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Ben

Mein damaliger Freund und ich hatten uns nach langer Partnerschaft dazu entschlossen ein Tier zu adoptieren.

Da wir beide arbeiten gegangen sind, wollte ich eher eine Katze, da diese tagsüber Freigang haben könnte. Mein Freund wollte aber unbedingt einen Hund. Und es sollte ein Rottweiler sein. Da ich allerdings nicht allzu groß bin und nur die riesigen Rottweiler mit bis zu 60 kg im Kopf hatte, war ich vollkommen dagegen.

Ich habe mich dann etwas über die Rasse belesen und fand, dass sie vom Wesen her gut zu uns passt. Auch fand ich heraus, dass es auch kleinere Exemplare gab. Ich dachte, dass wenn wir dann ein Weibchen nehmen würden, welche evtl. noch ein Mix und daher etwas kleiner ist, kann das gut funktionieren.

Da unsere bisherigen Tiere aus dem Tierschutz gekommen sind wollte ich auch diesmal wieder einen aus dem Tierheim. Zufälligerweise hatte unser ansässiges Tierheim sogar eine zierliche Rotti-Mix-Hündin dort. Also beschlossen wir zu den Öffnungszeiten vorbei zu fahren und sie uns einmal anzuschauen.

Wir haben im Tierheim dann den Pfleger auf die Hündin angesprochen. Dieser teilte uns allerdings mit, dass sie in ihrer ehemaligen Familie das Frauchen vor dem Herrchen verteidigt.
Da das unser erster großer Hund gewesen wäre, war uns dies dann doch zu unsicher.

Sie hatten noch eine Rotti-Hündin da.
Diese hat uns allerding optisch (ich weiß, aber das Auge entscheidet meistens doch mit) nicht gefallen. Außerdem war sie mit anderen Hunden nicht verträglich. Daher fiel auch hier nicht die Wahl.

Der Pfleger teilte uns dann mit, dass sie noch einen hübschen Rotti-Bub da hätten. 1 Jahr und 8 Monate alt. Er hat in einer Familie mit zwei Kindern gelebt und wurde abgegeben, da es einen neuen Vermieter gäbe, welche die Familie vor die Wahl gestellt hätte: Hund oder Wohnung. Dieser wäre gerade im Freilauf.

Wir sind dann dorthin gegangen um ihn uns anzusehen.
Naja, und was soll ich sagen, da kam unser Ben.

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Aber lassen wir ihn ab hier selbst erzählen:

Hallo.

Wir ihr sehen könnt, bin ich ein wunderhübscher Rotti-Mann.

Frauchen hat ja oben schon geschrieben, wie ich im Tierheim gelandet bin.
Ich muss dazu sagen, ich glaub bei Frauchen war es keine Liebe auf den ersten Blick.

Als die beiden zu mir in den Freilauf gekommen sind habe ich sie auch erst mal gekonnt ignoriert. Männer haben mir da besser in den Kram gepasst. Habe dann erst mal den Pfleger angesprungen und mein neues Herrchen.

Frauchen fand mich doch noch verdammt groß hat sie mir später im Stillen erzählt. Aber trotzdem sind sie mit mir Gassi gegangen. Endlich wieder etwas anderes riechen.

Die beiden habe ich ganz schön hinter mir her gezerrt. Ich hab immer wieder gesehen, dass sie meine Leine untereinander gewechselt habe. Naja, so 40 kg in einem Geschirr haben schon gute Zugkraft. Ich glaube die hatten danach ganz schön dicke Oberarme. Aber trotzdem sind sie wieder gekommen, auch wenn die nächsten Gassigänge nicht viel anders ausgesehen haben.

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Irgendwann kamen sie dann nicht mehr nur zu zweit, sondern die ganze Familie war mit dabei um mich kennen zu lernen. Die Oma von Frauchen fand mich erst mal viel viel viiiieeel zu groß. Aber die Meinung hat sie schnell geändert und jetzt sind wir die besten Freunde. :-)

Meine Familie wollte mich dann eigentlich adoptieren.
Allerdings gab es dann Probleme, da sich irgendwelche Leute gemeldet haben, die Anspruch auf mich erheben wollten. Das ging ja mal gar nicht. Da sollte ich adoptiert werden und dann kommt da jemand daher gelaufen, und macht alles kaputt.

Ich musste noch fast einen Monat im Tierheim verbringen, bis ich gehen durfte. Zum Glück hat das Tierheim einen guten Anwalt und die Angelegenheit war erledigt.

In meinem neuen Zuhause habe ich Frauchen, glaube ich, ganz schön das Leben schwer gemacht.

Sie hat direkt mit mir die Hundeschule besucht und wir sind 1-2 wöchentlich dorthin gegangen um das 1 x 1 zu lernen. Herrchen musste nur mit dem Finger schnippen und ich habe die Sachen, welche wir in der Hundeschule gelernt haben bereitwillig ausgeführt. Frauchen musste sich da mehr ins Zeug legen, obwohl sie ja eigentlich die ganze Arbeit mit mir gemacht hat. Aber wie schon vorher geschrieben, ich war halt ein Männerhund.

Aber nach einiger Zeit habe ich mich dann auch auf Frauchen eingelassen und jetzt gebe ich sie nicht mehr her. Nie wieder!

Nachdem das mit dem Grundgehorsam gut geklappt hat, haben wir in der Hundeschule mit Agility und Hoopers angefangen. Kurz danach kam noch Mantrailen dazu. Man das hat alles richtig viel Spaß gemacht. Und bis auf das Agility machen wir das auch heute noch.

