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Cynthia & Max

Unsere Geschichte

Am 25.3.2020 hatten wir im Tierheim Stadthagen einen Anruf der Polizei erhalten, dass ein Tierhalter verstorben sei und nun zwei Hunde allein in der Wohnung säßen.

Natürlich sind wir sofort dorthin gefahren und fand zwei ungepflegte und übergewichtige Hundesenioren vor:

Shi Tzu Cynthia (* 2011) und und Jagdhundmischling Max (* 2010).

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Entzückend - und unzertrennlich, die zwei.

Cynthia musste zunächst einmal geschoren werden, um sie von ihren Verfilzungen zu be- freien.

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Schnell fanden sich (natürlich...) viele Interessenten für die kleine Herzensbrecherin, doch niemals wollte jemand auch ihren Freund Max aufnehmen. Aber eine Trennung der beiden kam für uns auf keinen Fall in Frage, zu sehr hingen sie aneinander.

Im Oktober 2020 hatte Max einen Bandscheibenvorfall, doch mit Physiotherapie und Laserakupunktur war er bald wieder auf den Beinen.

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Insbesondere Max kam dann seine Schnüffelnase beim Weihnachtswichteln zu Gute; Cynthia war dann doch eher eine “Petite Dame.” ;-)

 

Im Juni 2021 bekam Cynthia dann aber unser Sorgenkind im Tierheim.
Ein Milztumor wurde in der Klinik unseres Vertrauens entfernt, und mehrere Chemo- therapien folgten, um sicherzugehen, dass nichts zurückgeblieben war.

All diese Zipperlein erleichterten die Vermittlungsversuche natürlich nicht, und wir hatten fast schon die Hoffnung aufgegeben, als endlich ihr persönliches Wunder geschah:

Am 15.07.2021 zogen die beiden zusammen in ihr Zuhause, das nun hier zu Wort kommen soll:

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Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei - oder auch auf jedes Ende folgt ein Neubeginn.

Es gibt viele Sprüche, die sich mit dem Ende eines Lebensabschnittes oder gar eines ganzen Lebens beschäftigen, aber keinen, der wirklich gut vermittelt, wie es ist, uner- wartet einen geliebten Menschen zu verlieren.

Plötzlich steht man da, der Mensch mit dem man geplant hatte, den Rest seines Lebens zu verbringen, ist nicht mehr.

Von einem auf den anderen Tag ist alles anders.

Die Wohnung zuvor in belebter Zweisamkeit wird still.

Man findet sich alleine wieder oder, wie in meinen Fall, mit einer geliebten Hausamsel zusammen (verletzt gefunden und nicht mehr auswildbar) inmitten einer ausschweifenden Legokollektion. Ein Legokönigreich förmlich. Die Schränke, Sideboards und Tische voll- gestellt mit bunten Plastikbauten, die so manch Kinderaugen zum Leuchten bringen würden. Die Leidenschaft meines im Oktober 2020 verstorbenen Ehemannes.

Nun stellte sich die Frage, wohin damit?

Wie die Hobbybastler oder Eltern unter Ihnen wissen werden, ist Lego keine sonderlich günstige Angelegenheit, und so kam es, dass sich Ende November eine gute Summe Geld angesammelt hatte und in meiner Wohnung wieder mehr freie Abstellflächen existierten.

Das Geld ließ ich lokalen Tierheimen zugute kommen und traf so im Tierheim Stadthagen zum ersten Mal auf Max und Cynthia. Ein Duo an Vierbeinern, die seit klein auf zu zweit unterwegs waren und nicht nur viele Jahre, sondern auch einige Krankheiten zusammen überstanden hatten.

Zu diesem Zeitpunkt galt das alte Paar als fast unvermittelbar.

Der humpelnde Max mit seinem Bandscheibenvorfall und kaputten Hüfte.

Cynthia, die so gut wie blinde Dame mit Arthrose, Krebsoperation und Chemotherapie.

Alles bisher tapfer durchgestanden und irgendwie wusste ich sofort, dass ich genau diese beiden mit nach Hause nehmen würde.

Doch bis dahin sollten leider noch einige Monate vergehen; obgleich nun legofrei war meine damalige Wohnung nicht wirklich hundetauglich. So verweilte über den Winter 2020 lediglich eine Weihnachts karte des Tierheims auf meinem Küchentisch, wo ich meinen Gästen regelmäßig die Fotos der Beiden angetan präsentierte.

Im Jahr 2021 war der große Umzug geplant; meine Amsel und ich zusammen in ein Haus auf dem Dorf.

Im Sommer war es dann endlich vollbracht.
Haus und Garten samt Gartenzaun standen bereit und trotz Amsel fehlte noch etwas Gesellschaft in den neuen vier Wänden. Ein guter Freund und Helfer beim Umzug war der gleichen Meinung und schlug mir ohne vorherige Absprache eben genau das Hundepaar vor, mit dem ich bereits seit dem vergangenen Winter am Liebäugeln war.

Sei es Zufall oder Schicksal, die Entscheidung war bestätigt und gefallen.
Es ging zurück ins Tierheim, wo die zwei immer noch geduldig auf neue Besitzer warteten.

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Nach den ganzen Monaten ging dann plötzlich alles sehr schnell, innerhalb von einer Woche waren Max und Cynthia bei mir eingezogen.

Zahlreiche Hundekissen und ein großer Garten erwarteten sie in ihrem neuen Heim, in dem sich das alte Paar recht schnell einfand.

Max humpelt zwar noch, aber beschützt inzwischen sehr eifrig und mit neuer Energie sein Heim.

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Cynthia ist nie weit entfernt und tappelt mir freudig hinterher, unbekümmert, auch wenn sie ab und an gegen ihre Kissen läuft.

Beide sind herzenslieb, wohlerzogen und treu wie es nur Hunde sein können.

Zusammen bringen sie eine Ruhe und Wärme in das neue Haus, und es gab noch keinen einzigen Tag, an dem ich es bereut hätte, sie zu mir geholt zu haben.

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Zu guter Letzt möchte ich mich bei all den engagierten Mitarbeiter*innen und Ehren- amtler*innen bedanken, die stets dafür einstehen, dass jedes Tier ein neues Zuhause verdient und bekommt, egal wie alt und krank es sein mag.
 

05.12.2021

07.12.2021


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Oder einen Gutschein über einen Tierheimbesuch im neuen Jahr!

Niemals ein Tier verschenken, ohne zuvor gefragt zu haben, ob es erwünscht ist!!
Eltern sollten sich immer bewußt sein, daß SIE die letztendliche Verantwortung für ein Tier haben und nicht das Kind - Egal ob Hund, Katze oder Meerschweinchen und egal, was man vorher sagt!!

Alles für Euer Tier! 

  

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