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Neues Zuhause für 3 alte Hunde,
die zusammen 38 Jahre Tierheim auf dem Rücken haben!

Es sind die Geschichten von Ghandi, Dino (Devil) und Hank

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Die Geschichte von Ghandi, 12 Jahre Tierheim: Man könnte sagen, er kam sah und siegte….


Als ich die Geschichte von Ghandi auf ‚Couch-gesucht’ las und wir zu diesem Zeitpunkt auf der Suche nach einem älteren Rüden waren, wusste ich: Der ist es.

Wir, das sind mein Freund, meine Freundin und ich, nahmen mit dem zuständigem Tierheim bzw. Fr. Dr. Koch, die sich um die „vergessenen Hunde“ kümmerte, Kontakt auf und fuhren nach Saarbrücken.

12 Jahre Tierheimzwinger, was bedeutet dies für einen Hund?

Man stellt sich im Vorfeld viele Fragen, ob sich ein Hund noch in eine Gemeinschaft integrieren kann, ob er stubenrein ist, ob er verhaltensgestört ist und und und …..

Erstaunlich war, wie schnell und problemlos sich Ghandi nach so langem Zwingerdasein in seinem neuen Zuhause eingelebt hat.

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Die ausführliche Erfolgsstory von Ghandi ist hier nachzulesen unter „Happy Ends - Couch gefunden“.

Als wir Ghandi abholten, entdeckte meine Freundin den Hund Dino (damals Devil), der bereits 14 Jahre alt war und diese 14 Jahre (seit Welpenalter!) im Tierheim verbracht hatte.

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Dieser sollte eine Woche später auf Couch gesucht eingestellt werden. Meine Freundin, die bereits 3 Hunde hat, entschied sich dafür, dem tauben Dino ein neuen Zuhause zu geben. Für uns völlig unverständlich, gab es enorme Widerstände von Gassigehern, die „ihre“ Hunde nicht vermitteln wollten.

Dino war unendlich gutmütig und sehr verträglich. Aufgrund seiner Taubheit, der lebenslangen Isolation und der im Tierheim verbrachten Prägungsphase, gab es zunächst Probleme beim Eingewöhnen.

Mit viel Geduld und Liebe, gelang es, den Hund langsam an seine neue Lebenssituation zu gewöhnen und nicht wieder ins Tierheim zurück bringen zu müssen.

Dino entwickelte sich vom „Zombie“ zu einem lebenslustigen Hund, der sich so toll freuen konnte, wenn es Gassi ging und menschliche und tierische Gesellschaft sehr genoss.

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Leider verstarb Dino nach nur 9 Monaten im neuen Zuhause. Wir hätten ihm gerne noch eine längere Zeit ohne Zwinger gegönnt, war diese kurze Zeit doch nur ein kleiner Trost für 14 traurige Jahre, die nicht hätten sein müssen.

Wir, die regelmäßige Besucher von Couch gesucht sind, verfolgten die Geschichte von Hank. 12 Jahre Tierheim:

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“Er lag auf seiner Decke und schaute.......

Er lag auf seiner Decke, ohne einen Sinn darin zu sehen, sich zu erheben. Weshalb sollte er?

Die Zwingermaße waren täglich die selben, die lauten Töne, die seinen Ohren weh taten, waren täglich die selben, auch wenn sie aus anderen Kehlen kamen.

Selbst das Futter war das gleiche, was er vorgesetzt bekam.

Ein freundliches Wort der vielen Angestellten, von denen die meisten nur unwesentlich älter waren als seine Zeitspanne, die er hier bereits wartete kam in sein Ohr und er nahm es ohne grosse Regung in sich auf. Er hatte stumpfe Augen bekommen. Weshalb sollten sie glänzen?

Die Monotonie griff ihn an seiner feinen und empfindlichen Seele an. Die Langeweile und die Routine nagten an seinem Lebensmut.

Dieser wunderschöne, im gereiften Alter befindliche Hund, von dem ich hier schreibe, ist einer der Verurteilten, der Gebrandmarkten, der Diskriminierten, der im falschen Fell
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geborenen Tiere, die die breite Masse gedankenlos und geifernd gerne "Kampfhunde" nennt.

Es ist HANK, ein ca. 14-jähriger Rüde, der seit 12 !!! (in Worten: ZWÖLF) Jahren in einem Tierheim ausharrt. Der seit dem 22. April 1995 wartet, abstumpft, leidet, hofft, weint, resigniert, sich aufgibt, wieder auf die Beine kommt, erneut strauchelt, neuen Lebensmut durch einen motivierten Gassigänger bekommt, der dann vielleicht ohne Erklärung nie wieder erscheint.

So geht sein Alltag seit 4428 Tagen ohne Höhepunkte, ohne eigenes Menschenrudel ins Land!

Ein Hund ist ein Wesen, das frische Luft, fremde Gerüche, menschliche oder hündische Gesellschaft benötigt und gerne seine vorhandenen Fähigkeiten unter Beweis stellt, nicht wahr?

