt auf, denn hier sollten wohl am ehesten Interessenten zu finden sein, die das Glück im Doppelpack willkommen hießen.
 
Mit der Vielzahl der bereitgestellten Informati- onen und guten Fotos war es ein leichtes, Fee und Merlin ansprechend auf den Internet-Seiten der Nothilfe für Polarhunde e.V. vorzustellen. Überraschend war allerdings, mit welcher Schnelligkeit ein sich absolut passend anhörendes Angebot einstellte, es dauerte kaum drei Wochen.

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Ein wenig telefonieren festigte diesen Ersteindruck und so gaben wir (mit allseitigem Einverständnis) die Telefonnummer der Fremden an die Interessenten und umgekehrt. Gespannt und voller Hoffnung warteten wir auf den Termin des vereinbarten Treffens und freuten uns riesig, dass dieses sehr harmonisch verlief.

Der Rüde Merlin schloss sich gleich dem zukünftigen Herrchen an, freundschaftlich, zwei, die sicherlich gute Kumpel werden würden. Die viel zartere Fee fühlte sich vom neuen Frauchen angezogen, wohl bemerkend, dass deren Herz ihr förmlich zuflog. Stunden später, die Tierheim-Mitarbeiter waren längst überzeugt, dass sich da ein wirklich gut passendes Quartett gefunden hatte und hatten die Abgabeverträge gemacht, galt es Abschied zu nehmen für die Fremde.

Den Weg in ein schönes Leben hatte sie Fee und Merlin suchen können, gehen mussten sie ihn alleine.
 
Eine vierstündige Autofahrt später bezogen die beiden Huskys ihr neues Heim und fügten sich problemlos in das Leben ihrer neuen Menschen ein.

"Im Haus sind die beiden echte Schätze, sie sind ruhig wie Katzen, nichts wird demoliert und mal ne Stunde alleine bleiben ist auch kein Problem. Die beiden sind wirklich unzertrennlich, nichts geht ohne den anderen. Merlin ist der große Beschützer von Fee und achtet sehr darauf, dass sie gut behandelt wird. Beide haben sich in dieser kurzen Zeit so gut eingelebt und Vertrauen aufgebaut, das es eine Freude ist - wir sind froh, dass wir die beiden mitgenommen haben."

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Dieses Fazit der neuen Menschen nach den ersten Wochen ist noch heute uneingeschränkt gültig - Menschen und Hunde haben sich "gesucht und gefunden".

Unser Dank geht an das Tierheim, das Fee und Merlin aufnahm und die rührigen Vermittlungsaktivitäten der Fremden immer unterstützte, an die Fremde, die zur Patin und zum festen Bezugspunkt der beiden menschenbezogenen Hunde wurde und durch ihre Aktivität die beiden Menschen fand, denen Fee und Merlin fehlten wie der Deckel auf dem Topf.

Sich so vorbehaltlos und offen auf zwei Fundhunde einzulassen ist keine Selbstverständlichkeit und umso mehr wissen wir dies zu schätzen.
 
Nothilfe für Polarhunde e.V. , November 2006
 

18.12.2006

20.12.2006

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Oder einen Gutschein über einen Tierheimbesuch im neuen Jahr!

Niemals ein Tier verschenken, ohne zuvor gefragt zu haben, ob es erwünscht ist!!
Eltern sollten sich immer bewußt sein, daß SIE die letztendliche Verantwortung für ein Tier haben und nicht das Kind - Egal ob Hund, Katze oder Meerschweinchen und egal, was man vorher sagt!!

Alles für Euer Tier! 

  

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