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Bert

BERT SUCHTE UND FAND EIN WUNDER!

Der Hilferuf:
Bitte, bitte helfen sie dem kleinen Bert. Er sucht dringend für seine letzte Lebenszeit eine Pflegestelle! Er leidet an einem Schilddrüsentumor, der leider inoperabel ist. Ihm bleibt nicht mehr viel Zeit und er soll unbedingt noch mal erfahren wie es ist in einer eigenen Familie zu leben.

Sind Sie derjenige, der ihn den Rest seiner verbleibenden Zeit begleitet und all seine Liebe gibt?

„Hallo! Ich bin Bert!“ So oder ähnlich hätte der Satz heißen können, als ich Bert das erstemal in seinem Zwinger kennen lernte. Die Rute wedelte so schnell, dass der Hintern kaum hinterherkam. Bert hatte die letzten Jahre kein Glück und ist trotz allem jedem Menschen gegenüber aufgeschlossen. Er lebte in einem Tierheim, ganze vier Jahre lang! Bei uns soll er nicht lange verweilen, denn seine Zeit läuft.

Inzwischen fast zu einem Rentner geworden, geboren wurde er ca. 1996, möchten wir sie bitten, ihm einen Sofaplatz zu geben. Fit und immer noch verspielt stolziert er durchs Leben. Spaziergänge genießt er sichtlich. Sein kleines entzückendes, rundes Köpfchen schmiegt sich zärtlich an einen.

Steine waren scheinbar seine Leidenschaft, deswegen haben seine Zähne eine Sanierung erlebt. In letzter Zeit findet er die großen Steine schick, besser für die Zähne! Diese rollt er nämlich geschickt zwischen seine Beine nach hinten und da sie keinen Kommentar abgeben, werden sie dann halt fröhlich angebellt.

Hündinnen findet er supernett, die Jungs sind wohl nicht so ganz seine Leidenschaft. Kinder findet er sehr nett. Beim Autofahren kann er sich auch benehmen. Umweltreizen steht er souverän gegenüber.

Bert ist kastriert und hat den Wesenstest bestanden. Wir hoffen, dass dieser entzückende Rüde, trotz seines Alters, Menschen findet die ein Herz auch für ältere Hunde haben. Es soll nicht passieren, dass er eines Tages ohne eine eigene Familie sterben muss.

BITTE großzügig weiterleiten, da wir auch alle informieren wollen, danke!

BERT IST EIN WUNDER WIDERFAHREN!

Liebe Menschen, wir können Bert sein Glück nicht in Worte fassen, das fast Unvorstellbare ist eingetroffen in Form einer liebevollen Frau und ihrer Tochter aus Berlin, nicht zu vergessen die siebenjährige Shar Pei Hündin “Claire“.

Alle Drei haben Bert mit offenen Armen aufgenommen und sind völlig entzückt von ihm.

So kann er Frauchens Hausschuhe in der Schnauze tragen und jedem Besucher stolz präsentieren, als wenn er sagen wollte: Guck mal, das sind meine Mami ihre Pantoffel und ich bin ihr Liebling! Er kuschelt sich gemütlich in seine Decke, natürlich erst nachdem er sie auf der Couch zurecht geknautscht hat. Legt sich dann, wenn es ins Bett geht, unter die Decke, mit Köpfchen auf Muttis Bauch und schnarcht was das Zeug hält. Aufdringlicher als er kann ein Hund keine Schmuseeinheiten einfordern, schieben, drängeln, sich albern auf den Rücken schmeissen und knutschen ohne Einhalt.

Bert wusste nach dem ersten Probebesuch schon wo er wohnt und fand die Wohnung sofort wieder.

Der Kontakt kam über eine befreundete Tierschützerin zustande, welche uns schon lange mit einer Patenschaft unterstützt. Bert bleibt nun bei seiner Pflegefamilie bis zu seinem Tod, der hoffentlich noch lange auf sich warten lässt. Die tierärztliche Betreuung wird von unseren Tierärzten übernommen und wird als Hausbesuch stattfinden, soweit kein plötzlicher Notfall ist. Wir möchten auch, dass Bert Zuhause einschläft.

Ich kann der Familie gar nicht genug danken, ich bin froh Menschen wie diese kennen zu dürfen. Und Bert dankt es mit seinem liebevollen Wesen.

Vielen Dank an ALLE, welche mitgebangt haben. Gemailt haben, um möglichst viele zu erreichen und uns Mut gemacht haben.

DANKE!

26.05.2006

Bert ist von uns gegangen…

Viele von Ihnen haben Bert seine Geschichte verfolgt. Er hatte noch so viel Glück im Leben, zu verdanken hatte er das seinem Frauchen Inez und ihrer Tochter Aileen.

Vier Jahre lang wartete er im Tierheim Berlin auf ein Zuhause, als wir ihn dann in unserem Verein übernahmen, kam die schreckliche Diagnose Schilddrüsentumor, Lebenserwartung ca. 3 Monate, das war August 2004.

Inez und ihre Tochter nahmen Bert zu sich und gaben ihm das, was er lange vermisst hatte und vielleicht noch nie hatte: Eine liebevolle Familie!

Ich bin mir fast sicher, dass dieses dazu bei trug, dass Bert noch so viel Zeit auf Erden verbringen konnte. Oder sehen wir es anders: Er gab sich alle Mühe sein neues Leben auszukosten… Wir alle haben uns für ihn gefreut und ihm diese Zeit mehr als gegönnt.

Allerdings haben wir ihm auch versprochen, dass er nicht leiden soll, ihm versprochen, dass wenn es soweit ist, Inez, Aileen und ich bei ihm sind, begleitet von eine befreundete Tierärztin, welche ich als Mensch und Arzt über alles schätze und das er Zuhause gehen darf.

Wir konnten unser Versprechen ihm gegenüber halten.

Am Freitagmorgen, dem 26.Mai 2006 gegen 9.45 Uhr schloss Bert für immer die Augen. Er schlief friedlich mit Unterstützung seiner Tierärztin ein.

Er war Zuhause, alle waren bei ihm…

Berti war ein Sonnenschein und wie sagt Inez:

"Ich glaube er machte uns mehr Freude, als wir ihm!"

Nun Inez, das glaube ich nicht, dass was ihr Bert noch an Liebe gegeben habt, wünsche ich mir für jeden Hund, der dazu auch noch krank im Tierheim auf sein einsames Ende warten muss. Ohne jemals noch eine Familie zu haben…

Wir haben ihn als Verein die ganze Zeit begleitet, ihn alles an Tierarzt und Betreuung ermöglicht, wir konnten ihm aber nicht die Liebe geben, welche er noch mal durch Inez erfuhr, ich danke ihr dafür unendlich.

Nächste Woche fahren wir mit Bert ins Krematorium, ich habe es versprochen und bringen dann seine Urne nach Hause, selbstverständlich zu Inez, denn:

ES WAR IHR BERTI!

Christine Prochnow
Staffordshire-Hilfe e.V.


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