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Was für ein Hundeleben...

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Vor nunmehr fast 16 Jahren trat ein kleiner Hund in unser Leben – ein Whippet-Schäferhund-Mix.

Am 5.11.1991 wurde sie geboren und von unfairen Tierhaltern bereits mit 6 Wochen ins Tierheim abgegeben. Als ich am 5.2.1992 dort eintraf, gingen wir mit 4 Frauen in das Welpengehege.

Alle kleinen Hunde stürmten sofort auf uns los, nur eine Hündin schaute sich alle Menschen erst genau an. Dann marschierte sie direkt auf mich zu und legte den Kopf auf meinen Oberschenkel. Ich hatte keine Chance mehr, das Herz war durch diese Geste bereits besiegt.

Auf dem Arm trug ich sie aus dem Gehege und sie schmiegte Ihren kleinen Kopf unter meinen Haaren an den Hals. Nach Erledigung der Formalitäten besorgten wir uns ein Taxi und fuhren in unser – nun gemeinsames – Zuhause. Auf der Fahrt schäkerte der kleine Hund schon mit dem Taxifahrer.

Kaum angekommen kam unser Nachbarsjunge Markus vorbei und schaute sich den Hund zusammen mit seiner Mutter an. Als die Kleine mit den Augen zwinkerte kam von ihm nur: „Sie heißt Jeanny. Sie klappert wie die bezaubernde Jeanny so schön mit den Augen.“ Und so war es fortan unsere Jeanny – die Zaubermaus.

Als mein Mann nach Hause kam reagierte Jeanny sehr zurückhaltend. Sie hatte Angst vor Männern. Doch mein wundervoller Ehemann setzte sich in aller Ruhe auf den Fußboden und wartete, bis sie sich schließlich – nach einer Woche - doch langsam näherte.

Er hatte Ihr zwei Näpfe, einen gewaltigen Korb ( man sah sie kaum darin ), Futter und etwas Spielzeug mitgebracht. Das musste natürlich ordentlich untersucht und in Augenschein genommen werden. Bereits nach kurzer Zeit entstand ein inniges Verhältnis zwischen den Beiden.

Schon in den ersten Tagen begann ich mit der Erziehung von Jeanny. Dies gestaltete sich etwas schwierig, denn sie war ja unser erster Hund und Hundeschulen waren damals noch nicht so verbreitet. Bisher hatte ich zwar immer Gasthunde und Hunde zum Spazierengehen, aber die komplette Erziehung eines Welpen war neu für mich.

Mit Tipps von anderen Hundehaltern und gesundem Menschenverstand gelang mir relativ schnell die Grunderziehung mit Sitz, Platz und Fuß. Alles andere konnte ja später spielerisch noch erlernt werden. Doch weit gefehlt – sie lernte jeden Tag ein bisschen mehr, war freudig am Trainieren interessiert und freute sich über jede Geste der Zuneigung.

So extrem reagieren halt nur Tiere aus dem Tierheim, die schlechte Erfahrungen gemacht haben.

Jeanny lernte schnell und wurde binnen 2 Jahren zum kinder- und menschenfreundlichsten Hund, den man sich vorstellen kann. Sie begleitete mich jeden Tag zur Arbeit, machte lange Spaziergänge mit mir und war immer zum Spielen aufgelegt.

Einzig das Alleine bleiben klappte nicht, sie hatte furchtbare Verlassensängste. Das war aber kein Problem, da sie sehr brav unter Tischen verschwand und nicht bemerkt wurde, wenn sie nur in meiner Nähe sein durfte.

Wir hatten 12 wunderbare Jahre miteinander verbracht, als sie von einem Hund regelrecht zusammengebissen wurde. Die Wunden verheilten zwar, aber es bildete sich eine Embolie im Hirn, welche zu massiven epileptischen Anfällen führte.

Nachdem medizinisch Alles versucht wurde, mussten wir sie leider gehen lassen. Sie starb wie sie damals gekommen war - in meinen Armen. Ihr Blick sagte Danke und Lebewohl.

Noch immer kommen mir die Tränen, wenn ich daran denke. Aber sie hat 12 wunderbare Jahre bei uns gehabt, wurde geliebt und gab all dies tausendfach an uns zurück. Ich möchte keinen Tag missen.

Ich danke Dir, meine unvergessene Zaubermaus!

PS: Heute lebt wieder ein Hund in unserem Haus, der auf ein gutes Zuhause wartete – das ist ganz sicher auch im Sinne von Jeanny. 

18.12.2007

20.12.2007


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