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Don Carlo

Hallo,

mein Name ist Don Carlo, und ich bin ein reinrassiger Cane Corso und möchte euch meine Jugend etwas genauer Schildern.

Meine Mama und mein Papa kamen nach Deutschland und so erblickte ich am 02.05.2003 die Welt. Mann hat mich auf den Namen Manon getauft, über meine Geschwister weiß ich nur das ein Mädchen in Finnland ist, näheres ist leider nicht bekannt (eigentlich schade).

Ich wurde dann über das Internet zum Kauf angeboten, was auch leider gelang, aber zu was für einem Preis! Ich kam dann in mein neues kurzes Zuhause, mit einer Bullterrierhündin, Kind, Katze und einer schönen ländlichen Umgebung und wurde mit dem Namen Picasso gerufen. Das mein Aufenthalt von kurzer Dauer war, erzählte ich euch schon und so stand ich ein wenig später in der Sperrmüllzeitung zum Verkauf unter folgender Anzeige:

"Cane Corso, Rüde, geimpft, entwurmt, an Kinder, Katzen, Pferde u.a. Tiere gewöhnt, sehr lieb und verschmust, o. Papiere FP... tele."

Diese Anzeige, hat ein Mann (mein heutiges Herrchen) Samstags morgens nach der Nachtschicht gelesen. Da er schon eine Rottweiler Hündin (kastriert) hatte und sich für Hunde und deren Rassen interessierte wußte er was ich für eine Rasse repressentiere.

Da er neugierig auf mein Aussehen war, hat er angerufen, um mich zu sehen, da es zu diesem Zeitpunkt noch nicht so viele Vertreter meiner Rasse gab. Als sie die Türe herein-kamen, musste ich vor lauter Freude pinkeln, aber das nahm mir keiner krumm .

Ich wurde begutachtet, wegen meinem Fell meiner Art und meinem tollpatschigen verhalten, gestreichelt geknudellt und vielleicht da schon so geliebt. Nach einem längeren Gespräch und einem Abschieds Blick von mir gingen sie wieder.

Schade, dachte ich und als ich die Begegnung schon fast vergessen hatte, Klingelte es erneut und sie kamen zurück. Sie nahmen mich auf den Arm und streichelten mich wie ich es noch nie erlebt hatte, außerdem lernte ich meine neue Freundin „Ersatzmama„ Mona kennen (Rottweilerhündin).

Zum Kauf wurden meiner neuen Familie eine Quittung, mit originalem Impfpaß ausgehändigt.

Als wir Zuhause ankamen hat meine neue Familie über den Impfausweis den Tierarzt (der mich zum ersten mal geimpft hat) angerufen, das sie mich soeben gekauft hätten und sie möchten wissen ob ich wirklich ein Cane Corso bin. Es entsprach der Wahrheit und gleichzeitig kam heraus wo der Züchter wohnt und das sich meine Mama noch in seinem Besitz befindet.

Am nächsten Tag stand ein Tierarzttermin an, wobei sie verschiedene Untersuchungen machten:

Ich wurde mikrobiologisch Unterersucht da ich starken Durchfall hatte (das kam wohl daher das ich öfters meinen Urin und Kot gefressen habe) dadurch kam es zu einer Andauerden Entzündung. Außerdem wurden Druckschmerzen an den Röhrenknochen festgestellt, dazu kam noch die Unterernährung von 14 Kilo, also in einem schlechten Allgemeinzustand.

Meine Familie machte sich daran, den Kontakt zum Züchter herzustellen und ihn über den Kauf zu informieren, was auch gelang. Sie besuchten mich, in meinem schlechten Zustand, bei meiner neuen Familie ihr wurde der originale Chip der auf den Namen Manon ausgestellt ist ausgehändigt. Der Chip wurde beim nächsten Tierarztbesuch im Zusammenhang mit der,

Impfung mit verabreicht. Papiere würden wir auch noch bekommen und er sieht wirklich schlecht aus, aber sonst nichts, gegen den Vorbesitzer ist bis heute nichts unternommen worden. Da wir jetzt im Besitz eines Cane Corso sind, wurde er ordnungsgemäß bei der Gemeinde angemeldet und versichert.

Nachdem er an Gewicht zunahm und keine Schmerzen mehr hatte, stand ein Besuch beim Züchter an, die Autofahrt dahin ging mit genug Handtücher und Zwischenstopps ansonsten gut aus. Als wir dort waren, erkannte er sofort seine Eltern wieder und wir machten Bilder von dem Familientreffen was uns bis heute in guter Erinnerung ist.

Wir hätten uns eigentlich mehr Unterstützung, Hilfe, Futter, Tipps, Ratschläge, und vor allem Verständnis für das was der Kleine mitgemacht hat erhofft! Nachdem wir wieder zuhause waren machte sich meine Familie daran, mich mit allen Dingen vertraut zu machen und vor allen Dingen, mich zu erziehen. Es wurden verschiedene Hundebücher gekauft und gelesen und so kam auch mein neuer Name:

Don Carlo

Aber nicht nur mein Name änderte sich, über Ernährung, Erziehung, Ausstellungen, Verhalten sowie Geschichtliches, usw. (da es hier noch kein deutsches Buch über die Rasse Cane Corso gibt) wurde sich informiert, das Internet war sehr hilfreich. Außerdem wollen wir die Mithilfe von Mona nicht vergessen, die ihn voll und ganz akzeptiert hat.

Nachdem er Sitz, Steh, Platz, Bleib verstand und verträglich wurde, gingen wir auf unsere erste Ausstellung. Unterstützt wurden wir von der damaligen Freundin vom Züchter. Wir machten uns keine allzu große Hoffnungen, aber sie unterstützte uns, alle waren wir so angespannt und nervös.

