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Rudi

Guten Tag,

darf ich mich vorstellen?

Mein Name ist Rodolpho, auch Rudi genannt, und ich möchte ein bisschen aus meinem neuen Leben und meiner neuen Familie erzählen.

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Ich bin ca. acht Jahre alt und komme aus Italien, genauer gesagt aus der Toscana. Seit Anfang Januar 2019 lebe ich im Westerwald. Wie einige meiner Vorgänger auch, wie mir gesagt wurde.

Ursprünglich komme ich von einem Jäger, der mich abgegeben hat, weil ich krank war und nicht jagen wollte. Ich habe nämlich Leishmaniose, aber eine Freundin von Frauchen, die in der Toscana lebt, hat mich aufgepäppelt und dann durfte ich nach Deutschland reisen. Herrchen hat mich in Fürth abgeholt und ist mit mir in den Westerwald in mein neues Zuhause gefahren.

Wir kamen  an, da war es schon dunkel und Herrchen hat Frauchen gleich vorgewarnt, ich würde schnappen. Ach, na ja, blauäugig wie Frauchen ist, hat sie trotzdem versucht mich aus dem Auto zu heben, weil ich mich geweigert habe auszusteigen, und schon lernte sie mich kennen!!!

Knurr, schnapp!

Aber dann kam sie mit einem Stück Frikadelle an, hielt sie mir vor die Nase, hat sie mir aber nicht gegeben, ja, was sollte ich da machen..., da musste ich wohl aussteigen.

Im Haus habe ich mich dann erst mal umgesehen und gleich die eine und andere Stelle markiert, muss einfach sein so etwas! Das hat sie an irgendeinen Ugio erinnert, der auch mal hier gewohnt hat, aber jetzt schon im Hundehimmel ist.

Die ersten Tage haben sie doch tatsächlich manchmal aus Versehen Ugio zu mir gesagt, irgendwie muss ich sie ganz doll an ihn erinnert haben.

Nach ein paar Tagen hatte ich schon wieder einen neuen Namen:

Rudi Ratlos!

Und ich kann euch sagen, der Name kam nicht von ungefähr!
Außer zwei Hunden, die Neri und die Emma, wohnt hier doch tatsächlich noch eine Katze. Eine Katze! Und man soll es nicht glauben, es wurde mir doch tatsächlich verboten sie zu jagen!

Davon abgesehen hat mich diese Katze nicht gerade freundlich empfangen.
Kaum hatte sie mich entdeckt, bekam sie eine ganz merkwürdige Figur. Ihr Rücken wurde auf einmal ganz krumm, sie  fauchte mich an und schlug doch tatsächlich nach mir! Können sie sich das vorstellen!!!

Trotzdem konnte ich es nicht lassen und bin ihr noch ein paar mal hinterher gelaufen, bekam es aber jedesmal verboten. Na ja, was sollte ich machen, ich habe sie dann in Ruhe gelassen und mittlerweile verstehen wir uns gut und wir gehen öfters mal zusammen im Garten spazieren.

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Das war aber nicht alles. Denn als ich am nächsten morgen aus der Terrassentür sah, erblickten meine überraschten Augen doch tatsächlich Hühner in dem Garten. Na, das war vielleicht ein Freudenfest für mich; außer Rand und Band war ich, das können Sie mir glauben! Was hatte ich doch für ein Glück!

Aber was soll ich sagen, auch die Hühner zu jagen wurde mir untersagt. Allerdings muss ich sagen, dass diese Hühner ganz schön frech waren, gar keine Angst vor mir hatten und mir sogar hinterher rannten, um mir in den Po zu picken.

Das kannte ich so noch nicht!!!!!

Ich fand das ganz schön gefährlich und habe das irgendwie nicht so richtig verstanden, deswegen habe ich sie auch in Ruhe gelassen. Und deshalb haben sie dann Rudi Ratlos zu mir gesagt.

Aber zurück zum ersten Abend.
Ich habe dann gemerkt, dass Herrchen und Frauchen eigentlich doch ganz freundlich sind, und als sie dann später ins Bett gegangen sind, war ich natürlich dabei... Wenn man es genau nimmt, war ich der erste im Bett!

Im ersten Moment waren sie sprachlos. Das wiederum kannten sie so nicht!!!

So viele Hunde hatten sie schon, aber keiner hat im Bett geschlafen haben sie gesagt. Na ja, es gibt immer ein erstes mal!

