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Mia

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Ich bin die Mia, auch Motte genannt, und ich will Euch kurz meine Geschichte erzählen.

Aufgewachsen bin ich in Frankreich, an einer Kette. Dort bin ich so viel gewachsen, dass die Kette in meinem Hals fest wuchs und als dann Menschen kamen und mich be- freiten, musste die Kette beim Tierarzt entfernt werden. Da war ich so etwa 1 Jahr alt.

Die Menschen, die mich befreit hatten, brachten mich in ein großes Hunderudel. Dort war keiner so richtig nett zu mir, ich wurde nicht ans Futter gelassen und von allen gemobbt. Vielleicht lag es daran, dass ich die Hunde- sprache nicht richtig beherrschte?

So lebte ich also einige Zeit in dem Hunderudel, bis die Retriever-Hilfe auf mich aufmerksam wurde.

Eigentlich habe ich glaube ich keinen Retriever in meiner Ahnenreihe, aber die sagten, dass das egal sei, weil ich so jämmerlich aussah. Deswegen haben sie mich mitgenommen.

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Im Februar 2006 kamen also andere fremde Menschen (die Menschen von der Retriever-Hilfe, wie ich jetzt weiß) und nahmen mich mit nach Deutschland. Das war eine sehr lange Fahrt und ich war sehr müde und sehr verstört und außer- dem absolut hungrig, als ich ankam. Ich wurde ausgeladen, gemeinsam mit einer anderen Hündin und dort sah ich ihn zum ersten Mal: Malle. Ein großer, grauer Rüde, der mir, wie alles andere, sehr viel Angst machte.

Mit dem Malle bin ich dann in eine Wohnung gefahren, gemeinsam mit Malles Menschen, der mir noch mehr Angst machte, der aber Hundebonbons hatte.

Sina (Malles Mensch) sagt, wir haben eine sehr schwierige Zeit durchgemacht und das finde ich auch. Ich wusste nicht, wie ich mich in einer Wohnung zu benehmen habe, konnte nicht durch Türen gehen, wusste nicht, wo ich mein Geschäft machen sollte und Treppen gingen auch gar nicht. Und außerdem hatte ich Angst, dass der Malle mich anfällt, von Sina mal ganz zu schweigen.

In den ersten Tagen habe ich die Geduld beider auf eine harte Probe gestellt, das weiß ich jetzt. Weil ich mich nicht traute, mein Geschäft draußen zu erledigen, es aber ja nun irgendwann sein musste, habe ich Malles Decken genutzt.

Malle hat mir aber trotzdem nichts getan, er hat nur seinen Korb besetzt und Sina daraus entsetzt angestarrt, wenn ich mich erleichtert habe. Und da ich so aufgeregt war, musste ich ziemlich oft...

Sina hat kommentarlos die Decken eingesammelt, wenn ich fertig war und war auch gar nicht böse mit mir.

Am zweiten Tag dann habe ich mir ein Herz gefasst und mir den Malle, der mich ja immer noch nicht angefallen hatte und mir nicht mal Bonbons weggenommen hatte, genau angeschaut - von der Nasen- bis zur Schwanzspitze und zurück. Und ab da fand ich ihn toll! Malle war der erste Hund, der richtig nett zu mir war!

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Mit Malle konnte ich alles lernen und er hatte immer so viel Geduld. Sina sagt, dass er in der Zeit gar nicht ihr Hund war, weil er so weise und vernünftig war, aber so ist er, mein Malle!

Erstmal hat er mir gezeigt, wie ich draußen mein Geschäft erledige. Erstmal im Garten, weil das richtige Draußen doch noch zu viel für mich war.

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Er hat mir gezeigt, wie ich die Treppe über- winde, wie ich Wäschekörbe in der Wasch- küche umrunde, ohne dass sie mich anfallen, was ein Telefonklingeln ist und wie hund es von dem Türklingeln unterscheidet.

An Malle konnte ich mich immer anlehnen, wenn ich Trost brauchte oder auch, wenn ich einfach etwas brauchte, auf dem ich meinen Kopf ablegen konnte.

Ich habe vier Monate mit dem Malle zu- sammengelebt und Sina sagt, ich bin in der Zeit vom Angsthasen zum Hund geworden.

Im Nachhinein glaube ich, beinah alles, was ich bei Malle und Sina gelernt habe, hat Malle mir beigebracht. Sina habe ich nicht getraut, wenn sie gesagt hat, das Wipptierchen auf einem Spielplatz keine Hunde fressen, die hat das irgendwie nicht richtig rübergebracht.

Der Malle aber, der ist da mutig hin und hat sie sich angeschaut und dann konnte ich das auch.

So ging es mit vielen Dingen. Es gibt nur eine Sache, die hat die Sina mir beigebracht und das kam so:

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Der Malle schwimmt sehr gerne und er hat dabei auch viel Spaß. Er springt mutig ins Wasser, er taucht und macht alles solche Dinge. Ich hatte eigentlich Angst vor Wasser, aber da die Wipptierchen auch letztendlich nicht gefährlich waren, habe ich dem Malle vertraut.

Ich bin also vorsichtig ins Wasser gewatet, ganz langsam, Schritt für Schritt. Und als ich bis zum Bauch drin stand, habe ich tief Luft geholt, Malle noch einmal angeguckt und bin genau so rein gesprungen, wie er vorher... Dann war überall nur noch Wasser und ich habe gestrampelt und Luft konnte ich auch nicht mehr holen. Sina hat mich gerufen und an der Schleppleine gezogen, damit ich die Richtung wiederfinde.

Das habe ich dann auch und alle sagen, ich hätte sehr erleichtert ausgesehen, als ich wieder festen Boden unter den Füßen hatte. Danach hatte ich erstmal keine Lust mehr auf Wasser, keine Ahnung, was der Malle sich bei sowas denkt!

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Als es wärmer wurde, ist Sina mit mir zusammen ins Wasser, aber wir haben das ganz langsam gemacht und ich konnte selber entscheiden, wie weit ich rein möchte. So habe ich gelernt, wieder ins
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Wasser zu gehen. Den Malle, der auch dabei war, habe ich dabei lieber nicht beachtet, ich hatte Angst, dass er mir wieder was zeigt, wobei ich untergehe. Also habe ich mich nah an Sina gehalten, die sah nämlich nicht so aus, als wenn sie untergehen wollte, ebenso wie ich.

Ich habe also vier Monate ganz viel gelernt und den Malle sehr lieb gewonnen und mich auch an Sina gewöhnt, so dass sie nicht mehr völlig austauschbar war. Zu Anfang dachte ich, Mensch wäre gleich Mensch, aber so ist das gar nicht!

Heute habe ich einen eigenen Menschen, eine ganze Familie sogar. Die sind super, bei denen habe ich auch viel gelernt. Und von den Welpen in der Hundeschule auch, aber das ist eine andere Geschichte.

Aber manchmal fahre ich den Malle und die Sina noch besuchen und das ist dann, als wenn ich nie weg gewesen wäre!

Viele Grüße
Eure Mia

07.12.2009

09.12.2009


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