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Sammy

Am 21. April 2016 bekamen wir einen der bis dahin traurigsten Notfälle in unsere Obhut:

Perserkater Sammy wurde als Fundtier durch die Polizei in das Tierheim Stadthagen gebracht und sein Zustand war wirklich erschreckend:

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Dicke Filzplatten durchsetzten sein Fell und er mußte komplett geschoren werden.
Als dies geschehen war, wurde überdeutlich, daß er zudem stark unterernährt war. Sein Alter wurde auf ca. 6 Jahre geschätzt.

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Er war sehr geschwächt und kam nach einem ersten Check beim Tierarzt erst einmal in eine Quarantänebox, um sich in Ruhe zu erholen.

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Nach einigen Tagen, als er sich wieder etwas erholt hatte, fiel uns auf, daß er immer auf seinen Hinterbeinen stand und schrie. Kein wirkliches Miauen, sondern eine Art lautes Klagen, ansatzweise zu hören auf dem folgenden Video.

Video 1

Er hat immer neben sein Klo gemacht und sehr unkoordiniert gefressen – Das Futter verteilte er beim Fressen immer in der Umgebung und zudem hielt er sein linkes Hinterbein dabei immer in die Höhe, s. Video:

Video 2

Natürlich wurde er daraufhin noch einmal der Tierärztin vorgestellt.
Der ursrpüngliche Bluttest war ohne Befund und es konnte auch sonst nichts Wirkliches festgestellt werden. Der Erstverdacht Ataxie bestätigte sich nicht;  es war nur klar, daß ein neurologisches Problem vorliegt.

Video 3

Daher bekam er zunächst Vitamin D als Tabletten und langsam wurde es besser, doch immer mal wieder stand er auf den Hinterbeinen und schrie.

Nach einer Weile kam er aus der Quarantäne in ein Einzelzimmer auf der Katzenstation.
Hier hatte er natürlich mehr Platz, was er aber leider dazu nutzte, die Wände mit seinem Kot zu bemalen. Er stand wie ein kleiner Picasso auf seinen Hinterbeinen und wischte mit den Vorderpfoten über die Fliesen – Jeden Morgen gab es ein neues Kunstwerk für die Tierheim-Mitarbeiter zu ‘bestaunen’...

Dies liess seine Vermittlungschancen natürlich noch weiter sinken, denn wer holt sich schon freiwillig einen behinderten, schreienden, auf seinen Hinterbeinen balancierenden Kater in die Wohnung, der dann noch die Tapeten verschönert?

Doch dann geschah das Wunder:
Pflegerin Margitta S. hatte Freunden von Sammy erzählt, nicht im Traum daran denkend, daß diese sich für ihn interessieren könnten. Ohne auch nur den Versuch zu machen, irgendetwas zu beschönigen, erzählte sie ihnen seine Geschichte.

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Besagte Freunde ließen sich jedoch nicht dadurch abschrecken und nachdem sie Photos und die obigen Videos gesehen hatten, machten sie sich auf den weiten Weg von Leipzig nach Stadt- hagen, um den Kater live und in Farbe zu erleben.

Und hier kommt nun Sammy selbst zu Wort:

“Hallo, ich bin der Sammy!

Ich hatte bislang kein wirklich schönes Leben, doch dies sollte besser werden, nachdem ich im Frühjahr in völlig desolatem Zustand in das Tierheim Stadthagen kam.

Schnell sind meine neuen Adoptiveltern durch Fotos und Videos auf mich aufmerksam geworden und haben mich im Tierheim besucht. Es war Liebe auf den ersten Blick und schon eine Woche später bin ich nach Leipzig umgezogen.

Dort haben mich schon meine neuen Freunde Kater Elvis und Dackel Oskar erwartet und mich ohne Probleme aufgenommen.  Ich habe mich riesig gefreut, endlich ein schönes neues Zuhause zu haben!

Mit meiner Behinderung können alle gut umgehen.
Ich laufe auch kaum noch auf den Hinterbeinen und schreie nicht mehr. Im Gegenteil, mittlerweile kann ich sogar einen Kratzbaum erklimmen, das hätte noch vor einigen Monaten niemand geglaubt!

Video aus meinem neuen Zuhause

Ich bekomme eine Blutegel- und Rotlicht-Massage-Therapie, was mir sehr geholfen hat.

Ab und zu passiert mir ein kleines Missgeschick und ich finde mein Klo nicht so schnell, aber meine Mama sagt, es ist nicht so schlimm und schimpft auch nicht mit mir. Zumindest aber bemale ich keine Wände mehr – Das zeigt, was  ein schönes, stressfreies Zuhause allles bewirken kann!

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Wenn es mir nachts in meinem Körbchen zu einsam wird gehe ich einfach zu Mama und Papa ins große Bett, ist sowieso viel schöner, denn dort sind ja schon Elvis und Oskar. Ob unsere Eltern noch Platz haben ist uns völlig egal, Hauptsache uns geht's gut. ;-)

Alles in allem habe ich mich in den 5 Monaten super eingelebt und bin sehr, sehr glücklich.
Ich darf sogar manchmal - unter Aufsicht - nach draußen gehen!

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Ich möchte mich nochmals bei Kerstin K., Margitta S. und all den netten Mitarbeitern vom Tierheim Stadthagen bedanken. Und natürlich auch bei meinen Adoptiveltern Petra und Peter B., die mich sooo lieb haben!

Das zeigt doch wieder einmal, daß auch ein behindertes Tier ein schönes Leben haben und das seiner Halter unglaublich bereichern kann.

Bitte gebt auch anderen Tieren wie mir eine Chance!

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Danke und eine frohe Weihnachtszeit!

Euer Sammy

05.12.2016

07.12.2016


© 2003 - 2018 Couch gesucht

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Oder einen Gutschein über einen Tierheimbesuch im neuen Jahr!

Niemals ein Tier verschenken, ohne zuvor gefragt zu haben, ob es erwünscht ist!!
Eltern sollten sich immer bewußt sein, daß SIE die letztendliche Verantwortung für ein Tier haben und nicht das Kind - Egal ob Hund, Katze oder Meerschweinchen und egal, was man vorher sagt!!

 

 

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