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Pascha

Der Couch-gesucht-Adventskalender. Eine Institution.
Und da man viele der Teilnehmer aus dem Kampfschmuser-Forum, wo viele der Schreiberlinge herkommen, kennt, ist es ja auch dringend erforderlich dort zu gucken, ob es einen zur Geschichte passenden Thread dazu gibt.

Allerdings bin ich kaum noch dort. Zum einen wegen meiner fünf Hunde, von denen ich ja im letzten Jahr berichtet habe. Zum anderen, weil es gar nicht fünf, sondern sieben sind. Ich habe nämlich die zwei Jack Russell-Damen meines Partners gar nicht erwähnt. Na ja, und mit einem Vollzeitjob und Haushalt ist der Tag dann auch um.

Und dann gibt es da ja noch den neuen Look des Forums, an den ich mich nicht gewöhnen mag. Aber wegen des Kalenders bin ich halt doch gucken gegangen. Und bekomme auf der Startseite die neuesten Threads serviert. Einer davon lautete „Pascha, Staffmix, 15+ sucht...“.

Ich konnte nicht anders, ich musste draufklicken.
Und hatte verloren.

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Wie schon erwähnt, ich habe einen sehr guten Riecher für „meine“ Hunde. Ich sehe täglich viele Notnasen, aber ich zucke nicht. Hier wusste ich sofort: das ist meiner!

Ich habe eine erste vorsichtige PN an die Thread-Erstellerin geschrieben.
Ob der Hund mit anderen verträglich sei?

Gleichzeitig – weil man seine Pappenheimer ja kennt - habe ich ihr mitgeteilt, dass eine Caro sich bei ihr melden und nach dem Hund erkundigen wird. Bingo...

Ich bekam eine Nachricht von besagter Caro, ich hätte der Martina geschrieben, dass sie sich melden würde...? Tjaaaaa, hätte sie sich nicht gemeldet, wüsste sie auch nicht, dass sie bereits angekündigt war, gelle? :-D

Wir schrieben uns ein wenig hin und her - Nimm du ihn, dann bin ich raus - Ne, das gleiche dachte ich von dir, ich habe aber schon vier Hunde, Trumpf, ich habe sieben...

Letztendlich hat Caro zuerst jemanden im Tierheim erreicht und einen Termin ausgemacht.
Da ihre Hunde „rentnererfahren“ sind und sie mir erst ein gutes halbes Jahr zuvor einen alten Staff-Mix vor der Nase weggeschnappt hatte bestand eigentlich nicht viel Grund zur Hoffnung.

Dennoch war ich tiefenentspannt. Ich wusste, wenn dieser Hund für mich sein sollte wird es auch so kommen.

Ich habe mit der Tierheimleitung gesprochen. Meine ganz klare Ansage war:
Sollte Caro Sonntag ohne besagten Oppa wieder nach Hause fahren, arbeite ich in der Woche meine Termine ab und komme den Hund am Samstag holen. Punkt. Ich machte mir null Sorgen ob das passt. Ich hatte diesen Hund gesehen und WUSSTE, dass alles gut wird.

Dennoch war ich Sonntag etwas unruhig. Ja, das ist mein Hund. Andererseits, Caros Hunde sind toll, warum sollte das nicht klappen. Hatte ich mich doch vertan?

Und dann kam die erlösende Nachricht: Sie ist ohne Pascha nach Hause gefahren. Der alte Sack hatte doch tatsächlich nichts anderes zu tun als ihre Hunde zu bespringen.

Das war händelbar, bis Pascha es bei ihrem Rüden versuchte und sich somit seinen Rentnerbonus verzockte. Da der Rüde aber an einer rassetypischen Erbkrankheit leidet, nicht unbedingt Stress ausgesetzt werden sollte und er sich über diesen unmöglichen alten Köter so dermaßen aufregte, musste man dann irgendwann einsehen, dass das mit den beiden nichts mehr wird.

Jetzt hatten vier Leute eine mehr oder weniger unruhige Nacht.