Allerdings fanden sie es nicht gut, dass ich mit meinem langen Rücken - ja, ich muss zugeben ich bin etwas lang geraten - hoch und runter springen musste. Deswegen haben sie mir ein paar Tage später eine Treppe gekauft, die ich erst mal misstrauisch beäugte. Und während ich dieses Teil so betrachtete, hatte das kleine Emmchen die Gelegenheit beim Schopfe ergriffen und schwups war sie im Bett. Das konnte ich natürlich nicht auf mir sitzen lassen und bin auch ins Bett geklettert.

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Mit anderen Worten, jetzt schlafen wir beide im Bett!

Ich schlafe, wie es sich gehört, am Fußende. Das Emmchen dagegen aber nimmt gar keine Rücksicht und knallt sich überall hin! Auch, wenn ich auf der Couch liege, legt sie sich einfach dazu und benützt mich als Kopfstütze.

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Allerdings kommt Emma immer erst morgens ins Bett, wenn das Huhn Tussi erwacht, ins Schlaf- zimmer kommt und kräht. Natürlich stehen wir dann noch nicht auf, da ist es ja noch dunkel, deswegen legt sich Tussi auf ein Hundebett und schläft auch noch ein Weilchen.

Das mit der Tussi ist auch so eine Sache, etwas merkwürdig, wenn Sie mich fragen; dieses Huhn lebt nämlich, wie Sie wahrscheinlich schon erkannt haben, im Haus!

Sie ist die letzte der Hühnerschar; die zwei anderen leben nicht mehr.
Sie hatten Legedarmentzündung und haben das nicht überlebt. Deswegen bekommt Tussi Testosteron, damit sie keine Eier mehr legen muss und keine Legedarmentzündung bekommen kann.

Normalerweise legen Hühner ja nicht jeden Tag ein Ei, die sind auch nur darauf gezüchtet worden, und spätestens nach zwei Jahren werden sie geschlachtet, wenn sie anfangen nicht mehr so viel zu legen. Bei uns wird natürlich niemand geschlachtet und Tussi bildet sich jetzt testosteronmäßig ein sie wäre ein Hahn.

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Sie  ist meistens dort zu finden, wo sich Frauchen auch aufhält.

Ist Frauchen vorne im Garten ist Tussi auch da, ist sie hinten im Garten, ist Tussi ebenfalls dort. Machen wir uns vorne im Hof fertig zum Spaziergang, ist sie auch dabei und gackert empört vor sich hin, wahrscheinlich, weil sie nicht mit darf.

Wir hören sie noch eine ganze Weile, wenn wir losgegangen sind. Und wenn wir zurückkommen, rast sie sofort in den Hof, um Frauchen zu begrüßen. Uns begrüßt sie natürlich nicht; uns jagt sie durch den Garten. Sie sitzt manchmal sogar vor der Badezimmertür, wenn Frauchen im Bad ist und wartet, bis sie wieder heraus kommt. Die beiden sind sozusagen ein Arsch und eine Seele, wie man so schön sagt.

Deswegen wurde Tussi auch nicht weggeben, nachdem die beiden anderen Hühner gestorben waren. Und jetzt hat dieses Huhn die Herrschaft über Haus und Garten übernommen!

Wenn Sie mich fragen: Sie ist leicht größenwahnsinnig geworden.
Sogar die Katze Josy hat Respekt vor ihr, und das will was heißen!

Die Josy ist schon 22 Jahre und hat bis jetzt jedem Hund der neu angekommen ist gezeigt was Sache ist, aber bei der Tussi ist sie auch vorsichtig.

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Aber die kann einem aber auch das Fürchten lehren, auch wenn sie hier ganz harmlos aus dem Fenster sieht, sie hat ihre Augen und Ohren überall! Immer!!!

Morgens frühstückt Tussi mit Frauchen zusammen. Frauchen sitzt auf der Couch, Tussi auf dem Tisch vor ihr und sie teilen sich ein Brötchen. Trockene Brötchen mag die Tussi nicht, das muss vorgekaut werden.

Abends ist sie am friedlichsten.
So gegen sieben begibt sie sich auf das Sofa, die linke Ecke gehört ihr und da schläft sie auch. Dann stört sie auch nicht, wenn einer von uns Hunden auf der Couch liegt.

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Auch Frauchen und Herrchen können sich auf die Couch setzen ohne dass sie meckert, da können wir ganz schön froh sein. Als ihre Schwester Winnie noch gelebt hat, hat die es sich öfters im Schlafzimmer auf dem Bett bequem gemacht, wenn die Zweibeiner nicht aufgepasst haben.

