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Romina

Romina, oder Mina wie sie genannt wird, ist letztes Jahr kurz vor Weihnachten zu uns gekommen. Da unser allerbester Charly, unser großer Schwarzer sich aufgemacht hatte zur Regenbogenbrücke, hatten wir noch ein Plätzchen frei.

Ein kleiner Hund sollte es am besten sein, so wie unser Günni in etwa, vielleicht auch ein bisschen größer, so wie die Tre. Das erleichtert die Tierarztbesuche total. Die kann man sich mal unter den Arm "klemmen", wenn sie auf keinen Fall diese gefährliche Tierarztpraxis betreten wollen. Mit unserem Charly war das immer eine Katastrophe. Der wollte auf keinen Fall in die Praxis, und untersuchen lassen wollte er sich schon mal gar nicht. Da entwickelte er Bärenkräfte und wir hatten ganz schön zu schaffen.

Jetzt hatte ich auf der Internetseite meiner Freundin in Italien, wo auch Paula, Ugio und Luzy her kamen ein Bild von einem schwarzen Hund gesehen.

Das hier.

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Die Beschreibung war, ca 11 Jahre, ängstlich, sieht kaum noch etwas.

Ich nahm Kontakt mit meiner Freundin auf und wir vereinbarten, dass Mina zu uns kommen sollte. Mina kam mir auf dem Bild nicht sehr groß vor, deswegen fragte ich erst ganz zum Schluß: "Wie groß ist sie eigentlich?"

"Sie ist ein Schäferhund-Labbi Mix." war die Antwort.

"Ach Gott, da haben wir ja wieder so ein Kalb!" schoss es mir durch den Kopf.  Aber jetzt hatten wir uns für sie entschieden, und eigentlich ist die Größe ja auch egal.

Michael hat sie dann am 20. Dezember in Heidelberg abgeholt und war so gegen 23 Uhr wieder hier. So, da war sie, die Mina, lag in ihrem Transportkäfig im Auto und wollte partout nicht aussteigen. Wir haben es mit allen Mitteln versucht. Nein, Madame blieb liegen !

Es blieb uns nichts anderes übrig, wir mussten sie samt Käfig ins Haus schleppen, was wirklich kein Vergnügen war, da Mina wie gesagt kein kleiner Hund ist, war dieser Transportkäfig ganz schön groß. Und Mina zusammen mit dem Käfig, ja, da hatten wir was zu schleppen.

Nach gefühlten hundert Kurven und Ecken waren wir dann endlich im Schlafzimmer gelandet, stellten den Käfig auf den Boden, öffneten die Tür und harrten der Dinge die da kommen sollten.

Natürlich passierte gar nichts, Mina lag im Käfig und rührte sich nicht von der Stelle. Na gut , dachten wir, wir lassen sie mal alleine, irgendwann wird sie schon herauskommen.

Unsere restliche Hundebande hatte zwar gemerkt, dass da etwas ins Schlafzimmer getragen wurde, kümmerten sich aber nicht darum. Nur die Luzy, die Luzy war neugierig, nach ein paar Minuten tippelte sie ins Schlafzimmer, um zu sehen was da los war.

Und natürlich hatte sie Mina gleich als ehemalige Zwingergenossin erkannt und versuchte sie aus ihrem Käfig zu locken. Alle paar Minuten tänzelte sie mit wedelndem Schwanz zu Mina.

 Das ging eine Weile hin und her, und sie hat es wirklich geschafft, irgendwann , als ich in den Flur ging, kam die Mina auf mich zu, wedelnd ! Na hallo, so schüchtern war sie also doch nicht, sie fing gleich an mit mir zu schmusen, unser Mondkalb !

Das ist eins der ersten Bilder, die Michael an dem Abend noch von ihr gemacht hat.

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Mina sieht ja genauso aus wie unser Charly, ein bisschen größer ist sie, und ihr Kopf ist zierlicher. Einige dachten, wir hätten sie deshalb zu uns geholt, weil sie dem Charly so ähnlich sieht. Das ist natürlich Blödsinn, selbst, wenn sie genauso ausehen würde, unser Charly war unser Charly.

Unsere kleine Mieze Josy hat ihr, wie sie es immer bei neuen Hunden macht, gleich gesagt wo der Hammer hängt, das war auch geklärt.

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Weil wir dachten, Mina muss bestimmt mal pieseln, die ganze Zeit im Auto und die ganze Aufregung, wollte ich ihr ein  Geschirr anziehen und sie angeleint mit in den Garten nehmen. Wollte ich, ging aber nicht, sie schmiss sich sofort auf den Boden und war total verängstigt. Keine Chance.

Na ja, das haben wir dann aufgegeben und gedacht, auf eine Pfütze mehr oder weniger in der Wohnung kommt es auch nicht an.

Mittlerweile war der Rest der Bande doch etwas lebendiger geworden, auch die kleine Chiqui, die gerade Urlaub bei uns machte. Alle haben sich beschnüffelt, alles war ok, und die Leckerchen die verteilt wurden waren viel wichtiger wie der neue Hausgenosse.

Die Nacht ist ruhig verlaufen und nachdem Mina am nächsten morgen schon die Panik bekam, wenn ich nur mit der Leine ankam, bin ich so mit ihr in den Garten gegangen. Das hat wunderbar geklappt, und im Laufe des Tages haben wir sie dann mehrmals rausgelassen, sie ist immer schnell wieder ins Haus gekommen.

Sie war übrigens von Anfang stubenrein, das hat uns sehr verwundert.

Und wie alle neuen Hunde hat die auch Mina sofort gemerkt, dass die Küche ein wunder- voller Ort ist.