Ich, weil ich kurz überlegt habe ob ich das meiner Bande zumuten kann. Kurz überlegt wohlgemerkt, weil ich sicher war, dass sich das schnell gibt.

Caro, weil sie Sorge hatte, dass ich den Oppa jetzt doch nicht nehme.

Und die liebe Threaderstellerin und die Tierheimleitung, weil alle dachten, ich würde abspringen und die letzte Chance wäre dahin.
 
Das Gespräch am nächsten Morgen werde ich nienicht vergessen.
Ich rief bei der Tierheimleitung an, wurde an der Telefonnummer erkannt und entsprechend angespannt meldete sich mein Gegenüber. Ich grüßte und bekam zu hören: “Sie haben schon von gestern gehört, sie grinsen so.“ :-)

Ja, tatsächlich, ich musste schmunzeln.
Ich holte aus, erklärte dass ich mir natürlich meine Gedanken gemacht hätte ob ich meiner Bande das zumuten kann und überhaupt. Ich merkte, dass mein Gegenüber aufhörte, zu atmen. Bis ich den entscheidenden Satz sagte, dass ich zu dem Schluss gekommen wäre, dass das alles zu händeln ist und dass ich den Hund wie vereinbart am Samstag abholen würde.
In diesem Moment vielen in Dortmund so viele Gesteinsbrocken, dass die Erde bebte.

Und hier endet auch schon der spannende Teil. Es begann eine wunderbare intensive Zeit mit einem unbeschreiblich tollen Herrn der unser Rudel bereicherte.

Mein Standard-Bulli und mein Dackel haben eine Stippvisite bei Pascha im Tierheim gemacht, dann haben wir den Schatz eingepackt und am 19.12.2015 nach Hause geholt.

Dieses Foto bekam von uns den Titel „Driving home for christmas“.

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Und genau so war es vom ersten Moment an. Pascha war zu Hause.

Schon am zweiten Tag lagen die Hunde zusammen irgendwo rum.
Es dauerte ein paar Tage bis Pascha auf die Couch kam, aber von da an hatten wir endgültig verloren.

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Er ging tagsüber jeden meiner Schritte mit, liebte es, dreißig mal am Tag in den Hof und den Garten zu gehen und ein jeder, der regelmäßig mit mir telefoniert, lernte sein kräftiges Stimmchen kennen.

Tür zu?
Essen zu spät?
Keks gefälligst?
Das Kissen nicht richtig?
Genau das Körbchen besetzt, in dem er jetzt liegen wollte?

Kein Problem, der Herr setzte seine Stimme ein. Von Weinen über Miauen bis zu kräftigem Seehundsgeheule hatte er alles drauf.

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Ja, hatte. Ich schreibe in der Vergangenheit.
Es mag undankbar klingen, an dieser Stelle das Wort „nur“ zu benutzen. Dennoch tue ich es.

Nach nur elf Monaten hat uns unser Oppa verlassen.
Das Herz hat seinen Dienst quittiert und Pascha konnte nicht mehr. Das einzige, das mich tröstet ist, dass er mit sich und seiner Welt im Einklang völlig zufrieden gegangen ist, nachdem er mich mit letzter Kraft noch mal abgeknutscht hat.

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Oppa, ich danke Dir, dass du uns bereichert hast. wir werden dich auf ewig in unseren Herzen tragen - Deine Augen, die einem direkt ins Herz gucken, deine Runzelfalten, dein Grunzen, ja, sogar dein Meckern.

Er fehlt so unendlich.
Der große Knötterbär mit dem Herzen aus Gold.
Das Lieblingskissen unseres neuen Zöglings.

Von wem? Ach, das ist schon wieder eine neue Geschichte... ;-)

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03.12.2016

05.12.2016


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Oder einen Gutschein über einen Tierheimbesuch im neuen Jahr!

Niemals ein Tier verschenken, ohne zuvor gefragt zu haben, ob es erwünscht ist!!
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Alles für Euer Tier! 

  

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