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Veny

Zdravo,

mein Name ist Veny und ich bin eine Malinois-Mix-Dame von inzwischen 11 Jahren.
Geboren wurde ich in Tuszla/Bosnien und habe dort 7 Jahre meines Lebens verbracht.

Ich habe fernab jedweder Menschen gelebt und war sehr scheu bzw. misstrauisch.

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Man hat mich eines Tages eingefangen, in eine Box gesperrt, transportiert, ausgeladen, umgeladen und in ein fremdes Land auf einen Hof gebracht. Dort sollte ich eigentlich bleiben und hatte auch schon eine vierbeinige Freundin gefunden. Mit Menschen hatte ich es nicht so.

Dann kam eines Tages ein Angebot für eine Pflegestelle.
Okay, ich hatte keine Ahnung was eine Pflegestelle ist, also bekam ich es mit der Angst zu tun.

Wieder wurde ich in eine Box gesperrt, mit meiner Freundin etwa 400 km weit transportiert, dort umgeladen in ein Auto, aber ohne Box. Leider musste ich mich hier auch von meiner Freundin trennen.

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Etwa 1 Stunde dauerte die Fahrt mit der fremden Person. Sie ist einfach ausgestiegen und hat mich allein im Auto gelassen. Habe mich überhaupt nicht gerührt und ganz klein gemacht auf der Ladefläche.

Nur 5 Minuten später stand die Person wieder am Auto. Oh, sie hat mich doch nicht vergessen!
Der Kofferraumdeckel ging auf und... öhm, nee... ich quetsche mich ganz in die Ecke der Ladefläche zur Rückbank. Da steht ein riiiiiiiesiger Rüde und brummelt mich an. Neben ihm hüpft so ein Flummi auf und ab.

Nach dem ersten Schock weiß ich nun:
Die Person, die mich abgeholt hat, ist das Personal von Elias und Sury. Die beiden werden angehalten, Ruhe zu geben und Abstand zu halten.

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Ich bekomme eine neue Leine und muss aus- steigen. Zu diesem Zeitpunkt bin ich ein reines Bündel Angst.

Wir machen zusammen einen kleinen Spazier- gang, damit ich auch mal meine Geschäfte erledigen kann und die Situation sich entspannt.

Nach einer ersten Erkundungsrunde geht es  in das Zuhause von Elias und Sury.

Ach Du grüne Neune, da steht eine Katze im Türrahmen und beschnuppert mich von oben bis unten. Ich erstarre zur Salzsäule.

Nachdem das Personal geprüft hat, ob auch alle Türen/ Fenster geschlossen sind, kam meine Leine ab und ich bin direkt unter den Vogelkäfig geflüchtet.

Nun erfuhr ich auch, dass eine Pflegestelle ein Zuhause auf Zeit ist und ich hier ganz viel lernen soll. Na ja, mal sehen, ob ich das auch will.

Mein Weg war lang und mit vielen Rückschlägen gespickt. Das Personal hat 3 Monate komplettes Besuchsverbot verhängt und weitere 3 Monate durfte dann nur unser Notfall- personal ab und zu kommen.

Die Anweisung lautete:

Veny nicht anschauen, nicht anfassen, nicht annähern, sondern von selbst kommen lassen.

Draußen habe ich immer so viel Abstand wie irgend möglich zwischen die Menschen und mich gebracht. Zwischendurch gab es zwar mal Interessenten, aber denen habe ich gezeigt, was ich davon halte.

Alle Hunde vorher durften nach 2 – 4 Tagen ohne Leine laufen, bei mir klappte das leider nicht. Lange Zeit sah es aus, als wollte ich nicht mal auf meinen Namen reagieren.

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Ich mochte nicht fressen, nichts lernen, nicht angesprochen oder angefasst werden. Halsband/Leine lösen und befestigen war schon das höchste der Gefühle.
Das Personal hat mich in Ruhe gelassen, so dass ich Vertrauen fassen konnte.

Die ersten 4 Monate vergingen damit, dass ich zwischendurch immer wieder mein Geschäft in der Wohnung erledigte, mehrfach beim Tierarzt war, mehrmals entwurmt wurde.

Ganz langsam schaute ich mir bei Elias und Sury ab wie man mit dem Personal kommuniziert. Schon bald durfte ich an einer gaaaanz langen Leine laufen, damit ich den notwendigen Abstand selbst wählen konnte.

Stück für Stück wurde ich sicherer und das Personal auch. Längere Zeit ließ sie die Schleppleine zwischendurch mal los, lief vor mir weg und ich habe zugesehen, zu ihr zu kommen.

Deshalb darf ich seit Ostern 2011 ohne Leine laufen und höre sehr gut. Nach wie vor sind mir fremde Menschen suspekt, aber ich habe einige ausgesuchte, von denen ich ein Lecker annehme oder die mir auch mal kurz über den Kopf streichen dürfen. Das ist dann aber genug Nähe!

Schaut mal, ich habe mich auf meinem ersten leinenlosen Spaziergang auch direkt parfümiert:

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Nach etwa 2 Jahren im Pflegezuhause ging Sury hier im Wohnzimmer über die Regen- bogenbrücke. Mit ihrer Abreise wurde aus meinem Pflegeplatz meine Endstelle.

Das Personal hat immer „alte oder schwierige“ Hunde aufgenommen. Letztendlich blieben alle Pfleglinge, weil ein Platz durch Abreise über die Regenbogenbrücke frei wurde.

Das Personal lässt ausrichten, dass es sich lohnt, einem Angsthund ein Zuhause zu geben, wenn man die Rahmenbedingungen erfüllen kann. Man wächst mit den Anforderungen und jeder noch so kleine Fortschritt macht glücklich.

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Aktuell lebe ich mit „Turbo-Vito“ zusammen. Er hat diesen Platz bekommen, weil Elias abgereist ist, und ich habe einige Zeit benötigt, um diesen hektischen, aufdringlichen Flummi zu mögen.
Manchmal geht er mir auf den Keks, aber wenn er nicht da ist, dann suche ich ihn...
Das gebe ich aber nicht zu!

Ich wünsche allen Lesern und ihrem tierischen Anhang eine besinnliche Adventszeit.

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Eure Veny

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mit Personal und „Turbo-Vito“

24.12.2013

02.12.2014


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Oder einen Gutschein über einen Tierheimbesuch im neuen Jahr!

Niemals ein Tier verschenken, ohne zuvor gefragt zu haben, ob es erwünscht ist!!
Eltern sollten sich immer bewußt sein, daß SIE die letztendliche Verantwortung für ein Tier haben und nicht das Kind - Egal ob Hund, Katze oder Meerschweinchen und egal, was man vorher sagt!!

Alles für Euer Tier! 

  

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