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Oskar

Seit einigen Jahren lese und schreibe ich im Kampfschmuserforum.
Auch wenn ich selber keinen Listenhund halte, finden sich viele Themen im Forum, die für alle Hundeliebhaber interessant sind.

Ein besonderes Augenmerk habe ich immer auf die Tiervermittlung.
Bei uns (meinem Mann und mir) leben mehrere Second Hand-Hunde, genau wie auch Hunde vom Züchter, Hunde aus dem Inland und Hunde aus dem Ausland. Wichtig ist nur, daß es bei uns paßt.
 
Vergangenes Jahr am 16.3.2013 wurde in die Tiervermittlung im Kampfschmuserforum folgender Hund eingestellt:

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"Rüde - kleiner Oskar, * 98, wartet schon seit 2004 im Tierheim"

Oskar wurde als kleiner selbstbewußter Schnauzermix dargestellt. Im Großen und Ganzen freundlich, aber wenn ihn etwas ärgert auch mal schnappend.
Auf den Bildern sah der kleine Mann sehr lustig und lebhaft aus.
 
Aber auch wenn ich ein Auge auf ihn warf:
Wir hatten zwei alte Hunde. denen es nicht mehr so gut ging. Und ein weiterer Rüde paßte gar nicht.
Wir haben nämlich einen Chef, unseren Nopper, der zwar nicht stänkert, aber andere Rüden zu Hause sehr überflüssig findet. Nopper hatte sich mit unserem alten Rüden Filou abgefunden, aber ein weiterer Rüde..... Nein, das wollte ich ihm nicht an tun.
 
Im Lauf der Monate schaute ich immer wieder in den Vermittlungsthread und wunderte mich, das sich so gar keiner für Oskar zu interessieren schien.

September 2013 starben unsere zwei alten Hunde Urmel und Filou. wir trauerten sehr.
Die Weihnachtszeit ging vorbei und Anfang des Jahres landete unverhofft ein kleiner tauber Welpe bei uns.

Den kleinen Oskar hatte ich zwar nicht so ganz aus den Augen verloren, aber wie es so geht... Es war viel zu tun mit unserer Russellbande (wir halten mehrere Parson Jack Russell) und ein tauber Welpe braucht auch viel Aufmerksamkeit.
 
Am 11.9. 2014 wurde der Vermittlungsthread von Oskar aktualisiert und da stand:

"Oskar ist sehr ruhig geworden - er wirkt nicht mehr wie der fröhliche Wirbelwind - er ist jetzt ein richtig alter Hund."

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Das gab mir so zu denken, daß ich anfragte, ob das Tierheim erwägen würde, Oskar auf eine Pflegestelle zu geben. Ganz war ich noch nicht bereit, uns selber anzubieten, aber zumindest der Gedanke war schon da.

Es wurde noch etwas hin- und hergeschrieben und dann haben wir uns doch entschlossen, am 19.09. 2014 nach Pirmasens zu fahren und uns Oskar anzuschauen.

Er präsentierte sich sehr unauffällig und irgendwie "grau" - Ein kleiner grauer Hund.
Nicht nur von der Farbe, sondern auch von seiner Einstellung her. Nicht besonders interessiert, aber auch nicht aggressiv oder abgeneigt.

Wir beschlossen also, es mit Oskar zu probieren und konnten ihn Dank seines lieben Betreuers am selben Tag noch in Pflege zu uns nehmen.
 
Oskar ist jetzt gut 2 Monate bei uns.
Er kommt prima mit den anderen Hunden klar, wobei man sagen muß, daß er sie meist völlig ignoriert. Das Gewusel der Russellbande ist ihm zuviel. Er schätzt ein ruhiges Leben, was angesichts der vielen Jahre im Tierheim nicht verwundert.

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Von meinem Mann läßt er sich willig abtrocknen und kämmen und er weiß genau, daß ich die Frau bin, die immer mal unverhofft ein Leckerlie rausrückt und außerdem die Herrin über den interessantesten Raum ist, die Küche!

Oskar schläft natürlich viel, aber bei seinen zwei täglichen Spaziergängen ist er ganz mobil.
Er hat einige Zeit gebraucht, bis er die Hunde, denen er immer wieder begegnet, wieder- erkennt. Zu Anfang sah es aus, als wenn er von einem auf den anderen Tag alles wieder vergißt, aber mittlerweile hat er 3 -4 Hunde und ihre Besitzer, die er akzeptiert und begrüßt.

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Wir haben ihn auf Rohfütterung umgestellt und seine anfänglichen Magenprobleme sind verschwunden. Mittlerweile müssen wir auf sein Gewicht aufpassen, da er gerne futtert und hinter Leckerlies her ist.

Oskar "hilft" sehr gerne beim Kochen und Backen und sorgt auch gerne dafür, daß keine Reste bleiben.

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Er ist sehr menschenbezogen und schmusig.
Angesichts seiner 16 Jahre schläft er natürlich viel und ist auch nicht wirklich in unsere Truppe integriert. Das wäre auch zuviel verlangt. Er ist eher wie eine alter Herr, der am Fenster sitzt, sein Altenteil genießt und dem Treiben der jungen Hunde zuschaut.

Dement erscheint er nicht, aber manchmal ist er doch in Gedanken versunken und nicht so ganz in dieser Welt, was einem so alten Herrn sicherlich auch zusteht.

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Nicht verschweigen will ich, daß Oskar uns auch schon Kostproben seiner Eigenheit, zu schnappen, wenn ihm etwas nicht paßt, gegeben hat.

Er ist halt ein Hund mit unbekannter Vergangen- heit und wer weiß, was ihm im Lauf seines Lebens zugestoßen ist.

Er hat miserabel kupierte Ohren und Oskar muß viel Vertrauen fassen, bis er jemand an sein Gesicht läßt.
Wer weiß, vielleicht hängt das zusammen.

In seinem mittlerweile vertrauten Umfeld bei uns ist Oskar gut händelbar.

Ich glaube, er hat sein warmes Körbchen an der Heizung, das liebevolle Kämmen, ausgiebige Spaziergänge mit Hundefreunden und vor allem die besonderen Leckereien sehr schätzen gelernt und ist daher bereit, uns etwas Vertrauen entgegen zu bringen.

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Oskar ist zwar immer noch ein grauer Hund, aber seine Einstellung hat sich schon etwas geändert.

Er war jetzt einmal mit uns Freunde besuchen. Das hat ihm zwar nicht gefallen, aber ich denke, er mag große Veränderungen gar nicht und vielleicht hatte er etwas Bammel, nicht mehr bei uns zu Hause anzukommen.
Er war sehr zufrieden, als er wieder zu Hause in seinem Körbchen lag.

10 Jahre Tierheim und wer weiß was vorher war, macht man leider nicht ungeschehen.
Aber Oskar kann sich jetzt auf eine schöne, ruhige letzte Lebenszeit freuen und wir mit ihm.

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23.12.2014

01.12.2015


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Oder einen Gutschein über einen Tierheimbesuch im neuen Jahr!

Niemals ein Tier verschenken, ohne zuvor gefragt zu haben, ob es erwünscht ist!!
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Alles für Euer Tier! 

  

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