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Quitschie & Frieda

Doppeltes Zwergenglück

Seit meiner Kindheit träumte ich von der Haltung von Degus. Faszinierende kleine Tierchen mit einer spannenden Sozialstruktur.

Die räumliche Wohnsituation ließ nun endlich einen geräumigen Käfig zu, also wieder einmal über die Anforderungen informiert. Nach Käfigen gesucht, mit Tierschutzvereinen kommuniziert und über privat sogar jemanden gefunden, der einen selbstgebauten Käfig mit drei Degus abgeben möchte.

Nur einen Haken hatte die Sache:
Der Partner ist nicht einverstanden, so viel Platz so kleinen Tieren zu opfern.
Auch die Nutzung sämtlicher Überredungskünste über Monate nutzten nichts. Wenn die Tiere nur nicht so viel Platz einnehmen würden, wär er wohl einverstanden. Aber das kann man den Tieren nicht zumuten.

Das hieß, sich mal wieder vom Traum der Degus zu verabschieden.
Dennoch konnte ich es nicht sein lassen, weitere Anzeigen diesbezüglich im Netz zu suchen und zu lesen und stolperte über eine Anzeige mit zwei dschungarischen Zwerghamstern. Abzugeben mitsamt Minigitterkäfig aus Zeitmangel. Da mein Freund auf die Frage, ob er denn einen Hamster genehmigen sei, nicht antwortete, wertete ich das als Zustimmung.

Einen geeigneten Hamsterkäfig besaß ich sogar noch, also perfekt.
Bei der Kontaktaufnahme mit der Besitzerin stellte sich heraus, dass die beiden möglichst schnell abgegeben werden sollten und sie nicht handzahm seien.
Kein Problem, also fix die Hamstergrundausstattung zusammengekauft und mit einer Transportbox zum Abholen gefahren. Warum ich den Käfig nicht gut finden würde, wurde nicht verstanden. Die Hamster kletterten doch angeblich so gern an den Gitterstäben empor und durch die engen Plasteröhren. Beim Umsetzen der

Tiere wurde mir noch mitgeteilt, dass eine öfters fiept und quietscht und woran man die beiden Damen unterscheiden kann: eine hätte ein dunkleres Hinterbein als die andere, was man natürlich nur durch Herausnehmen und Langstrecken der Hinterbeine erkennt. Ähm ja, alles klar. Keine weiteren Fragen, warum die Hamster nicht handzahm sind...

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Zu Hause angekommen, den Käfig aus dem Keller geholt und... oh je... Er hatte Feuchtigkeit gezogen und war teil- weise angeschimmelt. Schadensbegrenzung unmöglich.
Mist!
Also stattdessen eine möglichst große Kiste suchen und erstmal ein provisorisches Gehege gebaut.

Auf der Suche nach einem passenden, artgerechten Gehege zum Glück recht schnell fündig geworden, den ich zwei Tage später abholen konnte. Für die Hamster ein Traum, erschreckenderweise allerdings bisher für Meerscheinchen genutzt, für die ganz sicher ein Albtraum, da für solche Tiere viel zu klein!

So konnten meine süßen Zwerghamster Quitschie und Frieda endlich ihr schön einge- richtetes, großes Domizil beziehen.

Mein Partner grummelte immer weniger vor sich hin, da die beiden tatsächlich sehr putzig waren. Außerdem von wegen nicht handzahm: beide waren von Anfang an neugierig, wenn auch schreckhaft, nahmen aber Leckereien aus der Hand und trauten sich auch schnell auf die flache Hand.

Unterscheiden konnte man die beiden auch gut, sowohl vom Aussehen her als auch vom Verhalten her. Eine war pummeliger, dafür bewegungsfreudiger und schreckhafter. Die andere war die schlankere und in allem etwas entspanntere.

Beide Tiere kamen gut miteinander zurecht, schliefen mal zusammen in einer Ecke, dann wieder jeder für sich. Doch tatsächlich quietschte die eine Hamsterdame immer wieder herum, was eigentlich für ein Unwohlsein spricht.
Die darauf folgenden Tage nahm das Quietschen immer mehr zu. Ich konnte beobachten, dass sich die schreckhaftere Hamsterdame immer mehr von ihrer Schwester gestört fühlte, auch wenn diese nur an ihr vorbei lief. Es kam dann zu Keilereien, zum Glück ohne Verletzungen.

Es nützte nichts, ich musste mir eingestehen, dass die beiden Tierchen scheinbar doch lieber Einzeltiere sein wollten.
Eine Verwandte von mir überlegte schon seit einem halben Jahr, ob sie sich nicht ein Kleintier wie Rennmäuse zulegen sollte. Da ich sie schon im Vorfeld ein bisschen über Rennmäuse, Mäuse und Hamster beraten hatte, fragte ich sie kurzerhand, ob sie nicht spontan einen von beiden Hamsterdamen haben möchte.
Tatsächlich! Was für ein Glück.

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Also besorgte auch sie sich einen großen, geräumigen Hamster- käfig und entschied sich für die zahmere Hamsterdame Frieda.

Nun sind fast 1 1/2 Jahre vergangen und beide Hamster ge- nießen noch glücklich ihr Einzelhamsterdasein.
Die mir verbliebene Hamsterdame tauften wir "Quietschie", weil sie schließlich bei jeglichem Missfallen quietschte... Blöd nur, dass sie nach dem Auszug ihrer Schwester nicht mehr quietschte. Den Namen durfte sie trotzdem behalten.

Mittlerweile hat Quietschie zwar einen Tumor, der sie aber in ihrer Lebensqualität nicht einschränkt. Allerdings merkt man ihr an, dass sie eine ältere Dame wird und ich schaue spätestens einen Tag, nachdem sie sich nicht hat blicken lassen, in ihren selbstgegrabenen Höhlengängen nach. Dort schaut sie mich dann ziemlich verschlafen an und lässt sich mit gereichten Leckerbissen herauslocken.

Für weitere Furore hat sie in ihrem Leben bei uns schon reichlich gesorgt. So brach sie mehrmals aus ihrem oben offenen Käfig aus und erkundete unser Wohnzimmer, richtete sich einmal häuslich hinter unserem Bücherregal ein, welches wir dann nach zwei Tagen ausräumten und zur Seite rücken mussten.
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Bei ihren Ausflügen wurde sie erstaunlicher. weise nicht von unserer Hündin gefressen, die sonst auf dem Feld ziemlich kurzen Prozess mit Nagetieren macht, sondern wunderbar ange. zeigt, sodass ich sie an der richtigen Stelle hinter den Büchern des Regals befreien konnte.

Die "verschenkte" Schwester zeigt sich nach wie vor von ihrer besten Seite und fordert von ihren Besitzern ihren allabendlichen Auslauf in der gesamten Wohnung.

Wir hoffen, dass beide Hamsterdamen ihren Hamsterlebensabend gesund genießen dürfen und uns noch viel Freude bereiten.
Wir sind jedenfalls glücklich, für beide ein schönes Leben ermöglichen zu können und zu beobachten, wie individuell selbst diese kleinen Zwerghamster sind.

06.12.2015

08.12.2015


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Oder einen Gutschein über einen Tierheimbesuch im neuen Jahr!

Niemals ein Tier verschenken, ohne zuvor gefragt zu haben, ob es erwünscht ist!!
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Alles für Euer Tier! 

  

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