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Hanne

Aus dem Tagebuch eines Schnauzers

Es ist noch dunkel als ich aufwache. Ein leichter Kaffeeduft umweht meine Nase.

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Ich erhebe mich langsam und strecke meine vom Liegen steifen vier Pfoten. Bin ja nicht mehr die jüngste. Anschließend recke ich meinen Hals, um über das Bett zu schielen.

'Ah, das Bett ist schon gemacht', denke ich. 'Meine Blase drückt schon ein wenig, am liebsten würde direkt vor die Tür und meine Geschäfte erledigen. Vielleicht ist Frauchen ja schon startklar zum Gassigehen.'

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Frohen Mutes tapse ich über den Flur gen Wohnzimmer. Und dort sitzt mein Frauchen mit Kaffeetasse in der Hand, gebeugt über die Ruhrnachrichten.

‘Zu früh gefreut, das wird wohl nichts. Na ja, ich kann die Aufmerksamkeit ja mal auf mich lenken, dann kommt Frauchen schon drauf, wo ich dringend hin muss.’

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Ich schlendere herbei, streife wie nebenbei ihr Hosenbein und beginne, demonstrativ vor ihr die Vorderpfoten zu strecken. Anschließend schüttel ich mich, so dass mein Halsband klappert.

„Guten Morgen, Hanne, auch schon wach, Langschläferin?“, werde ich von Frauchen begrüßt.

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Ich erwidere ihre Ansprache mit einem kurzen “Wuff, Wuff” und schmiege meinen Kopf an ihre Hand, die sie mir hinstreckt. Nun gucke ich ihr in die Augen und versuche in ihnen zu lesen, ob sie jetzt verstanden hat.

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„Ach, meine Liebe, du musst bestimmt schon raus. Ich packe nur schnell mein Geschirr weg“, teilt sie mir mit und nimmt den letzten Schluck aus der Kaffeetasse.

Als sie sich erhebt, springe ich auf.

'Juchhu, jetzt geht’s los, jetzt muss ich dran bleiben. Nicht dass irgendetwas dazwischen kommt, was den Spaziergang verzögert.'

DING, DONG! macht der Türsummer.

'Oh, nein, hoffentlich kein Besuch', denke ich.

„Jaahaa“, ruft Frauchen in den Raum und eilt zur Haustür.

Ich folge ihr auf den Fersen und bringe mich mit mahnendem “Wuff, Wuff” in Erinnerung. Gleichzeitig nehme ich neben der Haustür Habachtstellung ein und ermahne Frauchen erneut.

Sie öffnet die Tür und – Erleichterung macht sich in mir breit – es ist nur der Postbote.
Den kenne ich schon, der ist schnell wieder weg.

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„Ein Päckchen für sie“, teilt er mit.

„Ah, ja das erwarte ich schon sehnsüchtig für meinen Schatz.“

Sie nimmt erfreut das Päckchen in die Hand und unterschreibt die Entgegennahme. Und schon verabschiedet sich der Postbote mit einem kurzen Gruß.

'Ein Päckchen für einen „Schatz“? Bin ich gemeint?' frage ich mich neugierig.

'Hundekekse, Hundekuchen, vielleicht ein Ball zum Spielen', überlege ich weiter. Vorfreude macht sich in mir breit und ich wedel instinktiv mit dem Schwanz.

'Oder ist es vielleicht doch nicht für mich', meldet sich ein weiterer, unerfreulicher Gedanke.

„Ja, da wirst du Augen machen, Hanne“, Frauchen blickt mich mit einem verschmitzten Lächeln an.

Es raschelt, weil Frauchen das Päckchen direkt öffnet. Nun bin ich ganz aufgeregt, gebe Laut und drehe mich im Kreis um Frauchens Beine. Sie hält nun etwas rotes, wolliges in Händen.

'Mmh, was soll das denn sein?', überlege ich.

„Schau mal, ein Pulli zum Überziehen, damit du im Winter nicht so frierst", teilt mir Frauchen mit. „Das probieren wir gleich mal an, was meinst du?“

Sie hält mir das gute Stück vor die Nase. Ich nehme eine tiefen Atemzug, ok, akzeptabel, denke ich.

Frauchen streift mir vorsichtig den Pulli über den Kopf und fischt meine Pfoten durch die Ärmel. Ich bewege mich langsam mit dem Etwas am Körper.

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„Hach, ich glaube es passt“, flötet Frauchen in hohen Tönen. Sie zupft ein bißchen am Pulli.

Wir blicken uns an: Sie mit einem freundlichen, zustimmenden Lächeln und ich noch etwas skeptisch dreinblickend.

Ich merke langsam, wie das Wollige sich gut an meinen Körper anschmiegt und nicht einzwängt. 'Ok, akzeptabel, kann man ja mal ausprobieren', denke ich.

„Aber jetzt nichts wie raus vor die Tür“, ruft sie aus, und ich gebe erneut ein "Wuff, Wuff" von mir.
Frauchen schlüpft nun auch schon in Mantel und Schuhe.

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Dann öffnet sie die Haustür und eine kalte Windböe weht mir entgegen.

Sogleich merke ich, dass die Kälte gar nicht mein Fellkleid erreicht – Dank dem roten Wollpulli!

06.12.2019

08.12.2019


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Oder einen Gutschein über einen Tierheimbesuch im neuen Jahr!

Niemals ein Tier verschenken, ohne zuvor gefragt zu haben, ob es erwünscht ist!!
Eltern sollten sich immer bewußt sein, daß SIE die letztendliche Verantwortung für ein Tier haben und nicht das Kind - Egal ob Hund, Katze oder Meerschweinchen und egal, was man vorher sagt!!

Alles für Euer Tier! 

  

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