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Am Anfang hat sie noch großen Hundebett im Wohnzimmer geschlafen, ist aber dann ins Schlafzimmer gewechselt.

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So, und dann wollte ich natürlich mit ihr auch spazieren gehen, das hört sich so normal an, war es aber leider nicht, sah sie die Leine, bekam sie die Panik und schmiss sich auf den Boden. An ein Geschirr war gar nicht zu denken.

Also bin ich am Anfang erst mal so mit ihr im Garten herum spaziert, mit der Leine in der Hand. Irgendwann habe ich sie während des laufens "heimlich" angeleint. Das ging dann ganz gut, solange die Leine locker durch hing, hatte sie Spannung biss Mina in die Leine und schmiss  sich wieder auf den Boden.

Nach ein paar Tagen hatte sie sich aber dann doch einigermaßen daran gewöhnt.

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Normalerweise hätten wir ja jetzt hinaus in die Welt gekonnt. Konnten wie aber auch nicht, weil Mina den Garten nicht verlassen wollte. Also habe ich es mit einem Trick versucht, das Gartentor schon vorher aufgemacht, mit Mina ums Haus gegangen und ohne Unterbrechung weiter gegangen durchs Tor auf die Strasse.

Das hat auch geklappt und wir sind ins Feld gelaufen, waren aber nicht lange unterwegs, ich wollte es nicht übertreiben, und ich glaube sie war froh, als wir wieder Zuhause waren.

Von da an sind wir jeden Tag losgezogen, allerdings hatte sie praktisch vor jedem Pups Angst. Bis ich sie dazu gebracht habe an einer Mülltonne vorbei zu laufen hat gedauert. Ein Auto, das vorher nicht da gestanden hatte, ein Ast, der auf dem Weg lag versetzte sie schon in Panik. Alle die für sie neuen Sachen habe ich gestreichelt und ihr erklärt wie "fein" die sind. Ich hoffe mal, keiner hat mich gesehen.

Irgendwann konnte ich ihr auch endlich das Geschirr anziehen, und im März habe ich sie dann frei laufen lassen können, und sie ist immer brav bei mir geblieben. Und seitdem ist sie total wild auf Spaziergänge und freut sich ein Loch in den Bauch wenn es los geht.

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Mit anderen Hunden auf den Spaziergängen hat sie anfangs ein Problem gehabt, aber das hat sich auch gegeben, wie so vieles. Die ersten Wochen hat sie alles zerissen was zu zerreissen war, Zeitungen, Decken oder noch nicht eingerahmte Bilder die im Regal lagen. Auch das macht sie jetzt nicht mehr.

Die erste Zeit ist sie auch ins Auto gestiegen, bis wir damit zum Tierarzt gefahren sind. Wir sind mit Michaels Auto gefahren und er hat sie rein gehoben. Das war's dann, mit dem Auto und auch mit Michael ! Seit dieser Zeit ist sie ihm aus dem Weg gegangen. "Der böse Mann ist wieder da!" Aber das hat Michael mit Leckerchen auch wieder hinbekommen. Allerdings hat das auch gedauert.

In mein Auto habe ich sie auch nicht mehr bekommen. Egal, mit was für Leckereien ich sie gelockt habe, sie hat sich geweigert. Nach Wochen bin ich dann auf die Idee gekommen als erste hinten einzusteigen und sie einfach zu rufen, was soll ich sagen, sie kam mir nach und ist ins Auto gestiegen. Das hätte mir auch früher einfallen können!

Jetzt ist sie auch ganz wild auf das Auto fahren, kaum ist die Tür auf, sitzt sie schon drin, so schnell hast du nicht gekuckt. Obwohl wir schon ein paar mal zum Tierarzt gefahren sind, und ich schon Bedenken hatte, dass sie dann nicht mehr einsteigen will, hat sie keine Probleme mehr damit.

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Mit den Augen hat sie aber wirklich Probleme, sie sieht sehr schlecht, kommt aber gut damit zurecht. Wenn auf den Spaziergängen ein Hindernis  auftaucht, rufe ich "Achtung" ,und sie weiß Bescheid, das hat sie sehr schnell gelernt. Hat sie sich ein bisschen vertrödelt und ich bin zu weit weg, muss ich sie rufen, damit sie weiß wo ich bin. Wo ich bin ist sie auch, ich habe schon wieder jemand der mich dauernd verfolgt.

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Ein Jahr ist sie jetzt bei uns und hat sich toll entwickelt. Bei Männern ist sie nach wie vor sehr vorsichtig, aber wenn sie dann jemand kennt ist es ok.

Mit unseren anderen Vierbeinern versteht sie sich gut, allerdings dürfen die ihr nicht zu nahe kommen, wenn ich sie streichele oder wenn sie auf einem Hundebett liegt, dann werden die Zähnchen gezeigt.

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Leider hat sich dann die Anzahl unsrer Hunde in den letzten Monaten  sehr verringert. Luzy, Ugio und Günni mußten uns verlassen, und auch die kleine Chiqui, die wir dann ganz übernommen hatten, ist gestorben.

So waren also nur die Tre und die Mina übrig geblieben, zwei Hunde, da hatten wir doch noch Platz!

Deswegen ist dann vor vier Monaten die Neri bei uns eingezogen, auch von meiner Freundin vermittelt. Ein Angsthund wie er im Buche steht.
Aber das ist dann vielleicht eine Geschichte fürs nächste Jahr.

Wir wünschen allen schöne Feiertage, und wie immer, wenn jemand mehr lesen möchte:

www.unsere-vier-vierbeiner.de

20.12.2016

22.12.2016


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Oder einen Gutschein über einen Tierheimbesuch im neuen Jahr!

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