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Vito

Ciao, Ihr da draußen,

mein Name ist Vittorio und ich komme von der Sonneninsel Sardinien, genauer aus Olbia, und bin so ca. 10 Jahre jung.

Tagein tagaus und jahrein jahraus saß ich dort bei sengender Hitze, im strömenden Regen, bei winterlichen Temperaturen auf meinen paar Quadratmetern mit einer Palette und einer Hütte.

Viel Hektik um mich herum, aber wenig direkte Ansprache für mich.
Was hatte ich mich gefreut wenn ab und zu mal Besuch kam. Auch wenn ich die Sprache nicht verstanden habe, aber ein paar Lecker und Streichler hatten sie für mich.

Naja und geknipst hatten sie mich, ein kleiner Videostar durfte ich auch sein. Lange Zeit blieben diese Aktionen ohne jegliche Resonanz. Niemand interessierte sich für mich. Dabei bin ich ein toller Labrador-Mix, ein gestandener Rüde mit freundlichem Wesen, schaut mal:

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Meine Kumpels und Kumpelinen aus den Nachbarzwingern kamen und gingen, nur ich blieb.
Natürlich wusste ich nicht genau, ob es jetzt besser ist hier zu sein oder zu gehen, denn ich wusste ja nicht wohin sie gegangen sind.

Dann kam mein Tag der großen Hektik, nein… Es gab genau genommen zwei dieser Tage.
Zuerst hat mir Jemand versprochen das ich eeeeendlich gehen darf.
Gehen? Wohin denn und wann? Nun sagt doch schon...!

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Das hatte zur Folge, dass ich noch frisch entwurmt wurde, einen neuen Zecken- und Flohschutz bekam und doch wieder warten musste auf einen Reiseplatz. Lange 14 Tage, Gott sei Dank nicht länger. Da muss man dem Personal in Olbia ein Kompliment machen. Ich war komplett lückenlos durch geimpft und konnte somit täglich ausreisen.

Der zweite Hektik-Tag begann damit, dass ich in eine Box einsteigen musste, das Tor wurde geschlossen und ähm, ja, ich weiß nicht genau, ob mir das gefällt? Tausche Zwinger gegen Box war eigentlich nicht das was ich mir vorgestellt hatte.

Der Boden bewegte sich, ich wurde durch gerüttelt, ganz viele neue Geräusche und ich konnte doch nix sehen. Die blöde Box und der Kasten drum herum versperrten die Sicht.

Laut wurde es und kühl/dunkel, alle Menschen gingen weg.
Hey, Ihr könnt mich hier doch nicht in der engen Box allein zurück lassen!

Ich resignierte nicht, so sehr konnte ich mich in den Leuten, die mich all die Jahre fütterten und ärztlich versorgten, nicht getäuscht haben.

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Was soll ich Euch sagen, ich bin geflogen, so richtig mit einem ganz großen Flieger, jawoll... Ich der Vittorio!

Nach dem Flug wurde ich in eine große Halle geschoben - Immer noch in der Box, mit mir kann man es ja machen.

Mit großen Augen verfolgte ich was nun geschah. Die Box wurde auf den Boden gestellt, oh, endlich wieder festen Boden unter den Pfoten.

Äh… ja… zu früh gefreut...
Nach einem kurzen Hallo von ganz vielen fremden Menschen wurde die Box schon wieder auf ein Gefährt geladen und ich durch die Gegend geschoben. Habe ich denn gar nichts dazu zu sagen?

Okay, diesmal dauerte es nicht lange und dann ging die Tür endlich auf und... Nööö, da steige ich nicht ein, bin doch froh endlich aus der Box zu kommen.
Man hat mich einfach rein gehoben und Deckel zu... Neeee, meine Geduld ist nun echt zu Ende.

Etwa 1 Stunde hat dieser Transport gedauert und ich habe in dem Raum mit der Decke die ganze Zeit Nester gebaut, geschüttelt, gedreht, gescharrt.

