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Yamo

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Geschlecht: Hündin
Geboren am: 20.10.2017
Rasse: Kangal

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Im Tierheim seit: 25.10.2018

   verträglich mit Rüden und Hündinnen
   hat an der Kette gelebt
   aufgeschlossen und lieb
   ungestüme Abrissbirne :-)
   benötigt Haus mit Garten

Unser nettes Kangalmädchen hatte leider kein so spannendes erstes Lebensjahr…sie wurde vorwiegend an einer Kette im Garten gehalten. Aus dem süßen Welpen mit flauschigem Fell ist schnell ein starkes Kamel in Hundeform geworden und die Besitzer sahen sich leider nichtmehr in der Lage Yamo gerecht zu werden, weshalb wir sie letztlich zu uns holten.

Bereits der Transport ins Tierheim gestaltete sich etwas abenteuerlich, denn wenn 50 kg unerzogene Masse nicht in den Kofferraum wollen, dann ist das so. ;-) Zum Glück ist Yamo eine überaus freundliche Hündin, die sich dann mit vielen guten Worten doch hat überreden lassen sich das Tierheim mal genauer anzuschauen.

Anfangs war ihr die Umgebung nicht ganz geheuer, man merkt, dass sie nicht viel kennengelernt hat und neue Dinge sie verunsichern.

Man muss dazusagen, dass Yamo bezogen auf die Rasse in dem Alter noch fast auf dem Stand eines Junghundes ist. Herdenschutzhunde, zu denen der Kangal gehört, entwickeln sich bis zu einem Alter von 3-4 Jahren sowohl körperlich, aber auch vom Wesen her und sind erst dann sozusagen „fertig“ (andere Hunderassen sind da deutlich frühreifer).

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Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass Yamo bisher wenig Schutztrieb zeigt und offen und fröhlich gegenüber allen Menschen und auch Besuchern ist. Dies wird sich aber sehr wahrscheinlich mit zunehmendem Alter ändern, weshalb wir uns für Yamo Leute wünschen, die Erfahrung mit dieser Art von Hund haben und sich der Verantwortung bewusst sind.

Ein Kangal beschützt das, was ihm lieb ist und das zur Not auch über einen Zaun oder die 2m lange Leine hinaus. Da es sich bei dem kangaltypischen Territorialverhalten um einen angeborenen, meist sehr starken Trieb handelt, wird man dies auch nicht „wegerziehen“ können. Allerdings wird es bei Yamo spätestens jetzt Zeit, ihr beizubringen, dass der Mensch noch ein Wörtchen mitzureden hat, wenn es um die Verteidigung des hauseigenen Grundstücks geht.

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Bei Yamo bestehen wir auf eine Vermittlung in eine ländliche Gegend und einem Haus/Hof mit eingezäuntem Garten, den sie kontrolliert bewachen kann. In reine Außenhaltung (beispielsweise auf ein Firmengelände, wo sie die meiste Zeit alleine wäre) geben wir Yamo jedoch nicht ab, da sie die Nähe der Menschen schon genießt und sich über Familienanschluss freut.

Yamo lernt aktuell lange Spaziergänge kennen und läuft gerne große Runden. Dabei geht sie relativ entspannt mit, im Ernstfall sollte man aber schon genug Kraft mitbringen, da sie bei neuen Dingen unsicher reagiert und dann die Flucht ergreifen möchte.

Da sie an Katzen, Schafen und Wildtieren sehr interessiert ist und es ihr an Erziehung mangelt, sollte man Yamo anfangs natürlich nicht ableinen. Denn auch wenn sie auf den ersten Blick wie ein zähflüssiger Fellhaufen durch die Gegend trottet, kann sie im nächsten Moment hochmotiviert und übermäßig verspielt in alle Richtungen hüpfen.
Dabei hat sie ungefähr das Feingefühl einen Billardkugel und Kuscheln fuktioniert momentan noch nicht ohne blauen Flecken, aber es ist schön zu sehen, dass Yamo durch und durch freundlich, albern und einfach nur übermütig ist, dabei allerdings ohne böse Absichten. Sie hat ihre Menge an Hund nur rein körperlich nicht immer unter Kontrolle und dann sollte man bei Kontakt mit ihr schon standhaft sein. ;-)

Im Auslauf tobt sie momentan gerne mit einem robusten Akita-Rüden und wir denken, dass sie sich über einen stabilen, souveränen Hundekumpel im neuen Zuhause freuen würde.

Yamo kennt den Umgang mit Kindern, wir sehen sie aber eher bei älteren Kindern bis Jugendlichen, einfach aufgrund ihrer ungestümen Art.

Sie wurde bisher wenig erzogen und ist sehr grenzenlos, was bereits das Anspringen von Personen gefährlich machen kann. Daran muss mit ihr auf jeden Fall noch gearbeitet werden.

Im Tierheim zeigt sich Yamo mittlerweile offen für Neues und man merkt, dass sie gerne mit dem Menschen zusammenarbeitet (nicht unbedingt rassetypisch, Herdenschutzhunde tendieren eher zu Eigenständigkeit).

Sie fragen sich vielleicht, warum die sonst so bildschöne Hündin im Gesicht im wahrsten Wortsinn etwas „schräg“ aussieht?

Die genaue Ursache ist unbekannt, aber die Vermutung liegt nahe, dass Yamo als Welpe einen Unfall hatte und es so zu einer Deformation des Gesichts kam. Bis auf einen veränderten Gehörgang hat sie damit aber sonst keinerlei Probleme und laut Tierarzt sind keine chirurgischen Eingriffe nötig oder überhaupt sinnvoll.

Yamo ist ein fröhlicher, junger Hund, der zwar zu einer anspruchsvollen Rasse gehört und im ersten Lebensjahr nicht unbedingt unter besten Bedingungen aufgewachsen ist, aber wir sind uns sicher, dass sie mit ausreichend Beschäftigung, konsequenter Anleitung und liebevollem Umgang eine tolle Begleiterin wird.

Kontakt:

Tierschutzverein Lübbecke und Umgebung e. V.
32312 Lübbecke

Telefon: 05741-7472
E-Mail: post@tierheim-luebbecke.de

Eingestellt 11.08.2019

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