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Heavy

Heavy kam am 04.11.07 aus unserem spanischen Partnertierheim zu uns zur Pflege. Der arme Kerl muß bisher Schlimmes erlebt haben!

Er lebte als Wachhund an einen Baum angekettet vor dem Haus seiner damaligen Besitzer. Ohne Schutz vegetierte er dort ca. 1,5 Jahre lang, der Witterung ausgesetzt und ohne Zuneigung.

Dann kam er vom Regen in die Traufe...

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Im letzten Sommer wurde er weitergereicht...an einen grausamen Mann, der ihn täglich mit irgendwelchen Gegenständen verprügelte. Wenn der arme Heavy wüßte, welche Kraft er in seinen Zähnen hat, hätte er sich vielleicht gewehrt, aber er ließ die Prügel über sich ergehen. Er dachte wohl, dies sei normal, da er bisher von den Menschen nichts anderes kannte.

Eines Tages, es gab mal wieder Haue, konnte Heavy seinem Peiniger entkommen und lief davon, wobei er von einer tierlieben Nachbarin beobachtet wurde, die den Tierschutz verständigte.

Nach einigen Tagen wurde er von Tierschützern aufgegriffen und kam ins TH Segovia. Dort versuchte man, den ausgemergelten, ängstlichen und verletzten Hund wieder auf die Beine zu bringen. Heavy hatte eine böse Wunde am Hals, die wohl durch ein eingewachsenes Metallhalsband verursacht wurde. Noch heute ist er ganz empfindsam und zuckt manchmal, wenn man ihn am Hals berührt.

Desweiteren lahmte Heavy schwer, konnte zeitweise gar nicht ohne Hilfe aufstehen. Er hat HD am linken Hüftgelenk und zusätzlich starke Arthrose. Kein Wunder bei seiner Vorgeschichte.

Ende Oktober erreichte uns der Hilferuf aus dem TH Segovia. Ein neues Hüftgelenk muß her. Silvia Bordetas hatte einen Spendenaufruf in Spanien gestartet.

Wir wollten Heavy helfen und starteten auch hier in Deutschland einen Spendenaufruf für Heavy's ärztliche Versorgung.

Dann kam uns die Idee, ihn hierher zu holen. Spanien's Tierärzte sind wohl nicht gerade Spezialisten auf diesem Gebiet. Außerdem ist es mittlerweile bitterkalt in Segovia und die Versorgung im TH sehr schwierig, da fast täglich neue Findlinge und Abgabetiere hinzukommen.

Mit Hilfe der Organisation wolkenhunde.de kam unser Sorgenkind dann Anfang November am Frankfurter Flughafen an.

Ein total verschüchtertes, noch immer abgemagertes Häuflein Elend kam da in unsere Obhut.

Nachts um 2 Uhr kamen wir von Frankfurt zurück und da war erst mal großes Beschnuppern mit unseren 6 eigenen Hundies angesagt.

Wir beschlossen dann, Heavy in der ersten Nacht im Keller zu lassen, damit er seine Ruhe hat, zumal er von der Sedierung vorm Flug noch ziemlich neben der Spur war.

Mein Lebensgefährte wollte mit der Taschenlampe unser Grundstück kontrollieren, ob der Zaun auch überall in Ordnung sei, da die Kinder am Vortag Bretter für's Baumhaus darüber geworfen hatten. Als er mit der Taschenlampe in der Hand rauskam, flüchtete Heavy, laut wimmernd!

Wir hatten im TH erfahren, daß Heavy, vor allem männlichen Personen gegenüber, sehr ängstlich ist. Besonders schlimm sei es, wenn diese einen Gegenstand in der Hand hielten. Wir gingen davon aus, daß er vor Besenstielen oder anderen großen Gegenständen Angst hat....aber vor einer kleinen Taschenlampe...das war schon der Hammer!

Was muß der Arme bloß durchgemacht haben!

Mittlerweile blüht unser Sorgenkind richtig auf!

Er ist seit fast 2 Wochen bei uns und wir wissen jetzt, warum er im TH einer der Lieblinge war...man muß diesen sanften Riesen einfach liebhaben!

Die Wärme im Haus tut ihm sichtlich gut und abends liegt er vor'm Kamin oder auf "seinem Lieblingsplatz"...das Riesending liegt dann auf der Ottomane unserer Couch, ;-).

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Daß wir mehr Zeit für ihn haben als die Mitarbeiter des Tierheimes, läßt ihn schnell an Vertrauen gewinnen. Beim Anlegen des Halsbandes hatte er anfangs furchtbar Angst. Jetzt ist es was ganz alltägliches für ihn und er freut sich auch über die Spaziergänge.

Er tobt dann ganz ausgelassen mit den anderen Hunden über die Wiesen und man sollte nicht glauben, daß er an schwerer Arthrose und HD leidet. Wenn er mit seinen riesigen Tatzen so durch die Gegend schlappt, erinnert er einen an Lucky Luke's Rantanplan ;-)

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Heavy ist einfach nur lieb und verschmust, verträgt sich mit Artgenossen und Katzen. Seine Schmerzmittel konnten wir auch schon reduzieren, was für seinen Kreislauf besser ist.

Im Januar wird Heavy hoffentlich soweit fit sein, daß wir den Eingriff vom Tierarzt machen lassen können. Vorgesehen war eigentlich ein neues Hüftgelenk, aber wir tendieren stark zur Goldakupunktur, zumal seine starke Arthrose durch ein neues Hüftgelenk nicht besser wird.

Natürlich werden wir eines Tages Abschied von unserem Schützling nehmen müssen und wir wünschen uns für Heavy ein liebes Zuhause bei Doggenliebhabern, am besten ebenerdig, ohne Treppen.

Vielleicht findet er ja sogar ein Zuhause bei einem weiteren freundlichen Hund, der ihm etwas Sicherheit gibt.

10.12.2007

12.12.2007


weihnachtstiere

Oder einen Gutschein über einen Tierheimbesuch im neuen Jahr!

Niemals ein Tier verschenken, ohne zuvor gefragt zu haben, ob es erwünscht ist!!
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