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Hector, Josie, Motte & Abbey

So, dann erzähle ich euch auch mal ein bisschen was aus meinem Leben...

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Ich bin ein schwarzer Labrador Retriever, 9 Jahre alt und heiße Hector.
Ich kam mit ungefähr 3 Monaten zu meinem Frauchen.

Die Zeit davor war nicht besonders schön...
Ich kam von einem Mann, der mich und die vielen anderen Hunden möglichst günstig verkaufen wollte. Wir waren ihm völlig egal, wurden nur im Keller und auf verlassenen Höfen gehalten... So erging es mir und den anderen Hunden dort nicht besonders gut.

Mein Frauchen hat mir erzählt, dass man so Menschen wie ihn „Vermehrer“ nennt.
Leider gibt es immer noch viele Menschen, die Hunde bzw. Tiere allgemein über Internetportale u.ä. kaufen, ohne sich vorher zu informieren oder anzuschauen, wo die Hunde herkommen. Bei mir und meinen Geschwistern hätte sich eigentlich jeder wundern müssen, dass z.B. meine Mutter nicht da war.
Und auch sonst nichts, was für eine seriöse Zucht spricht.

Ganz davon abgesehen, dass man für so einen Spott Preis keine Hunde mit Papieren bekommt. Er hat uns nämlich zum Teil auch mit Papieren verkauft, allerdings waren die alle gefälscht. Und dass die nicht echt sind, hätte jeder sehen können.
Aber manche Menschen wollen sowas scheinbar nicht sehen... Und wundern sich, dann wenn die Hunde plötzlich krank und/oder verstört sind.

Es wurden früher schon viele Hunde dort beschlagnahmt, leider mussten manche auch eingeschläfert werden, weil ihr Zustand so schlimm war...  Deswegen darf der Mann eigentlich auch gar keine Hunde mehr halten. Aber leider versteckt er die Hunde jetzt nur noch besser und es gibt scheinbar immer noch Menschen, die dort Hunde kaufen... Auch wenn das für mich unbegreiflich ist.

Ich hatte wohl aber Glück im Unglück:
Ich war scheinbar so verstört, dass er mich nicht sofort losgeworden ist und ich von dort fliehen konnte. Als ich dann gerettet wurde, hat der Tierarzt mir kaum Chancen zugetan, weil ich so voller Würmer war, dass man sie schon fühlen konnte und mein Bauch total aufgebläht war.

Ich hatte von Menschen bis dahin nur schlechtes erfahren und nichts kennen gelernt, sodass ich vor allem Angst hatte... richtige Angst. Über Umwege bin ich dann zu meinem Frauchen gekommen.
Da habe ich mich direkt so sicher gefühlt, dass ich da auch geblieben bin, auch wenn es eigentlich anders geplant war.

Frauchen hatte viel Verständnis und hat mir Zeit gegeben.
Am Anfang konnte ich mich zum Beispiel draußen vor lauter Angst auch gar nicht lösen, das hat ziemlich lange gedauert. Ich wollte immer nur zwischen Frauchens Beinen laufen und war total angespannt... Irgendwann habe ich dann aber gemerkt, dass ich in Sicherheit bin und es ganz viel zu erkunden gibt.

Frauchen hat auch viel trainiert, über positive Verstärkung und so. Da musste ich nie Angst haben, konnte mich entwickeln und habe immer Spaß beim Lernen!
Ein bisschen unheimlich ist es draußen manchmal zwar immer noch, aber das meistere ich mittlerweile mit links. ;)
Ich habe gemerkt, dass die meisten Menschen lieb sind und mir nichts mehr passiert.

Leider habe ich ziemliche Gelenkprobleme, meine Hüfte ist kaputt, ich habe Arthrose... Deswegen musste ich schon dreimal operiert werden, aber damit kann ich auch gut leben.
Dazu kommen noch ein paar andere gesundheitliche Dinge... aber wie gesagt, bei meiner schlechten Herkunft ist das wohl kein Wunder.

Aber genug zu mir, ich will euch nämlich auch noch andere vorstellen:

Josie kam dazu als ich ca. 2 Jahre alt war und wir haben uns sofort verstanden. Sie kam mit ca. 5 Monaten aus Portugal und ist eine Mischlingshündin.

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Ich bin ja eher ein ruhiger Typ, sie dagegen ist, was soll ich sagen... einfach ein totaler Wirbelwind!

Als sie kam sah sie ein bisschen aus wie ein Zebra, zumindest auf einer Seite.
Lauter Streifen, vermutlich weil sie auf einem Grill lag. Auf dem Rücken wurde sie auch verbrannt, da hat sie immer noch zwei runde kahle Narben.

Sie wurde schon als Welpe mit den Wunden in einer Tötungsstation abgegeben. Viel mehr weiß man gar nicht, aber solche Verletzungen passieren nicht einfach so oder „aus Versehen“...
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Dann ist ihr nach einer OP auch noch die Bauchdecke auf- gerissen...