Und als dann endlich unsere Nummer aufgerufen wurde, rutschte meinem Rudelführer das Herz in die Hose, mit ein paar Fehlern beim Laufen und beim Hinstellen verließen wir den Ring. Alles war so aufregend, andere Hunde, viele Menschen Gerüche und dann auch noch die Benotung:

Offenburg 13 / 14 März 2004
Jugendklasse : SG 1 BOB Jugendsieger / Ortenau

Die Freude war unglaublich, und ich bekam einen ganzen Ring Fleischwurst nur für mich alleine. Dann durfte ich wieder Hund sein, mit ausgedehnten Spaziergängen, schwimmen im See, ausführliches Schmusen, usw.

Die nächste Ausstellung fand in der Schweiz statt, wo wir die freundliche Unterstützung von der Freundin, das letzte mal hatten. Zwischen zeitlich, waren auch meine Papiere aus Italien gekommen. Darauf nahm mein Rudelführer alles selber in die Hand und so übten wir, spielten und übten wieder und mit viel Liebe und Gefühl starteten wir wieder einen Versuch. Der auch gelang und so errang ich in:

Hannover 6 / 7 November 2004
Offene Klasse: V 1 BOB und meine erste Anwartschaft auf den Titel "Deutscher Champion" (VDH)

Aber was nutzten uns die tollen Resultate, von den Ausstellungen, wenn der Züchter sie nicht veröffentlichte. Er veröffentlichte lediglich ein paar Bilder die wir ihm schickten und das er wieder gewonnen hätte.

Das er jetzt gesund lebt und eine Familie hat und vor allen Dingen Freude am Leben hat, kommt nirgendwo vor und so machte sich mein Rudelführer daran, mir eine Internetseite über mich und mein Leben zu machen. Angefangen hat es mit den Fotos vom Einzug ins neue Heim, bis zu den Ausstellungen und Freizeit von mir Nach langem hin und her, wurde eine Seite für mich, mit allem was dazu gehört entworfen.

Und Dank freundlicher Unterstützung von Freunden die Carlo`s Geschichte kennen, wurde meine HP ins Leben gerufen.

Zwischen meinen Ausstellungen, liege ich gerne auf meiner Terrasse und schaue mir aufmerksam mein Umfeld an, mein Genuss aber besteht darin, jeden Sonnenstrahl zu erhaschen und darin ausgiebig zu baden.

Sollten wir auf eine Ausstellung gehen, wird jetzt immer meine große Box mitgenommen, in der ich auch mal meine Augen zu machen kann wenn es mir paßt. Außerdem wird immer darauf geachtet, daß ich genug Freizeit zwischen meinen Ausstellungen habe, um mein jetziges Leben in vollen Zügen genießen zu können.

Jetzt wird sich vielleicht mancher Mensch fragen warum meine Familie das alles für mich macht, und sich so für mich einsetzt, bin ja nur ein Hund ?

Sie findet, das ich nicht nur den nötigen Respekt verdient habe, sondern auch die Achtung, Liebe und alles was dazu gehört vor allen Dingen aber die Anerkennung als Lebewesen!

"Denn wir Menschen zogen vor vielen Jahrtausenden den Hund von seinem Raubtier-Dasein zu uns heran, was er in unser Gesellschaft wurde, ist gleichermaßen unser Verdienst und unsere Schuld- in jedem einzelnen Fall, bei jedem Hundeschicksal."
 Paul Eipper

Mein Alltag beginnt jetzt jeden Morgen mit einem großen Spaziergang wo ich mit Mona durch das noch leere Feld streife. Wenn wir nach Hause kommen gibt es dann erstmal Frühstück und danach muss ich mich erst einmal wieder ausruhen und ein wenig dösen.

Gegen Mittag bin ich für jeglichen Unfug zu haben (am liebsten spiel ich mit Mona Fußball). Nachmittags geht`s dann mit Herrchen und Frauchen in die Stadt, oder mit meinen Freunden zum toben ins Feld. Im Sommer wenn es sehr heiß ist fahren wir zum Baden an den See. Wenn es mal mit dem See nicht klappt, geht´s ins Feld, dort haben wir einen tollen Bach mit Sprungschance für Mona (der Bach ist natürlich so tief, das sich niemand verletzt, und wir können alle schwimmen). Manchmal kommen auch ein paar Nachbarskinder mit an den Bach dann wird´s erst richtig lustig.

Nach ausgiebigen toben und Spielen hab ich dann erstmal richtig Hunger. Einmal in der Woche holt Herrchen vom Metzger ein großes Packet, das ich dann wie Weihnachten und Ostern zusammen (und das jede Woche !).

Abends liege ich gerne mit Herrchen und Frauchen vor dem Fernseher oder kuschel mit Mona noch ein bißchen. Natürlich gehen wir nach solch anstrengenden Tagen auch früh ins Bett, also Licht aus und gute Nacht !!!

Heute denke ich „Schön ist es auf dieser Welt„

Viele Grüße euer Don Carlo

© Günther
 

15.12.2005

17.12.2005


weihnachtstiere

Oder einen Gutschein über einen Tierheimbesuch im neuen Jahr!

Niemals ein Tier verschenken, ohne zuvor gefragt zu haben, ob es erwünscht ist!!
Eltern sollten sich immer bewußt sein, daß SIE die letztendliche Verantwortung für ein Tier haben und nicht das Kind - Egal ob Hund, Katze oder Meerschweinchen und egal, was man vorher sagt!!

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