Endlich, endlich war Stillstand und die Klappe wurde geöffnet. Ich durfte aussteigen... (Wäre ich aber auch, wenn ich nicht gedurft hätte, so!)

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Da stand ich nun mit 2 fremden Frauen an einem Strick in einer fremden Umgebung.
Die eine Frau ging weg und kam kurze Zeit später mit so einer schnuckeligen Malinois-Dame wieder.
Juchhuuuuu, schau mal hier, ich... *stolzier... schnüffel aufdringlich...sabber vor mich hin*

Okay, die Malinois-Dame ist Veny und bei ihr soll ich einziehen. Die war ganz schön zickig, sag ich Euch.
Ich habe meinen ganzen sardischen Charme eingesetzt, aber nein, die Dame wollte mit mir nichts zu tun haben.

Gut, mit Veny zusammen bin ich dann eine erste Erkundungsrunde im neuen Revier gelaufen. Personal habe ich auch, das erst mal kräftig durch die Gegend gezogen. Im Galopp wurde überall hinterlassen, dass ich jetzt hier im Revier bin.

Zu Hause – ja, ich habe jetzt ein Zuhause! – erwartete mich dann der erste Schock. Da stand eine kleine (öhm, vielleicht doch nicht so ganz klein) rote Furie im Türrahmen und kontrollierte, ob ich auch eintreten durfte.

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Hundekino gibt es hier auch in Form von kreischenden Nymphensittichen.
Die dürfen auch fliegen und sogar auf dem Boden spazieren gehen. Ich warne alle die es noch nicht kennen, die Nymphen haben spitze Schnäbel und zwicken auch in die Nase! Die wissen ganz genau wo es richtig weh tut und lassen so schnell auch nicht wieder los.

Nach einigen Anfangsschwierigkeiten, insbesondere in Form von übermäßiger Belästigung der Veny (aber die ist doch so toll *verliebtbin*), läuft es inzwischen zu Hause rund.

Leider musste ich noch auf Ehrlichiose behandelt werden, aber das habe ich nun auch überstanden und die Kontrolle ergab: Alles wieder Okay!

So weit also alles in Ordnung bis auf eine klitzekleine Kleinigkeit:

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Das Personal hatte sich auf einen Senior eingestellt und auch wenn ich ca. 10 Jahre bin, so zähle ich noch lange nicht zum alten Eisen.

Habe ihr das ganz deutlich gezeigt, indem ich bis zu 45 Minuten ohne Pause immer wieder in 40 m Schleppleine gerast bin (natürlich in einem gepolsterten Geschirr), zurück am Personal vorbei auf der anderen Seite in 40 m rein.

Seit diesem Tag heiße ich „Turbo-Vito“.
Habe keine Ahnung was das heißt, aber klingt melodisch.

Wir testen gerade wer den größeren Dickschädel hat, das Personal oder ich. Aktuell sind wir bei der Einschätzung „Vito hat Betonohren“… Ich sage Euch, ich gewinne *gg*

So, Ihr Kumpels und Kumpelinen da draußen in den Zwingern:
Wie Ihr an meiner Geschichte seht, aufgeben ist nicht drin. Immer fest dran glauben und dann kommt auch die eigene Couch, manchmal erst nach vielen Jahren und im Alter, aber sie kommt.

Das Personal wurde übrigens ausgesucht von www.streunerherzen.com und ich finde das haben sie ganz gut gemacht.

In diesem Sinne wünsche ich allen Zwei- und Vierbeinern, sowie gefiederten oder auch beinlosen Mitbewohnern eine schöne Adventszeit.

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Euer stolzer Sarde, jetzt NRWler, Vittorio, alias Turbo-Vito

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Das Personal und meine Veny schließen sich den Grüßen an.

09.12.2014

11.12.2014


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Oder einen Gutschein über einen Tierheimbesuch im neuen Jahr!

Niemals ein Tier verschenken, ohne zuvor gefragt zu haben, ob es erwünscht ist!!
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Alles für Euer Tier! 

  

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