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Leo

Im Juni 2004 surften wir durch das Internet, wir besuchten die Seiten verschiedener Tierschutzorganisationen und kamen so über verschiedene Links auf die Seite der Hundehilfe Ibiza.

Diese Organisation kümmert sich allerdings nicht nur um die Tiere in Ibiza, sondern seit den Olympischen Spielen auch verstärkt um die Hunde in Athen.

Gleich auf der Startseite stand er – Napoleon – ein Labrador Mix, den keiner wollte.

Er war der dringende Notfall und sein Blick auf dem vorhandenen Foto ging uns mitten ins Herz.

Napoleon hatte das typische Schicksal eines Athener Strassenhundes - ein Hund, ausgesetzt, angefahren und liegen gelassen.

Mit seinen Verletzungen muss er sich etliche Tage noch durch die Lande geschleppt haben, er war halb tot und bis zum Skelett abgemagert. So fand eine Tierschützerin ihn und brachte ihn zu Frau Ranja.

Frau Ranja betreibt aus eigener Kraft mit ihren kleinen bescheidenen finanziellen Mitteln eine Auffangstation, in der die Ärmsten der Armen sitzen. Hilfe erhält sie dort u.a. vom Verein Hundehilfe Ibiza, der alles nur Mögliche versucht, um die Tiere dort gut zu vermitteln.

Frau Ranja pflegte Napoleon so gut es geht und versuchte, den Hund aufzupäppeln. Das Becken des Hundes war durch den Autounfall stark in Mitleidenschaft gezogen, er hinkte stark und hatte Probleme beim Laufen.

Er begann sich allerdings langsam zu erholen, nahm zu, wurde aber aufgrund seiner Behinderung von anderen Hunden gemoppt.

Die Tiere der Auffangstation werden so gut es geht versorgt, aber oft kommt es zu Streitereien und Beissvorfällen, weil die Lage aufgrund der vielen Tiere doch sehr angespannt ist.

In dieser Situation bekam Frau Ranja Besuch aus Deutschland, Besuch vom Verein der Hundehilfe Ibiza.

Napoleon und seine Geschichte gingen den Tierschützern so zu Herzen, dass sie sich schworen für ihn ein Zuhause zu finden. Sie setzten ihn auf ihre Internet Seite und so stolperten wir über Napoleon.

Großer schwarzer Rüde und behindert – die Tierschützer rechneten sich kaum Vermittlungschancen aus.

Aber wir wollten ihn ….vom ersten Augenblick an.

Ein Anruf unsererseits wurde getätigt und brachte den Anstoss zur Vermittlung. Wir hatten bereits 2 Hunde aus dem Tierschutz und eigentlich war uns das mehr als genug. Aber Napoleon und sein Schicksal ließen uns nicht mehr los.

Er bekam von der Orga den Mittelmeercheck, wir das Ok als Stelle und nun warteten wir gespannt auf den Flug nach Frankfurt, der uns Napoleon bringen sollte. Wir empfingen ihn dank einer Fahrkette in Kassel und was sollen wir sagen…der Hund stolperte aus dem Auto und direkt in unser Herz.

Wir fuhren mit ihm nach Hause und dank guter Vorarbeit klappte die Integration Leos, wie wir ihn nannten, in unsere Familie ohne Probleme.

2005 bekamen wir weiteren Familienzuwachs in Form unserer Tochter Maria. Leo liebt sie abgöttisch und die beiden sind unser Dream- Team.

Alle unsere Hunde lieben wir, aber es gibt Hunde, die stehen dem Herzen immer ein wenig näher. Und ein solcher Hund ist Leo für uns – aufgrund seiner Geschichte, aufgrund seines Wesens.

Der Hund hat einen Traumcharakter und die Tatsache, dass dort noch viele Hunde sitzen, die einen“ Leo Charakter“ haben, macht uns sehr traurig.

Es gibt Hunde, die warten jahrelang auf eine Vermittlung, es gibt Hunde, für die gab es noch nie Anfragen.

Wir versuchen Leuten, die sich einen Hund zulegen wollen, immer auch nahe zu legen, dass es  viele Tiere aus dem Tierschutz gibt, die ein Zuhause brauchen.…und das oft ganz dringend.

Deshalb ist es unser Weihnachtswunsch: Vergesst diese Tiere bitte nicht!

© Peter
 

12.12.2005

14.12.2005


weihnachtstiere

Oder einen Gutschein über einen Tierheimbesuch im neuen Jahr!

Niemals ein Tier verschenken, ohne zuvor gefragt zu haben, ob es erwünscht ist!!
Eltern sollten sich immer bewußt sein, daß SIE die letztendliche Verantwortung für ein Tier haben und nicht das Kind - Egal ob Hund, Katze oder Meerschweinchen und egal, was man vorher sagt!!

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