Aber zurück zu mir, ich habe mich schnell eingelebt und war richtig gut drauf, meine Zweibeiner ebenso, bis sie merkten, und das ging ziemlich schnell, dass ich Männer so gar nicht leiden konnte. Mit Ausnahme natürlich von Herrchen, obwohl ich den am Anfang auch noch ein paar mal angenurrt habe.

Das schlimmste war, so sagen jedenfalls meine Zweibeiner, als ich über den Jägerzaun geklettert bin und den Nachbarn, der etwas etwas weiter über uns wohnt angegriffen habe.

Also richtig angegriffen habe ich ihn nicht, ich bin um ihn herum getanzt und habe ihn verbellt. Das fand er gar nicht toll, und Frauchen, die das Ganze mit ungläubigen Augen beobachtet hatte war entsetzt! Sie konnte gar nicht so schnell reagieren; sie hatten ja auch schon große Hunde gehabt, aber keiner ist auf die Idee gekommen über den Zaun zu springen. Was ich gar nicht verstehen kann, die hätten den Zaun mit Leichtigkeit überwunden. Ich dagegen musste drüber klettern!

Auf jeden Fall gab es natürlich Zirkus mit dem Nachbarn und etwas später hatten wir leider einen neuen, viel höheren Zaun!

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Also fiel das über den Zaun klettern flach. Aber natürlich machen wir ja auch viele Spaziergänge und da gibt es genug männliche Wesen, denen ich die Meinung geigen konnte. Frauchen hat mich daraufhin immer an die Leine genommen, wenn sie einen Mann gesehen hat. Vorausschauend laufen nannte sie das.

Mit anderen Worten, richtig in Ruhe spazieren gehen konnte sie gar nicht, sie musste immer auf mich achten. Das war sie gar nicht gewöhnt, weil sie ja immer alte Hunde adoptiert hatten, und mit mir kam jetzt richtig Leben in die Bude.

Neri, die ja der große Angstschisser ist, fand das ganz toll wie ich so mit den Männern umging und hat mir irgendwann dabei geholfen sie anzubellen. Allerdings nur, wenn wir im Garten waren. Und die Emma ließ sich natürlich auch nicht lange bitten und kläffte eifrig mit. Das macht natürlich noch mehr Spaß !

Auch wenn wir Besuch bekamen habe ich mich fürchterlich aufgeführt, aber da hat mich irgendwie gar keiner beachtet, nicht mal angesehen haben sie mich, und wenn ich dann ruhig war gab es vom Besuch Leckerchen, da habe ich mich dann ziemlich schnell an Besuch gewöhnt und empfange jetzt jeden sehr freundlich.

Nach ein paar Wochen musste mir zur Kontrolle Blut abgenommen werden, und Frauchen ist mit mir zu unsrer Tierärztin gefahren. Im Wartezimmer habe ich mich auf Frauchen's Schoß gesetzt; das war mir alles ein wenig unheimlich! Dann musste ich mit in den Behandlungsraum und außerdem noch auf einen Tisch, das war mir irgendwie gar nicht so recht, und als mich die Ärztin streichelte habe ich sie vorsichtshalber angeknurrt.

Daraufhin bekam ich einen Maulkorb übergestülpt, das fand ich gelinde gesagt unverschämt, hat mir aber auch nichts genützt. Das Herz wurde abgehört usw., und von da an habe ich mich meinem Schicksal ergeben. Was sollte ich auch sonst machen! Und ich habe nicht mal mit der Wimper gezuckt, als Blut abgenommen wurde.

Ganz zum Schluß habe ich die Ärztin vorsichtshalber noch einmal angeknurrt, damit sie mich auch in Erinnerung behält und beim nächsten mal gleich weiß, mit wem sie es zu tun hat.

Was andere Hunde angeht bin ich wirklich ein sehr  friedfertiger Geselle; ich komme mit allen Vierbeinern klar, egal ob Männlein oder Weiblein. Auch mit Tre, Emma und Neri habe ich mich von Anfang an verstanden.

Die Tre hat uns dieses Jahr leider mit fast achtzehn Jahren verlassen. Dieses Haus beherbergt also im Moment nur Jungspunde sagt Frauchen immer, weil hier, wie ja schon gesagt, sonst nur Hunde über zehn Jahre aufgenommen werden.

