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Dominik

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Liebe Zweibeiner!

Nein! Lauft nicht wieder an mir vorbei, hört mir bitte nur kurz zu.

Ich bin Dominik, so heiße ich erst seit ein paar Tagen.  Einen Namen hatte ich viele Jahre nicht, denn ich lebe seit 2000 im Tierheim in Pabianice an einer Kette und dort werde ich als Nummer 39 geführt.

Nummer 39 deshalb, weil ich der 39. Hund bin, der ins Tierheim kam. Viele Hundert kamen nach mir, einige habe ich sterben sehen, viele haben auch eine Familie gefunden.

Eine Familie….. davon träume ich jede Nacht, wenn ich mich in meine kleine Hütte zurückziehe, weil alles um mich herum so laut ist.

Ich träume von eigenen Menschen, die mich richtig lieb haben- von Menschen, denen es nichts ausmacht, das ich schon etwas älter bin und vielleicht auch nicht ganz so schön, wie die ganzen kleinen lustigen, jungen Hunde( die sehr oft sehr laut und frech sind!)…

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Wenn ich friere und mich in meiner Hütte zusammenrolle, so gut es geht, stelle ich mir vor, ich hätte einen Platz zu den Füßen meiner Menschen - vielleicht an einen von den Dingern, aus denen warme Luft kommt. Heizung nennt Ihr das, glaube ich. Dort könnte ich dann einfach nur liegen, gucken was meine Menschen so machen und wenn sie aufstehen, aufpassen, was sie so tun. MEINE Menschen….

DAS wäre schön!

Und dann wache ich wieder auf aus meinen Träumen, gehe aus meiner Hütte, strecke mich und merke wie jeden Tage - seit 6 Jahren – das ich nur einen Meter weit laufen kann und werde wieder in die harte Realität eines polnischen Tierheimhundes zurückgeworfen.

Darf ich Euch nur noch ganz kurz erzählen, wie ich mir meine Zukunft in meinen Träumen vorstelle?

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Ich, der große Dominik, bin ja schon über 9 Jahre alt, kleine, oder stürmische Kinder zum spielen brauche ich in meinem Alter nicht mehr unbedingt, ich würde eher gern in ein ruhiges Zuhause ziehen, egal wo, nur nicht mitten in der Stadt, bei liebevollen Menschen, die mir zeigen, wie es ist, wieder jeden Tag lange spazieren zu gehen, um sich, wieder daheim angekommen, gemeinsam auszuruhen. Katzen brauche ich auch nicht um mich rum, die nerven doch nur!:)

Anderen Hunden tue ich nichts, wenn sie mir auch nichts tun, ich weiß mich doch zu benehmen und bin im Tierheim auch immer ganz brav.

Meine Menschen müssten aber bitte etwas Geduld mit mir haben, damit ich mich an all das Schöne gewöhnen und meine Vergan- genheit vergessen kann. Übrigens, ich hätte auch nichts gegen eine Hündin an meiner Seite einzuwenden, nur kastriert müsste sie schon sein, denn ich bin es nicht.

Wenn Ihr mögt, dann ruft doch bitte die Frau Möhring an, oder schreibt ihr ganz schnell, denn sie sprach mit mir und sagte, das sie die besten Zweibeiner für mich finden möchte, die mir einen Altersruhesitz geben. Ich hoffe es so sehr!

Hat sie jemanden für mich gefunden, werde ich vollständig geimpft und gechipt und bekomme dann auch einen EU-Heimtierpass.

Update 19.02.2005

Unsere 1. Vors. war Anfang Februar in Pabianice und hat sich natürlich auch mit Dominik ( der ca. 60 cm hoch ist) etwas beschäftigt.

Er genoss die Streicheleinheiten, er saugte sie richtig auf, leckte Hände und Gesicht ab, legte seinen Kopf sanft in ihre Hände, versuchte, an ihr hochzuspringen vor Freude. Nur lieb und sanft! (und etwas zu dick ;-) )

Update 05.03.2006

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Ich bin übrigens nicht an der Kette, weil ICH mich nicht mit anderen Hunden verstehe,  sondern weil ich immer von den anderen Hunden gebissen wurde.
*Jaul!!*

Ich wurde von einem Zwinger zum anderen übergesiedelt und nach ein  paar Tagen mussten mich die Menschen schnell in einen anderen Zwinger bringen weil ich wieder von den Hunden angegriffen wurde. Warum waren die nur so böse zu mir??

So blieb zum Schluss für mich nur die Hundehütte und die schreckliche Kette.

Update 23.04.2006

„Domink ist seit heute in seinem neuen Zuhause!!!!

Als er von der Kette kam, konnte er sein Glück schon kaum fassen, gab Küsschen noch und nöcher und als er dann seit 6 Jahren!! wieder Gras unter den Füßen hatte, musste er sich erstmal sooowas von darin wälzen.

Den Transport fand er nicht sooo doll, weil Autofahren nicht sein Ding ist, aber es nutzt ja nichts.

Nun wohnt er in Bad Kreuznach und wird nach seiner Eingewöhnungszeit seinem neuen Frauchen mit Sicherheit ein toller Begleiter sein.

In den ersten Wochen sind nur kurze Spaziergänge drin, da seine Muskulatur rapide abgebaut hat und er sich in den vielen Jahren an der Kette nie wirklich zum Schlafen ausstrecken konnte. :-(

Gaaaanz spannend fand er, als er sein neues Domizil erkundet hat, die Waschmaschinen- trommel, die sich bewegte, da stand er erstmal eine halbe Stunde staunend davor. *gg*“

TSV Hundehilfe Polen e.V.

Eingestellt: 12.02.2006

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