Ein Hund ist kein Wesen, das täglich zu wenig Ansprache, zu wenig Motivation, zu wenig Mitgefühl und zu wenig Bewegung haben möchte.

Wenn also nun ein Hund tagein, tagaus in einem Zwinger - sei er innen oder aussen - verbringt, tagein und tagaus darauf wartet, dass lang ersehnter Besuch und damit Zuwendung kommt, was ist dann das?

Es ist Folter und ein Leben ohne Hoffnung und Glücksmomente.

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Ich möchte an SIE appellieren: Wenn Sie planen, einen neuen Hund zu sich zu nehmen und gerne einen Welpen hätten, wenn Sie hundeerfahren und gelassen sind, wenn Sie auch auf unspektakuläre Art und Weise Ihre Dominanz zeigen und leben können, DANN VERSCHIEBEN SIE bitte Ihre Vorhaben!

Holen Sie bitte Hank als Einzelhund oder zu einer Hündin in ein Heim, in ein warmes und gutes und schönes Umfeld für einen Hundemann, dessen Lebenszeit nicht mehr ewig sein wird.

Lassen Sie sich immer wieder die 4500 Tage Einsamkeit durch den Kopf gehen und fragen Sie sich bitte, ob Ihr Welpe nicht noch 1 oder 2 Jahre warten kann......Und wenn Sie dann noch denken: ...ich kann ja mal gucken......! --- dann ist das schon ein wunderbarer Ansatz auf dem Weg zum Glück für HANK.

Obwohl er sehr gut erzogen ist, befindet er sich seit fast 4500 Tagen schuldlos im TH Dellbrück.”


Sein Schicksal beschäftigte uns sehr, diese unvorstellbar lange Zeit im Tierheimzwinger. Wir überlegten, wie es zu schaffen sei, auch diesem armen Kerl noch ein schönes Zuhause zu geben.

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Ich fragte meine Freundin, ob sie es für möglich hält, einen weiteren Hund und die Aufgaben die dies mit sich bringt, mit mir zu teilen. Da ich noch einen schönen Schreibtischplatz für einen älteren Hund hätte. Wiederum nahmen wir Kontakt zu dem zuständigen Tierheim auf. Samstag fuhren wir los, um Hank kennen zulernen.

Wir sagten Ja.

Donnerstags drauf wurde Hank vom Tierheimleiter und der zuständigen Betreuerin und Patin gebracht.

Er lebte sich schnell ein und fand den Schreibtischplatz sehr angenehm. Nicht immer kann es ein „Prinzenplatz“ sein, aber doch eine gute Alternative zum Zwinger. Denn das wichtigste für einen Hund ist, am Leben seiner Menschen teilhaben zu dürfen.

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Hank verhält sich vorbildlich, ist sehr ruhig, freut sich über ein Leckerlie ab und zu, genießt seine Streicheleinheiten und dass er nicht mehr alleine im Zwinger sitzen muss.

Er ist zufrieden mit kürzeren, gemütlichen Spaziergängen (wenn es nicht regnet!) und verhält sich allen Umwelteinflüssen gegenüber sehr souverän. Alles in allem der ideale Begleiter für Berufstätige.

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Wir sind froh, dass es jemanden gibt, der sich Woche für Woche die Arbeit mit „couch- gesucht“ macht, damit auch solche Hunde noch eine Chance auf Vermittlung haben. Wir  sagen danke für all das Gute was wir schon kennen lernen durften und haben den festen Willen so weiterzumachen.

Wir bedanken uns an dieser Stelle, bei Fr. Dr. Birgit Koch, Hr. Schinzel vom Tierheim Köln-Dellbrück, Marion von “Couch gesucht“ und vielen anderen Helfern die sich um die Tiere kümmern.

Wir möchten mit unseren Erfahrungen und Erlebnissen allen Menschen Mut machen, die im Zweifel sind, einen älteren Hund und / oder einen Tierheimhund zu sich zu nehmen. Man bekommt wahnsinnig viel zurück, der ältere Hund ist nicht so anspruchsvoll, dankbar für alles woran er noch teilhaben kann.

Es macht wirklich sehr viel Freude, einem älteren Hund nach so langer entbehrungsreicher Zeit ein wenig Lebensfreude zurückgeben zu können und dazu bedarf es nicht einmal viel!

Wichtig zu erwähnen ist auch, dass dies alles ohne gute Freunde, auf die man sich voll und ganz verlassen kann, nicht möglich ist. Wir sind sehr froh, solche zu haben.

C.G.
N.M.

Ghandi’s Happy End-Geschichte
Hank’s Happy End-Geschichte

05.12.2007

07.12.2007

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Oder einen Gutschein über einen Tierheimbesuch im neuen Jahr!

Niemals ein Tier verschenken, ohne zuvor gefragt zu haben, ob es erwünscht ist!!
Eltern sollten sich immer bewußt sein, daß SIE die letztendliche Verantwortung für ein Tier haben und nicht das Kind - Egal ob Hund, Katze oder Meerschweinchen und egal, was man vorher sagt!!

Alles für Euer Tier! 

  

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