Also wie ihr merkt, hat auch sie ganz viel Schlimmes erlebt.
Anfangs war sie aber gar nicht so ängstlich; sie hat wohl etwas länger gebraucht, um das alles zu verarbeiten.
Sie hat mit 1,5 Jahren plötzlich immer so Panikattacken bekommen...
Zwischendurch war es dann mal ganz schlimm, aber mittlerweile ist es wieder viel besser.

Meistens würde man niemals denken, dass sie so was erlebt hat, oder auch dass sie so ängstlich sein kann. Da ist sie einfach ein totaler Gute-Laune- Strahle Hund, der draußen herum rast, total neugierig ist und an allem Spaß hat. Dann gibt’s aber auch Tage, da möchte sie ohne erkennbaren Auslöser gar nicht raus.

Aber wie gesagt, sie hat sich im letzten Jahr unglaublich gemacht!
Nur Silvester und Gewitter ist immer ganz doof... Aber das kann ich verstehen, macht ja auch nur Lärm und keiner weiß wieso.

Und alles am Körper mag sie nicht. Also z.B. Geschirr findet sie blöd. Richtig schlimm ist auch sowas wie Zecken ziehen, Wolfskrallen schneiden oder Untersuchungen beim Tierarzt. Da hat sie auch immer Panik, obwohl Frauchen so was übt...
Aber bei der Vergangenheit ist es wohl auch kein Wunder, dass sie am Körper so empfindlich ist.

So... und dann im April 2014 kam dieses kleine „Ding“. Kleiner wie eine Katze, wusste ich anfangs gar nicht was ich damit anfangen soll.

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Hat wohl auch nicht nur schöne Zeiten davor gehabt und Frauchen hat immer erzählt, sie wäre nur vorübergehend da. Frauchen hat zusammen mit ihrer Vorbesitzerin eigentlich ein neues Zuhause gesucht...

Gar nicht so einfach bei so was Kleinem. Da denken wohl viele, dass es gar kein Hund ist sondern suchen nur ein Accessoire. Dabei hat sie ganz schön viel Power und hält locker mit uns mit.

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Na ja.. Dann gab es Interessenten, aber nach dem ersten Treffen fing Motte, so heißt sie übrigens, plötzlich ganz komisch an zu gucken, konnte sich nicht mehr halten und fiel immer zur Seite...
Frauchen kannte das vom Menschen und meinte, sie hätte einen epileptischen Anfall.

Na ja, die lange Fassung spare ich mir jetzt mal... Das Wichtigste natürlich ist, dass es ihr gut geht. Sie bekommt jetzt Medikamente und hat zwar manchmal noch so komische Phasen, aber das hört dann auch schnell wieder auf.
Das Ende könnt ihr euch ja bestimmt denken, sie gehört jetzt auch fest zu uns!

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Mir war das ja eigentlich am Anfang schon klar... Auch wenn sie so klein ist, passt sie einfach zu uns und wir verstehen uns super. Und vor allem die Mädels hängen sehr aneinander.

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Aber das ist auch gut so, ich bin da dann eher der Ruhepol und natürlich der Hahn im Korb...

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Momentan haben wir auch noch einen Dauergast, Abbey...
Sie ist eine Stadttaube, die schwer verletzt am Straßenrand lag.

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Frauchen erzählt immer, dass leider kaum jemand Stadttauben mag. Dabei sind sie auf den Menschen angewiesen.
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Frauchen vergleicht sie oft mit den Straßen- hunden in anderen Ländern... Stadttauben sind nämlich auch verwilderte Haustiere und wurden vom Menschen gezüchtet.

Deswegen sind die auch nur in Städten, anders wie Ringel- oder Türkentauben, die Wildvögel sind. Aber es werden immer Unwahrheiten über sie erzählt, Krankheitsüberträger und so ein Quatsch...
Und deswegen verhungern so viele oder sitzen schwer verwundet irgendwo und die meisten Menschen laufen einfach vorbei.

Ich versteh das nicht...
Ich war schon mit Frauchen bei betreuten Taubenschlägen, da werden sie vernünftig gefüttert und man kann Eier austauschen... Das bringt wirklich was, aber trotzdem wird es leider kaum gemacht.
Immerhin hat Frauchen schon vielen geholfen und wenn sie wieder gesund waren in Volieren oder betreute Schläge vermittelt.

Abbey war aber so schwer verletzt, dass sie ein behindertengerechtes Zuhause braucht und in keinen Schlag mehr kann. Aber ihr geht es mittlerweile trotzdem wieder richtig gut und sie fühlt sich wohl.

Und ich freue mich auch darüber, so ist hier immer was los. :-)

12.12.2015

14.12.2015


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Oder einen Gutschein über einen Tierheimbesuch im neuen Jahr!

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