Allerdings lief es nach einiger Zeit zwischen Frauchen und Herrchen nicht mehr so gut und sie haben sich im Guten getrennt. Ich durfte dann mit Frauchen in das Haus ihrer Eltern ziehen und musste nicht in das Tierheim zurück. Ich Glückspilz. :-)

Da wir nun ein neues Zuhause suchten und zeitgleich auch die Omi von meinem Frauchen, kam denen die tolle Idee, dass man ja zusammen ein Zweiparteienhaus kaufen könnte. So ist es dann auch gekommen. Ich hatte auf einmal einen Garten ganz für mich alleine zum Stromern. Und da die Omi von Frauchen mit im Haus wohnt, kann ich jederzeit zu ihr gehen, wenn Frauchen arbeiten ist und Fressen abstauben. :-)

Wir waren sehr glücklich zusammen, haben weiterhin die Hundeschule besucht, ganz viele Hunde- und Menschenfreundschaften auf den Gassigängen geschlossen.

So sind die Jahre ins Land gezogen und auf einmal kam Frauchen mit der fixen Idee an, dass man mir noch ein Mädchen vorsetzen könnte. OK, wirklich fix war die Idee nicht, da sie Frauchen schon fast 3 Jahre im Kopf rumgegeistert ist. War also nicht die Schnellste mein Frauchen... ;-)

Somit ist dann nach einiger Zeit die Eve bei uns eingezogen.
Aber die kann ihre Geschichte ruhig alleine erzählen. Frauen reden doch so gerne.

Jetzt aber wieder schnell zurück zu mir. ^^

In den ganzen Jahren haben wir viel zusammen erlebt.
Wir waren in vielen Regionen in Deutschland und haben Urlaub gemacht. Urlaub ist eh immer die schönste Zeit. Das findet nicht nur Frauchen, sondern auch ich.

Im Urlaub waren wir auch auf Fotoshootings.
Ich bin sogar in zwei Hundebüchern drinnen. Also fast schon ein Star :-D

Aber jetzt Urlaubsfotos auspacken würde das ganze hier sprengen. ;-)

Zum Glück hat Frauchen keinen Kleiderfimmel. Da ich auch ein dickes Fell und Unterwolle habe, brauche ich zum Glück keine Kleidung. Aber es gibt echt arme Hunde, die würden den Winter sonst nicht überstehen. Aber zu Weihnachten musste ich mal für eine Mütze herhalten. Die hat sie mir nach 5 Minuten aber wieder abgenommen.

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Trotzdem finde ich, ich sah richtig klasse aus.

Bis ich 9 war, war ich auch kaum grau. Die meisten Leute haben mich auf 2-3 Jahre geschätzt. Mann, da war ich aber stolz wie Oskar. Ganz besonders als Frauchen ein orthopädisches Bettchen für mich kaufen wollte. Die Verkäuferin hat gefragt für wen das denn sein soll. :-)

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Mittlerweile bin ich schon 11 Jahre alt.
Das ist ein stolzes Alter. Aber zum Glück bin ich noch gut unterwegs. Nur mehr Schlaf brauche ich mittlerweile. Da Zuhause aber genug Schlafgelegenheiten sind, ist das kein Problem. Hier bin ich in meinem Schlafbettchen. *grins*

Vor kurzem, als ich noch stramme 10 Jahre alt war, haben Frauchen und mein neues Herrchen eine Hundetrainerin kennen gelernt, welche mich von früher kannte. Also bevor ich in meinem jetzigen Zuhause angekommen war. Diese sollte mich damals trainieren.

Sie erzählte ihnen wie ich früher wirklich gelebt hatte, wie es in meiner damaligen Familie aussah und ich muss sagen, das war echt nicht schön. Da war das Tierheim richtig richtig gut dagegen.

Frauchen hat erst mal ungläubig geschaut und konnte es nicht fassen. Und dann hat sie losgeheult wie ein Schlosshund. Aber ich war ja da und habe sie getröstet. Das liegt schon so lange zurück, daran kann ich mich kaum noch erinnern. Und das ist auch gut so.

Zum Glück trockne ich schnell, sonst wäre ich noch pitschnass durch die Gegend bis nach Hause gelaufen vor lauter Tränen... ;-)

Mensch Mensch Mensch, jetzt hab ich doch ganz schön viel geschrieben. Meine Pfoten glühen schon richtig.

Ich werde die Tastatur dann mal an Eve weitergeben, damit sie ihre Geschichte auf das Blatt Papier bringen kann. Ich komme darin garantiert auch noch oft genug vor. Denn ohne mich, wäre sie auch nicht hier. :-)

Hier schon mal ein Bild von uns beiden Hübschen:

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Bis dann. Gehabt euch wohl.

PS: Frauchen nennt mich auch heute noch ganz liebevoll ihr „40 kg-Kätzchen“...
 

03.12.2021

05.12.2021


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Oder einen Gutschein über einen Tierheimbesuch im neuen Jahr!

Niemals ein Tier verschenken, ohne zuvor gefragt zu haben, ob es erwünscht ist!!
Eltern sollten sich immer bewußt sein, daß SIE die letztendliche Verantwortung für ein Tier haben und nicht das Kind - Egal ob Hund, Katze oder Meerschweinchen und egal, was man vorher sagt!!

Alles für Euer Tier! 

  

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