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Leni

Leni, fast hätte sie nie jemand kennengelernt und sie ins Herz geschlossen...

Am 26.09.2016 hatte ich Urlaub und konnte somit nachmittags meine Freizeit im Tierheim verbringen.
Eine Frau kam mit einem Putzeimer und ich fragte mich was da denn wohl drin sein würde. Sie erklärte, dass sie auf der Mülldeponie ein Kitten gefunden hätte, mit dem etwas nicht stimmen würde.

Ich blickte in den Eimer.
Zu sehen war ein winziges kleines 200g-Tricolor-Katzenmädchen (Glückskatzen sind fast immer weiblich), welches ganz wild mit dem Kopf wackelte. Es tat einem unheimlich leid und ich fragte mich warum das kleine Fellknäuel wohl so starke neurologische Auffälligkeiten hatte.

Da ich sowieso schon 3 Kitten vom Tierheim zu Hause hatte, kam gleich die Idee das kleine Wesen mit nach Hause zu nehmen.
Wenn es auch immer ein Risiko ist ungeimpfte, unbehandelte Kitten unbekannter Herkunft zu vergesellschaften ohne Quarantänezeit. Ich konnte mir jedoch nichts Schlimmeres für die kleine Maus vorstellen als Einzelhaltung in einer Box.

Aber sie sollte nun erst mal zum Tierarzt.
Die Finderin erklärte sich bereit das Kätzchen bei unserem Tierarzt abzusetzen. Kurz nach Ankunft dort rief uns der Tierarzt an und gab uns keine Hoffnung. Er wollte die Kleine erlösen.

ICH wollte dies jedoch auf keinen Fall. Ja, das Tier war völlig unterernährt, hatte starke Auffälligkeiten... Aber: Ich wollte ihr eine Chance geben, also holte ich sie später beim Tierarzt ab.

Die Möglichkeit, dass die Mama der Kleinen Parvovirose gehabt haben könnte, konnte nicht ausge- schlossen werden. Ich wagte es jedoch dennoch, Leni, wie ich sie getauft hatte, mit meinen 3 Kitten zusammen zu setzen, die wenige Tage vorher als Fundtiere bei mir eingezogen waren und ungleich älter waren.

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Viele schlaflose Nächte mit Leni folgten.
Sie wog bei Ankunft weniger als ein Päckchen Butter und wollte nicht zunehmen. Hatte man ein paar Gramm drauf, waren sie auch wieder runter. Durchfall plagte die komplette Bande. Der Giardien-Test war positiv. Also ein weiterer Plagegeist für die kleine Leni.

Den Durchfall setzte sie überall ab, nur nicht im Klo. Denn sie fiel sehr oft um, konnte gar nicht wirklich ins Katzenklo laufen. Sie tat einem in der Seele leid.

Eigentlich hätte sie da eine 24-Std.-Betreuung gebraucht, da sie einfach jemand haben wollte, an den sie sich ankuscheln konnte. Die anderen 3 wurden mobiler und Leni hätte lieber gekuschelt als beim Spielen zugesehen. Man sah den Anderen die Fortschritte an und merkte dass Leni trotz gleichem Alter zurückgeblieben war. Wir hingen gute 2 Wochen bei 340 gr. fest bis es dann irgendwann endlich bergauf ging.

Ob es das verabreichte Vitamin B12 war oder einfach eine Gottesfügung?
Ich weiß es nicht, aber Leni machte mehr und mehr Fortschritte und ihre Entwicklung war so grandios anzusehen, dass es einem fast täglich die Tränen vor Glück in die Augen trieb.

Als ich das 1. Mal ins Zimmer kam und sie hatte es dank einer gebauten Treppe aufs Bett geschafft, war das wirklich unglaublich. Es war eine zeitlang sehr schade, dass sie mit den anderen nicht mithalten konnte. Aber endlich konnte sie genau die Dinge machen, die ihr die anderen 3 vorgemacht hatten. Ich brauche nicht zu erwähnen, dass dies mit viel Unfug verbunden war.

Ja, an so ein Kätzchen hängt man sich ganz besonders, wenn man weiß, dass es ohne die persönliche Hilfe schon lange tot wäre.

Hätte man es dort nicht gefunden, hätte es niemals überlebt.
Hätten wir die gleiche Meinung wie der Tierarzt gehabt, wäre es tot.
Hätte man sich nicht so viel Mühe mit ihr gegeben, wäre sie tot...

Ja, ich hätte Leni eigentlich gerne behalten, zumal ich aktuell zwei Hunde habe, die sogar katzen- verträglich wären. Aber die Wohnsituation gibt es nicht her und ich kann nicht sagen ob zwei Katzen in den nächsten 20 Jahren in mein Leben passen würden. Denn so alt will Leni in jedem Fall werden und ihr Leben nicht als Einzelkatze fristen.

Obwohl ihr Kopfwackeln so viel besser geworden ist, würde ich sie dennoch gerne in reiner Wohnungshaltung wissen.

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Ich hab den ersten Part in Leni´s Leben übernommen, hab sie gepäppelt und ihr einen Freund fürs Leben zur Seite gestellt. Nun sucht Leni mit ihrem großen „Bruder“ Mikesch ein Zuhause auf Lebenszeit.

Update Januar 2017

Leni ist mittlerweile vermittelt :-)

09.12.2016

11.12.2016


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Oder einen Gutschein über einen Tierheimbesuch im neuen Jahr!

Niemals ein Tier verschenken, ohne zuvor gefragt zu haben, ob es erwünscht ist!!
Eltern sollten sich immer bewußt sein, daß SIE die letztendliche Verantwortung für ein Tier haben und nicht das Kind - Egal ob Hund, Katze oder Meerschweinchen und egal, was man vorher sagt!!

 

 

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