Aber das passt ja, wir sind alle im gleichen Alter, und mit der Neri kann man jetzt auch spielen. Das hat ein bisschen gedauert, weil die so schisserig ist, aber es wird immer besser.

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Der Neri habe ich übrigens einiges beigebracht was man als Hund so machen kann, das hätte ja ewig gedauert, bis sie von alleine darauf gekommen wäre! Nicht nur gutes sagt Frauchen allerdings immer. Sie wäre zum Beispiel nie alleine ein Stückchen in den Wald oder in ein Gebüsch gelaufen, sondern immer brav auf dem Weg geblieben. Aber mit mir als Vorhut hat sie gar nicht lange überlegt sondern ist mir hinterher. So etwas macht sie jetzt übrigens auch ganz selbstständig.

Auch auf den Spaziergängen hat sie angefangen Leute anzubellen, als sie gemerkt hat wieviel Spaß das macht. Frauchen war entsetzt! Jetzt muss ich auf zwei Hunde aufpassen hat sie immer gesagt.

Aber irgendwie hat sie es dann doch hinbekommen, dass wir zwei uns anständig benehmen. Die meiste Zeit jedenfalls. Auf das Emmchen muss sie gar nicht aufpassen, die hängt ja an ihr wie eine Klette.

Kurz nachdem ich hier angekommen war hat es geschneit, das hat Laune gemacht, Neri und ich sind total ausgerastet, als wir das erste Feld erreicht hatten und wollten gar nicht weiter laufen, Frauchen hat am Feldrand gestanden und uns im Schnee herumtoben lassen. Emma war da nicht dabei, sie ist ja so klein und hat gleich den Bauch im Schnee, das mag sie nicht, nur wenn alles fest getreten ist läuft sie dann auch mit.

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Wenn das Gras zu hoch ist, weigert sich Emma auch weiterzugehen und bleibt einfach stehen; dann muss Frauchen sie tragen. Na ja, sie hat halt so kleine Rattenfüße, sagt Frauchen immer.

Außerdem ist sie nicht hundertprozentig stubenrein! Muss ich leider sagen!
Wenn es dunkel ist, traut sie sich nicht mehr in den Garten, und auch wenn es regnet ist sie nicht begeistert, wenn sie nach draussen soll. Deswegen liegt im Flur ein Handtuch für sie auf das sie pieseln kann.

Letztens kam Herrchen morgens ins Schlafzimmer und sagte zu Frauchen: "Ein Elefant hat ins Wohnzimmer geschissen!"

Wirklich, so hat er es wortwörtlich gesagt. Ich finde schon, das er sich etwas vornehmer hätte ausdrücken können!

Frauchen hat sich das angesehen und ihrer Meinung nach war Emmchen aus dem Schneider, so groß wie dieser Haufen war. Also blieben nur noch Neri und ich. Allerdings kann ich mich beim besten Willen nicht daran erinnern so ein Monstrum auf den Teppich gesetzt zu haben, und die Neri tat auch ganz unschuldig, das wird wohl immer ein Geheimnis bleiben.

Im Sommer passiert so etwas kaum, da ist die Tür immer auf und wir können raus und rein wir wir möchten, da sind wir viel im Garten.

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Da machen wir auch schöne Spaziergänge an unseren Waldsee, und ja, die Schisserneri läuft toll auf en Spaziergängen mit und traut sich sogar ins Wasser. Da kann man mal sehen, was meine Anwesenheit hier bewirkt hat!

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Sie nimmt seit ein paar Monaten sogar Leckerchen aus Herrchens Hand und er durfte sie sogar schon ein paar mal kurz streicheln.

Mir gefällt es wirklich sehr gut hier, na ja, bis auf diese Tussi, aber da muss man als gestandenes Mannsbild halt durch. Und wenn der Rest der Bande hier damit leben kann, werde ich das ja wohl auch schaffen, wäre doch gelacht!

So, das wär's für heute.

Ich wünsche Euch eine schöne Adventszeit und ein fröhliches Fest.

Euer Rudi

05.12.2019

07.12.2019


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Oder einen Gutschein über einen Tierheimbesuch im neuen Jahr!

Niemals ein Tier verschenken, ohne zuvor gefragt zu haben, ob es erwünscht ist!!
Eltern sollten sich immer bewußt sein, daß SIE die letztendliche Verantwortung für ein Tier haben und nicht das Kind - Egal ob Hund, Katze oder Meerschweinchen und egal, was man vorher sagt!!

Alles für Euer Tier! 

  

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