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Schnuti

Und dann kam Schnuti

Schon lange lebe ich mit Hunden, immer aus dem Tierschutz und immer im zweistelligen Alter. Es sind immer zwei, manchmal auch drei, wenn ein Notfall einen Platz sucht. Mehr waren es nie - geht auch gar nicht, kein Platz, zuwenig Zeit...

An einem Montag morgen im August schaute ich wie immer auf der Couch gesucht-Seite vorbei - und da, bei den Notfällen, entdeckte ich Schnuti:

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16 Jahre alt, mit halbem Unterkiefer und krummer Nase.
Eigentlich gar nicht mein Beuteschema - ich stehe eher auf blonde Hunde, Collies, so was in der Art. Aber irgendwie ging mir Schnuti nicht mehr aus dem Kopf.

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Laut der Tierheim-Homepage kam er aus einem riesigen Tierheim in Polen, hatte irgend- wann früher einen Autounfall. Aber ich hatte ja keinen Platz, konnte also nur Daumen drücken - und jeden Tag auf der Homepage schauen. Aber es tauchte nie ein "Reserviert" oder gar "Vermittelt" auf.

Ein merkwürdiger Zufall führte mich einige Wochen später in meinem Urlaub in die Nähe des Tierheims - normal machte ich immer Urlaub am anderen Ende von Deutschland. Ich hielt es nicht mehr aus und rief halt mal an - und die Dinge nahmen ihren Lauf.

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Auf der Heimfahrt vom Urlaub holte ich Schnuti ab.
Er schmiegte sich sofort in meine Arme - er war noch kleiner als auf den Bildern erkennbar - so was Dackeliges - und ich war sofort verliebt.

Auf der stundenlangen Heimfahrt thronte er auf dem Beifahrersitz und war völlig entspannt. Zuhause schaute er sich alles an - für gut befunden - und ging mit spazieren, als ob er nie etwas anderes gemacht hätte.

So langsam bekam ich erste Zweifel - der Opi war nie und nimmer 16 Jahre alt. Laut polnischen Impfpaß wäre er 11 - das paßt schon besser. Laut Tierheim kann er nur ganz weiches Futter essen und kleine Gassirunden drehen.
Der Zwerg hat wohl ordentlich die Mitleidsnummer abgezogen. Er frißt hier alles, inkl. getrocknetem Pansen.

Beim Rausgehen ist er immer der schnellste und beim Anblick von Kaninchen etc. kommt sein kleines Jägerherz in Wallung.

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Das Schnuti-Teilchen ist aber auch ein ganz großer Schmuser.
Bei jeder Gelegenheit krabbelt er regelrecht in mich rein, schmeist sich auf den Rücken und läßt sich kraulen und liebdrücken ohne Ende. Er tappelt mir auf Schritt und Tritt hinterher und genießt jede noch so kleine Aufmerksamkeit.

Jetzt habe ich zwar kein armseliges Gnadenbrothündchen - aber dieser kleine Hundeopa hat sich in kürzester Zeit in mein Herz geschlichen und mir wieder mal bewiesen, daß auch alte Hunde sich ganz, ganz schnell an ein besseres Leben gewöhnen können.

Er begleitet mich zusammen mit meinen drei anderen Senioren täglich zur Arbeit. Und auch dort benahm er sich von Anfang an so, als ob er schon immer dagewesen wäre.

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Ich hoffe, daß Schnuti sein neues Leben hier noch möglichst lange genießen kann und mir weiterhin jedesmal, wenn ich ihn anschaue, ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Liebe Grüße,

Friederike Kleinhans

24.12.2015

02.12.2016


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