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Kuschel

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Hallo an alle,

ich bin die „Kuschel“, eine ganz liebe Standard-Chinchilla- dame.

Geboren wurde ich im Jahre 2001, vielleicht auch ein bisschen früher, aber mein Leben war anfangs gar nicht so schön. Ich musste in einem kleinen Vogelkäfig wohnen und Hasenfutter essen. Durch die fehlende Bewegung und das falsche Futter wurde ich ein bisschen dick. Leider war ich auch krank – doch das wusste niemand. Einen Chinchilla-Freund hatte ich auch nie…

Aber ich mag gar nicht viel an damals denken, ich erzähle euch lieber, wie es mit mir weiterging.

Im März 2006 kam ich dann endlich zum Tierschutzverein Pfaffenhofen. Da habe ich dann auch einen schönen großen Käfig mit vielen Nage- und Kletterästen bekommen.

Mit meinen großen Kulleraugen habe ich mich ganz schnell in die Herzen der Mitarbeiter dort geschlichen, und wurde sehr verwöhnt. Besonders die Frau Lob hat mich ganz lieb gewonnen und mir gezeigt, wie es ist, wenn man beachtet und geliebt wird.

Aber auch wenn es dort schön war, für immer konnte ich natürlich dort nicht bleiben.

Im September 2006 stieß meine neue Menschen-Freundin auf meine Anzeige im Internet. Meine
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großen Kulleraugen und meine schönes Gesicht haben es auch ihr angetan, so dass sie mich 2 Wochen später abholte. Ein bisschen traurig war ich schon, als ich plötzlich in so einer Kiste saß. Ich wusste ja nicht, was nun auf mich zukommt.

Aber, daheim angekommen, bekam ich einen ganz großen Käfig nur für mich alleine, den mein Mensch selber gebaut hat. Da war auch ganz toller Sand drin und ich sah gleich richtig „flauschig“ aus.

Darauf kam kurz danach noch eine Überraschung: Ich durfte in ein eigenes Zimmer mit 6 Käfigen ziehen, in dem schon 12 Chinchillas ein zu Hause gefunden haben. Die meisten davon haben ähnlich traurige Geschichten wie ich erleben müssen. Ich wurde auch von allen gleich begrüßt, aber ich habe gar nicht richtig verstanden, was die sagen…ich konnte ja die Chinchillasprache nicht so gut.

Das war aber sehr aufregend, so viele neue Gesichter auf einmal zu sehen!

Weil ich aber noch nie einen Chinchilla-Freund hatte, musste ich noch ein bisschen alleine bleiben, bis ich mich an mein neues Zuhause und die vielen neuen Geräusche gewöhnt hatte. So lernte ich aber schnell wieder, meine Sprache zu verstehen…nach einigen Tagen hab ich mich sogar getraut, ganz schüchtern mitzusprechen.

Beim täglichen Auslauf durfte ich dann auch mal an den Gittern der anderen Käfige schnuppern und lernte meine ersten Artgenossen kennen. Manchmal durfte der Kleinste von allen ein bisschen mit mir zusammen laufen, er war ja noch fast ein Baby, und immer ganz lieb zu mir, aber ein bisschen Angst hatte ich trotzdem.

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Anfangs wusste ich ja gar nicht so recht, was ich machen soll. Aber mit der Zeit fand ich es lustig, auch einen Freund zu haben. Frauchen meinte leider, dass der nichts für mich ist, weil ich keine Kinder kriegen darf. Sie hat mir dafür ganz fest versprochen, bald eine liebe Freundin für mich zu finden.

Das hat dann auch gar nicht so lange gedauert, wie wir befürchtet hatten. Kaya, ein süßes Chinchilla-Mädchen bei meinem Frauchen war mit ihrer Partnerin gar nicht so glücklich. Also wurde sie mir vorgestellt.

Weil ich nicht so richtig wusste, wie man sich begrüßt, habe ich Kaya's Kopf mit beiden Vorderpfoten festgehalten! Das fand sie gar nicht schön und hat mir gezeigt, wie man Näschen aneinander reibt. Wir haben uns auf Anhieb gut verstanden und wohnen jetzt zusammen in einem großen Käfig mit allerlei Sachen, die man annagen darf.

Kaya hat mich gelehrt, wie man sich gegenseitig putzt, und das auch Chinchillafutter gar nicht so schlecht schmeckt. Nicht unbedingt zur Begeisterung meines Frauchens hat sie mir auch gezeigt, was man im Auslauf alles anstellen kann. Am liebsten beiße
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ich in Bücher und manchmal sitze ich auch gerne auf dem Fensterbrett und gucke durch's Fenster in den Garten.

Nur meine Gesundheit macht mir ein bisschen zu schaffen. Der Tierarzt hat gesagt, ich habe einen Herzfehler und leider deutliche Wassereinlagerungen in der Lunge und im Bauchraum…ich muss Medikamente nehmen, die überhaupt nicht schmecken. Aber mein Mensch sagt, das ist wichtig. 

Hier wohnen wir zwei übrigens jetzt, nachdem wir den anderen Käfig zu klein fanden – der Käfig gehört uns beiden ganz alleine:

Ich bin sehr froh, dass ich jetzt weiß, wie es ist, ein „Chinchilla zu sein“. Aber mal unter uns, manchmal ist es auch sehr schön, sich von meinen Menschen am Bauch kraulen zu lassen.

Eure Kuschel

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Leider musste Kuschel nach einem Jahr bei mir doch erlöst werden. Ein Herzfehler und Wasser in der Lunge machten ein beschwerdefreies Leben unmöglich.

Dennoch hat die kleine Maus ein schönes Jahr mit einer wunderbaren Chin-Freundin erleben dürfen und mir viele glückliche Momente bereitet. So konnte sie über die Regenbogenbrücke gehen und durfte wenigstens noch kurze Zeit mit einem Artgenossen in einem schönen Käfig leben – viel zu kurz war diese Zeit.

Kaya trauerte sehr, als ihre Kuschel so plötzlich fort war. Daher zog sie nach Kuschel's Tod wieder mit ihren Eltern zusammen, die ebenfalls bei mir leben...ihr Papa ist kastriert. Sie haben sich auf Anhieb wieder gut verstanden und haben nur Blödsinn im Kopf. :-)

15.12.2007

17.12.2007


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