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Fenja

Am 13. November 2002, also vor drei Jahren, fuhren wir mit unserer alten Hündin Angie ins Tierheim, um uns einen weiteren Hausgenossen auszusuchen. Als man dort einen Raum öffnete, in dem ein paar kleine bis halbhohe Hunde waren, wuselten die durch die Gegend, aber nur eine Hündin lief sofort zu Angie hin, beide beschnüffelten sich und wedelten freudig. Dann wurden diese Hunde wieder zurück gebracht und die nächste Gruppe kam heraus.

Angie reagierte auf keinen dieser Hunde, und es nahm auch von ihnen keiner Notiz von Angie. Also bat ich, noch einmal die erste Gruppe heraus zu lassen und sofort lief diese kleine goldbraune Hündin mit den kurzen Beinchen und dem ellenlangen Rücken wieder zu Angie, und wieder wedelten beide freudig.

Während sie sich noch beschnüffelten erzählte man uns, Fenja käme aus Portugal, sei eine ehemalige Straßenhündin, wäre jetzt seit ca. 4 Wochen im Tierheim. Einmal sei sie schon vermittelt gewesen an ein junges Paar, das auch Katzen im Haus hält. Nach zwei Tagen hätte man Fenja zurückgebracht mit der Begründung, sie würde in die Wohnung pullern.

Wir machten dann mit den beiden einen Spaziergang und mir gefiel es sehr, wie sanft und vorsichtig mein altes, immerhin über 15jähriges Mädchen, von Fenja begleitet wurde. Als wir zurückkamen vom Spaziergang wollte man Fenja wieder  einsperren aber ich sagte, dass wir sie auf jeden Fall mitnehmen würden.

Zuerst meinte man, das sei nicht möglich, ich müsse erst noch einmal kommen um Fenja besser kennen zu lernen, aber da ich mit ein paar Leuten, die im Tierheim ehrenamtlich mitarbeiten eng befreundet bin, nannte ich deren Namen und sagte, sie könnten auf jeden Fall bestätigen, dass wir schon immer Hunde aus dem Tierschutz hatten und dass es ihnen bei uns sehr gut geht. Also wurde ein Vorvertrag ausgefüllt … und Fenja kam mit uns.

Sie hat dreimal in die Wohnung gemacht (das nur als Bemerkung wegen dieser Leute, die Fenja bereits nach zwei Tagen wieder ins Tierheim gebracht haben), und dann nie wieder.

Angie, altersbedingt fast blind, völlig taub, lebte durch Fenja wieder auf … sie nahm wieder viel mehr am Familienleben teil, sie rannte manchmal sogar mit Fenja durch den Garten und ließ sich von Fenja zum Spielen motivieren. Aber immer war Fenja sehr sanft und ganz vorsichtig mit ihrer alten, wackeligen Kameradin.

Leider hatten die beiden nur fünf gemeinsame Monate, dann ging mein Angie-Engelchen über die Regenbogenbrücke. Aber die Tatsache, dass es Angie war, die sich am 13. November im Tierheim für Fenja entschieden hatte, macht Fenja für mich noch viel wertvoller.

Und nun feiern wir bereits Fenjas dritten Jahrestag bei uns … und auch ihren 5. Geburtstag. Wir hoffen, dass dieses goldbraune kleine Zauberwesen noch viele Jahre unser Leben bereichert und verschönert. Wie sehr ich an ihr hänge, wie sehr ich sie liebe, kann ich in Worte gar nicht fassen.

Sie ist ganz einfach UNSER Mädchen. Und Angie schaut vom Land hinter der Regenbogenbrücke herab und freut sich, dass sie DIE ABSOLUT RICHTIGE UND PASSENDE Nachfolgerin ausgewählt hat.

© Ursula Mirth

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02.12.2005


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