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Mighty

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Lieber Mighty,

als du vor einem Jahr zu mir kamst, stellte ich mich nicht auf eine lange gemeinsame Zeit mit dir ein.

Du hattest einige Jahre zuvor schon einen Mastzelltumor gehabt, leidest unter schwerer HD, Arthrose und Dauerdurchfall.

Als junger Hund warst du misshandelt worden und bist schon mit gut einem Jahr – zu deinem Glück – im Tierheim „gelandet“.

Dort wurde viel mit dir Rabauken gearbeitet. „Angriff ist die beste Verteidigung“ hattest du in deinem ersten Lebensjahr gelernt. Die festen Bezugspersonen im Tierheim, dein treuer Gassigänger und das intensive Training im Tierheim haben dich wieder Vertrauen in die Menschen gelehrt. Vielleicht haben aber auch die acht Jahre, die du dort verbrachtest, dich milder gemacht. Du bist eben kein Jungspund mehr.

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Ich hatte dich bei facebook entdeckt und bin zu dir nach Remscheid gefahren. 2,5 Stunden hin, 2,5 Stunden zurück, mit Bus und Bahn. Das habe ich viele Wochenenden so gemacht, damit du dich an diese fremde Frau gewöhnst.

Lange habe ich überlegt, was für dich das Beste ist. Was, wenn nach all den Jahren ein Wechsel für dich gar nicht mehr gut gewesen wäre?

Wir wollten es versuchen, und so kamst du mit deiner Tierpflegerin einen Nachmittag zu Besuch. Zwei Wochen später zogst du dann ein.

Du warst so schreckhaft und kanntest so wenig, und dein nervöses, schnell aggressives „Nach-vorne- Gehen“ hat mich manchmal viel Geduld gekostet. Aber ich habe immer auf das Positive geschaut. Das, was gut läuft, und das wurde immer mehr.

Jeden Morgen gingen wir mit zwei netten Hundemädels spazieren. Hunde magst du nämlich, in dieser Hinsicht hatten wir so gut wie keinen Stress. Aber fremde Menschen, die sich dir zu stark näherten oder dich gar anschauten, waren so gruselig, dass du sofort in die Leine sprangst und dich von einer recht beeindruckenden Seite zeigtest.

Auch in der Wohnung standst du bei jedem Geräusch sofort „in den Startlöchern“, bereit zur Verteidigung. Gekippte Fenster gingen gar nicht. Da drangen einfach zu viele Geräusche herein. Du warst ständig unter Strom. Ich musste dich ganz konsequent in die „zweite Reihe“ verweisen.

Ganz allmählich habe ich gelernt, dir zu vermitteln, dass ich groß und stark bin und deine Verteidigung überflüssig, da ich immer präsent an deiner Seite bin, ganz gleich wann und wo. Und du hast gelernt, dich zu entspannen, dich an mir zu orientieren, dich bei Unsicherheit an mir anzulehnen.

Es ist wunderbar mitzuerleben, wie du dich traust, einfach nur Hund zu sein, den Radar abzustellen und dich auf das Leben einzulassen. Vom Neuen nicht die böse, sondern eine schöne Überraschung zu erwarten.
Beigetragen haben dazu auch die vielen lieben Menschen in meiner Umgebung, die dich mit Leckerchen und Freundlichkeit für sie eingenommen haben, und die sich von der „Welle“, die du anfangs gemacht hast, nicht haben beeindrucken lassen.

Mit zunehmender innerer Ruhe hat sich auch dein Darm beruhigt, und du setzt endlich ein bisschen an.

Du bist jetzt 11 und nicht mehr gut zu Fuß. Aber dein Leben hat noch viel Qualität.

Du bist ganz klar im Kopf und für jeden Schabernack zu haben.
Ich habe meine Entscheidung nie bereut.

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Du bist so ein freundlicher Bursche geworden, der nur noch ganz selten in sein altes Verhalten zurückfällt.
Es macht Spaß, mit dir zu spielen, Fährten zu legen, einfach nur auf der Wiese in der Sonne zu sitzen, auf dem Sofa zu lümmeln, andere Hunde zu treffen, dir beim Bad in deiner Wassermuschel zuzu- schauen, zu beobachten, wie du die Nachbarin ein Leckerchen nach dem anderen aus der Tasche leierst, und nachts im Bett mit dir zu kuscheln.

Hoffentlich haben wir noch eine gute Weile miteinander. :-)

Claudia

01.12.2015

03.12.2015


 

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Oder einen Gutschein über einen Tierheimbesuch im neuen Jahr!

Niemals ein Tier verschenken, ohne zuvor gefragt zu haben, ob es erwünscht ist!!
Eltern sollten sich immer bewußt sein, daß SIE die letztendliche Verantwortung für ein Tier haben und nicht das Kind - Egal ob Hund, Katze oder Meerschweinchen und egal, was man vorher sagt!!

Alles für Euer Tier! 

  

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